Archiv für September 2016

Wochenend – Rückblick 37/38 – 2016

Bank Bank Bank - Performance am 17 Sep 2016
„An der Grenze des guten Geschmacks liegt das Eingangstor zur Relevanz“ – Stuck on Earth – Samstägliche Perfomance in den Ateliers Lange Strasse 31. Sehr schön!

Ei ei ei, ich muß das Ausbleiben des Blog und der nachfolgenden Kolumne am letzten Wochenende entschuldigen, denn ich war so beschäftigt, dass ich einfach nicht zum Schreiben gekommen bin.

Zum einen habe ich zweimal aufgelegt, Freitags als Team Rocket mit der smarten Miss Audrey Horne im Feinstaub, um den Friedberger Markt – Abkömmlingen den Garaus zu machen, Samstags als Gast-DJ beim bärtigen Mr. Celestino in der Old Fashioned Bar. Wobei, dort hatte ich nur House und Minimal – Platten dabei, war auch schon mal wieder schön, die ganze Nacht ein Set durchzumixen, also „richtig“ aufzulegen. Nachdem ich am Sonntag relativ früh fit gewesen war, erstand ich auf dem Plattenflohmarkt im Rahmen des Stadtteil-Sonntags in Bornheim ein paar Schuhe, nein, Schallplatten und begab mich hinterher nach Offenbach in den Waggon, denn im Rahmen des „Live Ambient Afternoons„s spielten „Imaginary Landscape“ aka Ralph Baumgartl & Feldrauschen sowie Siegfried Kärcher & Worsel Strauss auf, und ich als Synthiesizerpilot lasse mir so etwas natürlich nicht entgehen. Das war ein flotter Abend, dort am sonntäglichen Offenbachufer, das mache ich mal wieder.

Auf dem Main war ich auch dann am Mittwochabend gleich wieder, denn Onkel Timo, bekannt als Barkeeperurgestein aus dem Clubkeller, dem Tiefengrund und jetzt im Yachtklub an der Bar, feierte einen schönen Geburtstag, zu dem natürlich auch alles gekommen war, was Rang und Namen hatte. Irgendwie hatte der Abend entwas von den Abenden im Yachtklub 1.0, denen ich immer noch ein wenig nachtrauere, weil mir oftmals bei den YK2.0-Gästen der kreative Spirit fehlt. Vielleicht werde ich auch nur sentimental, das möchte ich nicht vollends ausschliessen. Am Timotag wurde auch abends schön live aufgespielt, nämlich zum einen von der Love & Hate Band, zum anderen von den Prosechòs, einer griechischen Rembetiko – Combo (Eine Art griechischer Musikstil, der aus der griechischen Volksmusik und den osmanischen Subkulturen entstanden ist.) und hinterher hatte DJ Tomo Polic noch mal klargemacht, wo es im Balkan richtig scheppert. Aber dekadent, wie man nun mal ist, räkelten wir uns auf dem Deck, führten Pudelgespräche und liessen uns von den eintreffenden Buntmenschen in Lustiges verstricken, während der Fluss doch einigermassen gesichert war, dort auf dem Wasser.

Kann man ja mal alles machen, ich habe auch gerade ein wenig Zeit, so als Social Media Manager gestaltet sich die Jobsuche schwierig, die einen suchen eigentlich einen BWLer, damit er/sie „das Marketing gleich mitmacht“, die anderen grundsätzlich nur „erfahrene Mitarbeiter“, scheitern aber technisch an ihrem Internetrouter. Gut finde ich auch so Werber, die zwar technisch total planlos sind und so den routinierten Frontendklicker geben, aber im Rahmen Ihrer Mickey – Mouse – Sprache den Blick für das Relevante verloren haben. Also geht es für mich so weiter, auch als DJ, aber das ist ok, damit verdient man in Frankfurt ja auch eher wenig.

Bevor ich es vergesse, wir springen nochmal zurück:-----> Am letzten Dienstag schaute ich nochmal im Sachsenhausener Musikkeller Summa Summarum vorbei, denn dort gab Siegfried Kärcher (Ja, er schon wieder!) seine Veranstaltungsreihe Klängbilder, zu der Elektronikkünstler klangerzeugendes Gewerk mitbringen, welches dann miteinander verschaltet wird, um ein wenig zu musizieren. Das war auch eine noisige Erfahrung, immer wieder ein Späßchen! Ich war mit einem modifizierten Gakken SX150 – Synthesizer und einem Korg SQ1 – Sequenzer mit von der Partie!

Am Freitag waren wir als Vinylriders in der Old Fashioned Bar zugange, und da der liebe Florian Heiberger sich mehr dem süddeutschen Raum und seinen Designtätigkeiten widmet (Wirklich sehr zu empfehlen!), haben wir als Vinylriders Verstärkung bekommen: Nämlich DJ Audrey Horne aus der Raumstation Rödelheim, wo man sich auch gerade mit geräuschempfindlichen Nachbarn herumärgern muss. Das ist ja auch so eine Mode, die aus Nachbarn Anwohner werden lässt, das geht doch eigentlich auch anders. Egal, ich schweife ab, auf jeden Fall war das eine gut gefüllte Tanzsause, dort in der Old Fashioned Bar.

Der Samstag sollte gaaaaanz low werden, enspannt, ohne Stress. Kannste vergessen, würde Ivo jetzt sagen. Aber zu dem kommen wir gleich. Mittags ging es erstmal zum Konstimarkt und dann zur Abschlußkundgebung der Anti – CETA / TTIP – Demo, vorbei an entspannten Wachtmeister*Innen, die ob der Gewaltlosigkeit der Kundgebung wohl einen stressfreien Nachmittag hatten. Danach ging es in die Lange Straße 31, wo lokale Künstler in ihren Ateliers residieren und um Rahemen eines Wochenendprogrammes (Freitag: Bank, Samstag: Bank Bank, Sonntag: Bank, Bank, Bank, Montag: Achso, waren nur drei Tage Tage…) Peformances und Objekte vorstellten . Dabei beteiligten sich die folgenden Künstler, welche ich aber nicht alle sehen konnte: Fidschi Fischer, Florian Hesselbarth, Olga Monina, Silas Mücke, Anna Nero + special guests Oliver Kossack, sowie Tom Kròl und Carsten Tabel.Am Samstag wurde im Rahmen einer Performance die Geschichte eines Paketausfahrers erzählt, der als weltgrösster ALF – Fan sein Idol, nämlich genau den Schauspieler, welcher in der Puppe des Ausserirdischen steckte, täglich belieferte und den Darsteller so mit seiner Bewunderung in einen endoffenen, existenziellen Ruin treibt, sehr kurzweilig und unterhaltsam indeed. Die Künstler kommen übrigens nicht aus dem üblichen HfG / Städel – Sumpf, die meisten haben in LE (Leipzsch) studiert, und die Lockerheit merkt man ihnen auch einfach an. Später ging es noch zu Onkel „Kannste vergessen!“ Ivo in die Gute Stute, wo wir uns kenntnisreich einige Gerippte in den Hals geschüttet hatten. Weil aber die Mädchen noch Durst hatten, ging es ein paar Meter weiter in die Biertonne, wo uns der freundliche Wirt ebenfalls mit lokalen Kaltgetränken und, jetzt kommt’s: Pizza nach Wunsch, und das Mitten in der Nacht (!!!) aufpeppelte. Ich kannte den Laden nur vom Onkel Shelly, der da wohl mal ab und zu aufgelegt hatte, aber den werd‘ ich mir mal merken. Das ist irgendwie so, wenn man in einer alten Hose einen Fuffi findet, man freut sich einfach über den unverhofft positiven Fund. Weil sie ja alle noch nicht besoffen genug waren, ging es weiter zum YokYok (schon zu) ins Moseleck (Zu merkwürdige Zufallsendauswahl) in den Waschsalon beim Moseldings ums Eck, wo man sich noch nett unterhielt, während mal kurz die Terminusklause ausgecheckt wurde, welche jedoch keine neuen Teilnehmer in ihr nächtliches Trinkseminar aufnehmen wollte. Die vollkommen überladene Bezahldrohschke spie mich am Börneplatz aus, von dort war der Fußweg zum Elfenbeinturm ein erträglicher, so dass der Neuntausender auch gleich ein einen steinähnlichen Schlaf fiel.

Wem das zuviel Text war, dem poste ich demnächst lustige „Wo bin ich gerade in Frankfurt?“ – Bilder. Dafür werde ich nächste Woche nicht zum Schreiben kommen, da bin ich bei Onkel Mirek und Onkel Laiki im Lola Montez, weil ich auf der Dada – Veranstaltung auftrete. Nein, Ihr müsst nicht kommen. Bleibt zuhause und duscht auch mal ab und zu!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 35/36 – 2016

Strassenfest mit Kran und tiptop - Wetter
Strassenfest mit Kran und tiptop – Wetter – dort am Südmain

Endlich ist es warm. Verdammte Hitzewelle! So schimpfen es wohl die Stehbiertrinker unter schmalen Trinkhallenvordächern, falls die Themen ausgehen, wie zum Beispiel die Nummernschilder der Schienenersatzverkehrsbusse im Nordend zu eruieren oder Eintracht – Ergebnisse von allen Seiten zu befunzeln.

Unter der Woche konnte man es sich am Main zum Beispiel gemütlich machen, oder im Freibad, weil die die Frankfurter Lendenfrüchte ja jetzt wieder die Schulbank und somit die Pommesumsätze in den Schwimmbutzen drücken.

Letzte Woche kam ich gar nicht zum Schreiben, da ich unter anderem im Yachtklub aufgelegt hatte und mich auf dem MUF, obwohl ich ja eigentlich eher ein MUF – Muffel bin, am Infostand von Radio X wertvolle Inhalte zum Besten gegeben hatte.

Am Freitag hingegen war ich erstmal auf dem Friedberger Markt, aber die Leute da und ich werden wohl keine Freunde. Besonders, wenn man dann die besonders hirntoten Exemplare vorm Feinstaub dann auf dem Hals hat. Da dachte ich mir, och nee, dann geh‘ ich lieber nochmal schnell beim Shelly vorbei, der ja in der Old Fashioned Bar an diesem Abend auflegte kenntnisreich feine HipHop – Platten auflegte. Gut, ich war am frühen Abned schon mal dagewesen, um neue Tonabnehmersysteme zu installieren, und nun wollte ich natürlich nochmal schauen, ob es den kleinen Abtastern auch gut ging. DJ, Gäste und Nadeln wohlauf, na denn!

Samstags verschlug es mich in Klapperfeld, denn man gab dort einen Exkurs in Sachen Verschlüsselung, Email, und Sozialen Netzwerken, gut, es war eine Cryptoparty auch für Beginner, aber das muss halt auch mal sein. Hinterher begab ich mich zum Brückenwall 2016, der mir ob der Existenz neuer Stände, wie irgendwelche komischen Bars, die ich nicht aus dem Viertel kannte, oder E-Kippen – Verchecker manchmal ein bißchen merkwürdig vorkam. Gut, zum 95% war alles Spitze, ich wollte jetzt hier nicht rumätzen, alles gut! Ich fand es auch Klasse, dass die Sake Bar aus dem Fritschengäßchen mit dabei gewesen ist und in der Wallstraße stand auch noch ein Kran, den hätte man doch auch mit einbinden können, ne. Insgesamt ein buntes, gut besuchtes Strassenfest, bei dem man vielleicht bitte bitte darauf auchten sollte, dass es nicht zu viel und zu groß wird. Achso, gut da reingepasst hatte natürlich auch der Markt im Hof, aber auch die zahlreichen musikalischen Darbietungen. So konnte der Nachmittag in Würde gestaltet werden. Am Abend hatte ich noch eine private Geburtstagsfeier zu besuchen, deshalb endet die Beschreibung hier auch ganz abru

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend