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Wochenend – Rückblick 20/21 – 2017

Der Niko aus dem DreikönigskellerAlles fest im Griff: Der Niko aus dem Dreikönigskeller (Psssst: Bald auch mit smarter Unterstützung.)
Foto: ptrk9000, s/w damit überhaupt etwas erkennbar ist

Unter der Woche war es mir nicht möglich, viel zu unternehmen, denn ab und zu will auch mal gearbeitet werden. Es sind diese Arbeitstage, die einem schon beim Nichtstun den Schweiß auf die Stirn treiben. Und der Sommer läuft sich gerade erstmal warm. Vielleicht liegt es auch daran, dann die Sommerkiste noch nicht in den Kleiderschrank umgepackt wurde und dann morgens mit den dünnsten Pulloverchen gehadert wird, gerade zu einem Zeitpunkt, wo Zeit doch ein recht begrenztes Gut ist. Ich freue mich schon auf meine Hawaiihemdensammlung.

Am Freitag war für uns ein großer Tag, denn unser frisch gegründetes Kollektiv „Frankfurter Klang“, welches sich aufmacht, um genreübergreifend Musiker zusammenzubringen, hatte am letzten Freitag im Dreikönigskeller seine Einstandsveranstaltung namens „sortenrein“. Das Kollektiv besteht aus Worsel, Tobi und mir und wir sind da gerne unkommerziell. Das Konzept „sortenrein“ sah vor, dass jeder Künstler 15 Minuten Zeit hatte, um eine Performance zum Thema zu gestalten, egal mit welchem Instrument/Equipment. Natürlich, da alle selbst Musiker, hatten wir auch das Abmischen mittels eigener Konsole selbst übernommen. Erstaunlich früh füllte sich bereits der Dreikönigskeller, in dessen Bauch die Erwartungsvollen bereits von DJ Dirk Grizan mit sanfter Elektronik verwöhnt wurden. Um ein bißchen zu spoilern: Der Abend war toll! Ein super gemischtes Publikum füllte die Kellerbühne, die dank Niko über eine exponierte Anlage verfügt und die sehr unterschiedlichen Perfomances luden ein zum Zuhören, Schauen und Diskutieren. An dieser Stelle möchte ich ach dem Dreikönigskeller, seinen Machern und dem Niko nochmal danken! Ich muss auch einfach immer irgendetwas machen, es gibt Produzenten und Konsumenten, und auf dem Consumer Sofa werde ich eben hibbelig. Damit ich die Geegenheit nicht verpasse, werde ich hier die Künstler noch einmal auflisten: Michael Wiebusch (Gitarre), Trabouliste (iPad Synth), Kenzo Römer (HipHop mit Human Beatbox und Looper), Klein und Glücklich (Folk, deutsche Protestlieder), Zid (Gameboy), Herr Bay (E-Drum, Kaos Pads), LDX#40 (Commodore C64), Worsel Strauss (IPad, Drumcomputer), Hendrik Dingler (Laptop, Technics Plattenspieler, Software aus Eigenentwicklung), Anna Hjalmarsson (Laptop, Controller) sowie der DJ des Abends, Dirk Grizan.

Das machen wir wieder, denn dafür haben wir den „Frankfurter Klang“ gegründet, wer einmal nachschauen und / oder nachhören möchte, wir haben auf der Facebook-Seite Bilder sowie einen Link zu einer Soundcloudseite mit Livemitschnitten eingestellt.

Und weil ja kürzlich gejammert wurde, dass ich oftmals über eigene Veranstaltungen schreibe: Jeder kann etwas auf die Beine stellen! Damit möchte ich die Leute motivieren, selbst zu veranstalten, vielleicht im Sommer am Main mit ein paar Freunden ein kleines Konzert mit Gitarre und ein paar Getränken? Es ist nicht so schwierig, und die Freude darüber, selbst etwas ermöglicht zu haben, die ist sowieso unbezahlbar!

Darüber kann man gerne mit mir sprechen, ich bin der Typ mit der schwarzen Brille und dem Apfelweinglas in der Hand. Wenn ich mal sterbe, werde ich in einem Bembel begraben. Johanna Höhl und führende Apfelweinwirte werden bitterliche Tränen weinen, natürlich aus wirtschaftlichen Gründen. Kleines Späßchen!
Am Samstag hatte ich es dann im Feinstaub eher gemütlich angehen lassen, waren ja auch einige der üblichen Verdächtigen da gewesen, trotz Eintracht und so, aber ich versteh‘ eh nichts vom Tennis.

Am Vorfeiertagsabend werden wir als Team Rocket mit dem HCI Krauskopf den Dreikönigskeller unsicher machen, von Punk bis hin zu Funk gibt es da einiges an Vinyl auf die Ohren, und wir werden ihn ausfechten, den „Krieg um Sachsenhausen“. Den Krauskopf kennt man sowieso, wenn man in Sachsenhausen öfters mal Whisky oder Gin im dafür vorhergesehenen Fachgeschäftchen einkauft. Ich glaube, das ist auch der einzige promovierte Whiskeyexperte weit und breit. Aber ich schweife ab. Auch zu empfehlen wäre am 27. Mai der Yachtklub, den da dürfen wir Captain Hans als Team Rocket nach dem Laiki-Konzert ein bißchen musikalisch flankieren, das wird bestimmt ein verdammt guter Abend, dort auf dem Boot.

Von dort komme ich übrigens gerade, denn so ein Sonntag nachmittag verbringt sich dort in tschilliger Noblesse mit Kaltgetränken und Auberginensalat mit Tahine, sehr lecker übrigens! Ich dachte noch „Ui, jetzt muss ich noch die Kolumne schreiben…“ aber ich bin selbst erstaunt, dass der Text schon quasi rum ist. Lag‘ wohl an den vielen Veranstaltungshinweisen und am leckeren Yachtklubsalat.
jetzt geh‘ ich mir erstmal die neue Käptn Peng anhören, die mir diese Woche die Jungs von Kreismusik geschickt hatten. Und hey: Am Mittwochabend darf schon wieder gefeiert werden!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 18/19 – 2017

Grandiose Performance vor neuer Lichtinstallation im Frankfurter Kunstverein: BBB_
Grandiose Performance vor neuer Lichtinstallation im Frankfurter Kunstverein: BBB_ „I‘d rather be an iphone!“

Samstags bin ich schon rüh aus dem Bett gefallen, also kurz vor 12, und begab mich zum Konstimarkt, wo ich mir erstmal ein Tellerchen Bratkartoffeln mit Grillgemüse reingeworfen hatte. Mir war nach Idiotengucken und so wanderte ich noch ein wenig durch die Innenstadt. Am Liebfrauenberg wurde Buddhas Geburtstag gefeiert, immerhin der 2561ste, also gab es hier nochmal ein paar Reisklößchen mit Gemüsefüllung und Sojasauce. Ich bin ja auch so sojasaucensüchtig, kommt gleich nach naturtrüben Apfelwein. Auf dem Rückweg gab es noch Gemüsesushi in der Fahrgasse, und weil vor dem Yuan Fa Asia Supermarkt gegenüber eine Noodle-Promoaktion stattfand, gönnte ich mir dort noch einen schönen Natriumglutamat – Flash.

Später begab ich mich zu Radio X, um die bei jung und alt beliebte Ausgehsendung „x wie raus“ zu moderieren, war ja auch schliesslich ganz schön was los. Nach einem kurzen Plausch mit DJ Kabuki, der am Abend im Silbergold aufspielte, ging es dann erstmal Richtung Gudes – Kiosk ins Nordend, um den ersten Open Air Apfelwein des Abends einzunehmen. Derart bestärkt, es mit den Menschen in der Stadt aufzunehmen, begaben wir uns zum Römer. Wir erinnern uns, immer, wenn in „Heidi“ von der bösen Großmutter aus Frankfurt die Rede gewesen ist, wurde eine stilisierte Zeichnung vom Römer eingeblendet. Aber nicht das Rathaus war unser Ziel, sondern das Zeltchen vom Journal Frankfurt, wo wir unsere Presseausweise einzogen und gleich noch ein paar liebe Kollegen kennenlernen durften.

Danach ging es auch gleich rüber in den Frankfurter Kunstverein, denn das Künstlerduo „bbb_“ war dort mit seiner Performance „I‘d rather be an iphone.“ im Rahmen der Frankfurter Nacht der Museen zu zu Gast, wobei eine Nacht der Musen würde mir sicherlich auch gut gefallen. „Der Titel ihrer Performance entstammt dem Satz „I’d rather be an iphone than a woman“ der britischen Theoretikerin und Feministin Helen Hester.“ weiß auch die Webseite des Frankfurter Kunstvereins zu berichten. „Hinter dem Künstlerduo BBB_ stehen Alla Poppersoni und Alexander Sahm,“ … „während Poppersoni mit ihrer eigenen und ihrer synthetisierten Computerstimme konzeptionelle Lyrics spricht, werden diese von Sahm mit elektronischen Sound-Ready-Mades unterlegt.“ Die Beiden hatten mich bereits im Orange Peel nachhaltig beeindruckt, und so war es für mich vollkommen klar, dass ich die Performance im Kunstverein unbedingt sehen musste. Auch hier war die Bühnenpräsenz beeindrucktend, denn Alla Poppersoni agierte mit einem Blick, der Galaxien vernichten und wieder auferstehen lässt, gepaart mit einer roboterhaften Kälte, die hier und da durch ein kurzes Lächeln aufgebrochen wird, während sie mit einer Stimme spricht, an der auch Anne Clark sicherlich ihre Freude hätte.

Na, da war der kulturelle Teil des Abends nun auch hochqulitativ abgedeckt, und so überquerten wir den Main mittels Blechbrücke in Richtung Sachsenhausen. Immer wieder ärgere ich mich, dass ich keinen Bolzenschneider dabei habe. Irgendwann knipse ich diese bekloppten Schlösser ab. Die Menschen haben doch auch in Ihren Wegwerfprovinzen die Möglichkeit, Ihre Partnerschaft kundzutun, aber da trauen sie sich nicht, ist wie Karaokesingen auf Malle.

Nun, zurück auf der richtigen Seite begaben wir uns in die Galerie wk16 in der Walter Kolb Strasse 16 (Huch, deshalb wk16, aha, ok, hm hm!) wo zur Finnissage von Vanja Vukovic Onkel Heinz und Tante Elena musikalische Schachtfetzen zum Besten gaben. Da hatte der Felberich auch wieder ein ganz feines Hemdchen angehabt, Blumen auf kleinen Karos, sehr schön! Und so bleiben wir ein Weilchen, redeten Unfug und rauchten mit gutem Gewissen, während wir die großformatigen Fotographien von VV betrachteten, Momentaufnahmen im Augenblick des Bestands, und ein wenig über unsere Pläne sprachen, während des Late Night Shoppings in Sachsenhausen in einem Laden aufzulegen, in dem vorher noch niemand aufgelegt hatte. Irgendwas muss ja schliesslich gemacht werden!

Und da wir gerade beim Auflegen waren, zogen wir rüber zu Niko in den Dreikönigskeller, wo HCI Krauskopf und Mr. Hank-e-Meier „The rough splits hidden hits – unrecognised classics from Post-Punk and beyond“ präsentierten. Während der eine whiskykennerisch promovierte, so ist der andere ein bekannter Musikant der Alan Baker Band, und da verwunderte es nicht, dass musikalisch ein grandioses Programm geboten wurde. Eine Auswahl, wie sie so und nicht anders ganz genau in den Dreikönigskeller gepasst hatte, was auch von den anderen Gästen dankbar betanzt wurde. Ich tanze ja nicht so gerne, ich übernehme lieber den Barpart und überlasse den anderen den Dancefloor. Das war ein toller Abend, nicht nur im Dreikönigskeller, sondern in epischer Breite. So und so! Und deshalb zog es mich auch irgendwann in den Elfenbeinturm, wo ich alsbald den Niederwald abholzte.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 13/14 – 2017

Neunstausend in Action: Live im Summa Summarum im Rahmen des 303 - Tages
Neunstausend in Action: Live im Summa Summarum im Rahmen des 303 – Tages

Unter der Woche kann man sich ja mal im Feinstaub herumdrücken, das geht eigentlich immer. Wenn Ihr mir die Daumen drückt, werden die Besuche wohl unter der Woche abnehmen, Prioritäten wollen auch nicht immer passiv herumstehen, sondern auch ab und zu auch mal gesetzt werden.

Am Donnerstag begab ich mich mit einigen Gerätschaften ins Summa Summarum, wo ich die Ehre hatte, zum 303 – Tag aufzuspielen. (Für Nichteingeweihte: Gemeint ist der 30.03. und der legendäre Basslinien – Synthesizer TransistorBassline 303 der Firma Roland, dessen Produktion wegen eher mäßiger Verkaufszahlen 1984 eingestellt wurde. Eigentlich war die TB303, eine kleine, silberne Plastikkiste, als Begleitautomat für Gitarristen gedacht, aber die haben ja wie immer nur ihre Gitarre im Tunnelblick. Dreht man nämlich den Resonanzfilter auf, entstehen die für das Gerät charakteristisch-ätzenden Zirp- und Pfeifgeräusche, namentlich die Basis für eine neue Musikrichtung, die Ende der 80er als Acidhouse oder einfach nur ACID bekannt werden sollte.)

Also ging auf, oder doch eher runter in den Keller, eigentlich spiel‘ ich ja nur in Kellern in letzter Zeit, mal schauen was der Sommer so bringt. Insgesamt bestand das Line-Up aus 8 Acts, welche Siegfried Kärchers Bassline gefolgt waren, die ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen wollte (A-Z): Abbraiane Deicollis, Feldrauschen, Monobot, Nocturnal Hippie, Patrick9000, szmt, Worsel Strauss plus einem Special Guest, alle Acts spielten plusminus 30,3 Minuten, begleitet von Projektionen aus dem analogen Videosynthesizer von N(V)N / N(S)N und Poetry-Eimlagen von der Frankfurter Lyrikerin Julia Mantel. Das war mal wieder ein schöner Abend für die richtigen Leute, Musikbegeisterte auf und vor der Bühne, denn auch im Publikum waren viele interessierte Schrauber, die mal hören wollten, was die anderen so machen, und vor allem, was sie so einsetzen. Das war von der Original-303 bis über diverse Nachbauten bis hin zur Korg MS-Familie und tapegesteuerte Synthesizer alles dabei, was Herz und Ohren höher schlagen ließ. Musikalisch wurde ein vielseitiger Bogen von Ambient über Experimental bis zum perkussiven Techno gespannt, auch hier war man der einhelligen Meinung, dass auch gerade diese Abwechslung die Veranstltung zusätzlich bereicherte. „Alles Basshuren“, meinte Julia Mantel ironisch in spontan erdachter Poesie, und wenn es so sein sollte, ja, dann war ich eine von Ihnen.

Am Samstag ging es gleich in die Exzess-Hallen zum Vinylflohmarkt, und natürlich gab es dort zum Frühstück Kaffee mit Sojamilch, während sich andere schon den einen oder anderen Hopfensmoothie gönnten. Für mich wäre das nichts, denn dann hätte ich den ganzen Tag die Lampe an. Eine große Anzahl an Schallplattenanbieten boten nun an diesem wunderbar milden Apriltag ihr schwarzes Gold feil, und das Ganze ultrafair offeriert, weitab von irgendwelchen Discogs- oder Ebay- Mondpreisen. Bei mir wanderte unter anderem eine LP von der finnischen Combo „The Sounds“ mit in die Stofftasche, feine Sache, da hab‘ ich mich gefreut. Aber irgend etwas hatte ich doch vergessen. Ah, nochmal zurück, alles zurück, bitte. Das war ja noch der Freitag, richtig. Fast hätte ich da was vergessen.

Freitags zuvor haben wir es uns erstmal fein vorm Gudes-Kiosk gemütlich gemacht, zum Friedbergermarktdeppengucken. Dazu gab es stilecht Apfelwein, erst von der Butze, dann vom Internetshop, denn der Weg führte uns ‚nab zum Maa. Erstmal an der Alten Brücke angelangt, war es nur noch ein Katzensprung zum Yachtklub, wo eh‘ schon wieder alles da war, was Rang und Namen hatte, gut gefüllt wäre noch stark untertrieben gewesen. Es spielte eine Combo, deren Name ich nicht wahrgenommen hatte, weil es war ja ein „Surprise Live Act“. Warum stehen eigentlich immer die ganzen Musikanalphabeten in der ersten Reihe und atmen Sauerstoff weg? Immerhin konnte ich erkennen, dass die Combo mit einer Orgel, einem Casio SK01 Sampler, sowie mit dem 10er und dem 20er der Korg-MS-Familie gearbeitet hatten, eine Rhythm-Ace Begleitdrumcomputer nahm ich auch noch wahr und ein Copycat – Bandecho. Dazu gab es eine E-Gitarre und Live-Gesang, den das weibliche Mitglied des Duos übernahm. Vom Sound her ein Hauch Berlin, gemischt mit Elektropop und einer gewissen LoFi – Attitude, welche, wie ich fand, sehr gut in den Yachtklub gepasst hatte. Das Hinterherauflegen übernahmen hier kenntnisreich die Radio X-er Kirstin van der Heydt und Ralf Barthelmes mit einem Sound, der ebenso zur Band als auch zum Yachtklub passte. Aber ich wollte dann nach Hause, denn irgendwann schickt es mir auch mal mit Menschen, erst am Gudes, vorbei am Friedberger Platz, der größten Live-Tinder-App Frankfurts hin zum Yachtklub, mehr wollte ich dann nicht mehr sehen.

Der Sonntag wollte fein verchillt werden, ich harre der Dinge, die da noch kommen werden!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 12/13 – 2017

/>>Das Lesen der Anderen< < - Ein sehr unterhaltsamer Abend mit Jörg Becker im Henscheid
„Das Lesen der Anderen“ – Ein sehr unterhaltsamer Abend mit Jörg Becker im Henscheid

Mal gucken, was so am Wochenanfang los ist, dachte ich mir und begab‘ mich ins Feinstaub zum „Monday Hangout“, zu dem die Jungs, nämlich namentlich Onkel (DJ) Shelly und Irie B einen Mix aus Reggae, Hip Hop, Dub und annern tschilligen Kram spielten. Und so sassen schon bald die Richtigen unter der Haube, es wurde schöne Gespräche geführt und mit gutem Gewissen an diversen Standpunkten und Kaltgetränken festgehalten.

Am nächsten Tag, ja, es muss wohl ein Dienstag gewesen sein, wurde ich von einer lieben Freundin ins Henscheid beordert, damit ich der dort stattfindenden Lesung andächtig und mit wachsender Begeisterung lauschen solle. Hatte ja auch gut geklappt, okee, das nächste Mal sollte ich ein bißchen früher erscheinen, denn der Laden war voll bis unter die Decke, was dem freundlichen und darüberhinaus überaus routiniert agierenden Servicepersonal trotz allem ein Heimspiel gewesen ist. Ach, um Fuball ging es, um Kaltgetränke und diverse Thekenstützbiertrinker, auch blitzte ab und zu mal ein Pinguin durch, und ein schnapspralinenaffines Känguruh war auch noch von der Partie. Zusammengestellt und vorgetragen wurden Geschichten u.a. von Horst Evers, Harald Martenstein, Marc-Uwe Kling und Robert Gernhardt vom amtierenden Reiseleiter und Geschichtenerzähler Jörg Becker, ein Mann mit nahezu furchtlosem Mut, denn als Einziger im Satiredorfkrug Rotwein zu trinken, während sich die geneigten Gäste am Gerippten oder an urigen Bierhumpenhenkeln festhalten, dazu gehört auch für Hessen schon einiges dazu – Respekt, Herr Gesangsverein. „Das Lesen der Anderen“, so der Name der Veranstaltungsreihe, die sicherlich bald ganze Stadien füllen wird, hat den Abend erst schön gemacht – danke für die tolle Unterhaltung!

Des weiteren war ich eben mal hier und mal da, habe dem Yachtklub an der Alten Brücke besucht, aber kein Bild davon auf Facebook eingestellt und versucht, positive Energie zu erzeugen. Einmal am Tag eine fremde Person zum Lachen bringen zum Beispiel. Das kann schon helfen. Aber keine Angst, ich werde jetzt nicht zum Baumumarmer und Steinestreichler, alles gut, ne.

Freitags ging es dannn erst einmal in die Old Fashioned Bar, wo der liebe Groovintella tief in den Plattenarchiven gewühlt hatte und dabei allerlei Tanzbares hervorzauberte. Das war schon einmal ein perfekter Einstieg, um weiter zu ziehen in den Tiefengrund, wo die angesagte Reggae, Ska und Rocksteady – Party „Runde and SHARP“ bereits voll am toben war, unser Vinylriders Jimmy natürlich wieder mittendrin. Am Eingang gab es noch einen Gutschein für Pfeffi, dem Ossi-Lebenselixir, Zahnputzwasser mit Alkohol, zum Glück konnte ich den Gutschein drinnen gegen einen Mexikana tauschen. Nu, war auch ganz schön was los, na. Die DJs des Abends: Dr. Kitch (Mainz, Lux-Club mit Reggae, Rock Steady, Ska), Jimmy Jack (Frankfurt, RnS-Resident mit Oi, Ska, Rock Steady) und Martin McFly (Wiesbaden, RnS-Resident mit Ska, Skinhead Reggae). Wenn ich schonmal in der Ecke bin, schaute ich auch nochmal im Feinstaub vorbei, wo Martina noch hinterm Mixer ein bißchen Indie und Alternative in die Feinstaubohren träufelte. Da konnte man es doch gut aushalten. Hinterher ging es aber dann doch mal nach Hause in den Elfenbeinturm, denn ich wollte dann auch mal ein bißchen schlummern.

Am Samstag habe ich mal ein paar Patricksachen gemacht, unter anderem mein Uhrenarchiv gehütet und alles Uhren um eine Stunde vorgestellt, diese Zeitumstellung ist einfach antiquierter Stinkekäse. Tick Tack Deine Mudder, echt mal jetz‘!

Sonntag ging es dann noch zu Radio X und hinterher ins Feinstaub, aber davon, liebe Mädchen und Buben, berichte ich vielleicht in einer weiteren Episode!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend