Wochenend – Rückblick 4/5 – 2017

Gut gelaunt kompetent im Sachen HipHop, RnB, Dancehall... DJ Miss Purple Haze (Der Neuntausender kann einfach nicht fotografieren.)
Gut gelaunt kompetent im Sachen HipHop, RnB, Dancehall… DJ Miss Purple Haze (Der Neuntausender kann einfach nicht fotografieren.)

Endlich wird es mal ein bißchen kalt in Frankfurt. Das Rumgeschmuddel ist ja auch nicht auszuhalten!

Zuhause hielt es mich ebenfalls nicht, weshalb es mich nach einer Fotosession für unser Vinylriders – Projekt (Freundlicherweise im Safran & Sauerkraut, Danke auch dafür nochmal <3 ) gleich nebenan in den Drinksmith, also die ehemalige Babarossa – Schänke, in die Wallstrasse, verschlagen hatte, um mir dort ein paar Craft – Biere reinzutun. Und weil ich mal kurz in den Netzwerken unterwegs gewesen bin, fiel mir die Nachricht des Musikers Dan Bay auf, in der er schrieb, dass er zur Jam – Session in den Dreikönigkeller geht. Stimmt, der 3kk, da geht man ja wieder hin, ne!

Also ging es nach ein paar Pints rüber in das unterirdische Saufloch (Das Wort „Saufloch“ stammt übrigens, as fas as I remember, als Bezeichnung vom ehemaligen Betreiber. Kann man Nachhören in der „x wie raus“ – Interviewreihe über Frankfurter Ausgeh-Lokationen.), wo die Jam – Session schon gut am Toben war, mittdendrin natürlich das Frankfurter Bassurgestein „Jazzmadazz“, der auch als DJ und Radiohost auf Radio X weit über die Grenzen von Frankfurt bekannt ist, sowie diverse Rapper (Barbarossa hatte ich gesehen zum Beispiel), und viele andere Musiker, von denen ich einige zumindest vom Sehen her kannte, aber mit den Namen, das ist ja bei mir immer so eine Sache. Ein bunter Groove wurde hier geboten, mit Percussion, Schlagzeug, Gitarre, Bass und, stimmt ja, Worsel Strauss an der Lap Steel Guitar („Hawaiigitarre“), so ließ sich der Montagabend gerne mal bespielen. Das ganze Spiel hatte auch etwas Frisches, man merkte eben, dass die Musiker mit Spaß und Begeisterung bei der Sache gewesen sind. Das war ein richtig cooler Montagabend, gerne mehr davon!

Unter der Woche war ich mal hier, mal da, aber wie so oft, einfach mal im Feinstaub abgeblieben, verschwand ich jedoch am Freitag in der Old Fashioned Bar, um der grandiosen DJ Miss Purple Haze beim Auflegen zuzuhören, denn es gab HipHop, RnB, Dancehall und Artverwandtes auf die Ohren, die Anlage in der Old Fashioned Bar gibt es ja auch her. Macht sie grandios, mit Timecode – Schallplatten wird hier auch noch gemixt, finde ich voll jut, ne! Manchen würde ich auch mal das Lesen der Veranstaltungshinweise nahelegen. Aber das nur am Rande. Zwischendurch war ich mal „drüben“, im Dreikönigskeller, Frankfurt ist die Stadt der kurzen Wege, besonders in Sachsenhausen, auch wenn in dieser Nacht ganz schön wenig Traffic im Stadtteil gewesen ist.

Irgendwann wollte ich aber auf die Matraze, denn am Samstag gab es erst einmal den lange verbammelten Besuch des Schaumainkaiflohmarktes, es war ein tolles Wetter dafür, wie gemacht zum Einkauf von Sonnenbrillen, Schallplatten (OST „2001 – A Space Odyssey“) und kleinen Elektronikkram, von dem ich ja nur die Knöpfe brauchte, um sie kenntnisreich bei bereits vohandenen Gerätschaften einzubauen. Hinterher ging es dann zum Konstimarkt, denn ich hab‘ ja eh‘ dauernd Hunger, Durst oder beides und hinterher noch zu „Raus aus dem Keller“, dem Regalflohmarkt in der Fahrgasse. Und weil mich das schon wieder hungrig gemacht hatte, ging es nochmal in die Allerheiligenstraße zum „Masala House“, einem indischen Geschäft, in dem nicht nur tolle Gewürze und allerlei interessante Kochzutaten erworben werden kann, sondern, wo auch lecker in Imbißmanier gegessen werden kann, zum Beispiel angemachte Kichererbsen oder Okraschotengemüse mit Reis. Super lecker und ohne viel Aufhebens.

Am Abend ging es erst spät raus, denn so viel hatte ich eigentlich nicht vor mit der Nacht. Aber dann wurde es noch ganz lustig, und hier werden die Radien manchmal interativ, erst im Drinksmith und dann später beim Direktor Blümer in der Galerie wk16, wo der Frankfurter Künstler Sandip Shah Bilder zum Themenbogen Stadt – Mensch – Lebensraum ausstellte und darüber hinaus noch die Vernissage seiner Ausstellung gab. Gut gefüllt war die kleine Galerie, kenntnisreich beschallt von einem sichlich gut gelaunten Heinz Felber, nicht nur mit angenehmen Menschen, sondern auch mit einer guten Stimmung bis unter die Decke. Wenn es am Besten ist, soll man ja gehen, ich dachte, nun da guck ich nochmal beim Niko im 3kk vorbei, was ich dann auch tat, bevor es mich zurück durch die Kälte in den Elfenbein zog. Bald ist eh‘ Schluß mit dem Rumgegammel.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend