Archiv für Juni 2016

Wochenend – Rückblick 25/26 – 2016

Fraktus im Zoom am 25 Juni 2016
Affe sucht Liebe, sonst geht Affe tot: Fraktus machten enorm viel Spaß im Zoom

Am Samstag will man ja oftmals einfach nur spätstücken, wie so oft. Also gings es flugs zum Konstimarkt, wie gehabt.

In Sachsenheim im Hofmarkt gab es mal wieder keine Süßkartoffelpommes, aber wenn man schon mal Dribbdebach ist, macht man halt noch andere Patricksachen. Zum Beispiel Zucchini- mit Süßkartoffelwürfel mischen, und diese zusammen mit Limette, Räuchertofuwürfel und Frühlingszwiebeln in einer schnellen Tomatensauce kochen, die man mit Balsamico und Meersalz und ein wenig Knoblauch abrundet. Eigentlich müsste es doch „aufrunden“ heißen, ne? Kochen ist so einfach, und macht Spaß, vor allem, wenn es hinterher noch schmeckt. Die Ungeübten können ja mit Wasser anfangen. „Heute kochen wir Wasser, die Basis vieler schmackhafter Gerichte…“. Parallel bereitete ich unaufgeregt die sonntägliche „x wie raus“ – Sendung auf Radio X vor, war es doch ein gallisches Dorf, sonntags ab 18 Uhr im Land der Fußballgestörten eine Ausgesendung zu moderieren.

Später besuchte ich die liebe Amanda im Zoom, aber auch musikalisch hatte ich eine hohe Motivation, denn die Elektropop – Chaoten – Truppe „Fraktus“ spielten auf, denn ja, ich geb es zu, ich bin bekennender Heinz Strunk – Fan. Schön war’s im Sinkast… Zoom, Nerds wir du und ich, und ein freundliches Thekenpersonal gab es noch obendrauf. Fraktus wussten zu unterhalten, waren sarkastisch und doch entspannt auf der Bühne und machten spontane Schlenker, die den Besucher*Innen oftmals mehr als ein Grinsen ins gesicht zauberten. Und das vor dem Hintergrund, so wurde mir gesteckt, dass die Jungs erst kurz vor dem Frankfurt – Gig vom leider verunglückten Southside – Festival kamen, weil dort kein Fortkommen war und das Equipment lange Zeit nicht zugänglich. Eigentlich ein Alptraum, aber ich glaube, dieJungs sehen so etwas entspannt. Ich freue mich auf’s nächste mal, wenn es vielleicht wieder heisst: „Die Toten schaun‘ Dir beim Wichsen zu.“ Eine akustische Vorlage in Form einer Schallplatte habe ich auf jeden Fall mal mitgenommen ;.)

Hinterher ging es zum Ohren ausspülen ins Feinstaub, wo zum Glück nicht ganz so schlimm der Friedberger – Platz – Mob tobte, was wohl daran lag, dass die sich Schnittmenge der Lacosteshirtständer und Pradataschenträger*Innen auf dem Opernplatzfest zugekübelt hatten, ich gönne es ihnen ja, solange sie mir nicht in der Sonner ‚rumstehen.

Na klar, Ehrensache, wenn die smarten Bumblebees inklusive Zusatzbienchen Anabell Pearl im Tiefengrund aufspielen und kenntnisreich ihre Mixtur aus Sixties, Frenchpop und Eighties Pop (Pet Shop Boys – Werkshow) abfeuern, dass ich da auch nochmal auf ein paar Dutzned Kaltgetränke vorbeischaute, auch wenn ich am nächsten Vormittag noch „etwas vor“ hatte.

Denn da ging es, schon gegen 11 Uhr einmal wieder, wir erinnern uns an letzte Woche, in die Raumstation nach Rödelheim, gaben doch dort die „Animal Liberators Frankfurt“ einen veganen Mitmachbruch, heisst, es gab gegen eine Spende Kaffee, Brötchen und veganes Frühstücksgewerk, die Gäste bringen jedoch auch etwas lecker Essbares mit, was auch recht gut funktionierte. Die Veranstalter sind im Tierschutz aktiv, und da kuschen sie auch nicht vor jedem, was auch durchaus in Ordnung ist, denn alles darf man ja auch nicht durchgehen lassen, ne! Ich hatte auch einige Aufstriche mitgebracht und liess‘ es mir dort gut schmecken. Auch die Gespräche, die ich führte, waren allesamt interessant, denn auch, wenn es die anderen ungern hören, wenn jemand in der Avocadosekte ist, ist da eine gewisse Grundemphatie durchaus vorausgesetzt.

Später ging es dann zu Radio X, und was ich da gemacht habe, kann man sich ja sicherlich denken.

In der kommenden Woche habe ich einiges vor der Linse, unter anderem am Dienstag die „theke. texte. temperamente.“ – Veranstaltung im Yachtklub, das wird fein, das spüre ich in den Bartspitzen!

So, und jetzt muß ich ein bißchen Chillen, morgen muß ich wieder die Schulbank drücken ;-)

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 24/25 – 2016

Die Raumstation sicher manövriert: Doris Night, Miss Audrey und der große Unbekannte
Die Raumstation sicher manövriert: Doris Night, Miss Audrey und der große Unbekannte

Der Samstag wollte einfach nicht aus dem Bett, der faule Hund. Aber der Neuntausender musste in Bockenheim Gebrauchtmöbel aus dem Schwedenknast abholen, was bei diesen On-Off – Duschwetter schon eine nervenzehrende Angelegenheit gewesen ist. Es kann ja nur noch besser werden, das Wetterchen. Als „das Ding“ dann nach hause geschafft hatte, belohnte ich mich erstmal beim sachsenhäusener Markt im Hof mit einer Portion Süßkartoffelpommes, das geht nämlich immer.

Späterdings machte ich mich auf den Weg nach Rödelhausen oder wie das heisst, die Raumstation war mein hehres Ziel, gab man doch dort das monatliche Tanztreffen. Unter den internationalen Spitzen – DJs befanden sich auch Miss Audrey und Doris Night, die der geneigte Leser bereits aus Radio X und von der Veranstaltungsreihe „Main. Tanz. Kater.“ her kennt. Musikalisch gab es Swing, Soul, Reggae und Balkangeschepper auf und in die Ohren, das Ganze mit einem gut gelaunten, offenen und tanzwilligen Publikum zu studentenfreundlichen Getränkepreisen. Das hatte Spaß gemacht, da muß ich wieder mal vorbeischauen! Zurück mit den Nachtbus, zum Teil gefüllt mit lauthalsen Vodka-Energy – Zechern, ging es zurück in die Innenstadt, denn meinem Lieblingsboot wollte ich auch noch einen kleinen Besuch abstatten. Musikalisch war dort nämlich DJ Groovintella aka grvtlla zusammen mit DJ Shinxx von der Disco Gäng Crew im Rahmen der Veranstaltung „Grvtlla wanna go bang with you at yachtklub“. Wenn man in den Laden kommt, und „House Nation“ läuft, dann ist auf jeden Fall musikalisch alles im Lot, das sahen die anderen Gäste wohl genauso, die zahlreich die Musik des jungen Meisters abfeierten, gehört er doch zu denjenigen, die verdammt gut auflegen können. Just saying!

Einige Konversationen später, wohl auch, weil Onkel Timo die letzte Runde eingeläutet, hatte, taperte der Neuntausender nach hause, denn auch der Sonntag wollte mit Radio X und Schreiben (das Resultat liest Du hier) beschäftigt werden. Auch um meine Fanpage hatte ich mich gekümmert, denn es ist so langsam an der Zeit, dass ich private und künstlerische Tätigkeit trenne. Ich bin mal so frei, und schieb den Link hier mit durch. Kann man ja mal machen, so billige Reklame, weil billisch kann isch.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 23/24 – 2016

Gar nicht ete pe te te, sondern Beat Petit: French Sixties Sound from D'Dorf
Gar nicht ete pe te te, sondern Beat Petit: French Sixties Sound from D‘Dorf (Foto: DJ Elviz)

Freitags kam ich auch erst spät aus der Butze, und war vielleicht ich auch deshalb der Masse an Schwarz-Rot-Goldenen Blondmädchen, bewaffnet mit Schraubverschlußweissweinflaschen, rein schon vom Erträglichkeitsfaktor, nicht gewachsen. Die Schnittmenge der Friedberger Markt – Besucher und Fußballglotzer wird hier eine deckungsgleiche gewesen sein. Nein, Fußball interessiert mich nicht, aber das nur am Rande. Also habe ich mir den Freitagabend gespart, überall Menschentrauben, nur vorm Gudes – Kiosk muss man auf dem Boden sitzen, weil einige Vierbuchstabenköppe auf den Buchstaben des Gesetzes beharren, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie ein Platz für die Menschen besser nutzbar zu machen ist, anstatt dessen Nutzung zu erschweren. Dem Namensgeber würde es freuen.

Am Samstag kam ich gar nicht erst zum Konstimarkt, denn eigentlich wollte ich zum Veggie – Strassenfest nach Würzburg, was aber dann nicht so richtig klappen wollte, und auch auf dem Markt am Hof gab es keine Süßkartoffelpommes in Ermangelung es entsprechenden Foodtrucks. Läuft gut, wenn es mal läuft. Aber der Lichtstreif am Horizont war das „Tighten up – Summer BBQ“ im Licht- und Luftbad in Niederrad. Keine offizielle Veranstaltung zwar, auch nicht wirkliche eine kommerzielle Veranstaltung, sondern eher ein lockeres Treffen, bei dem man allerdings auch niemanden wegschickte. Jeder bringt etwas Feines mit, Grillgut zum Beispiel, Bier oder Beilage, alles gerne gesehen, jedoch auch kleine Schallplatten wurden freundlich lächelnd aufgenommen, hatte doch der Organisator, DJ Elviz, auch eine handvoll Plattenspieler nebst erstaunlich guten Sound – System und einem Mischpult im Gepäck. Und so liessen es sich auflegefreudige Gäste wie Ole Heidkamp (gut, DER darf ja auch nicht fehlen), Jacob McCaffrey, Beat Petite (Düsseldorf) und Volker Capone (Bonn), nicht nehmen, ein bißchen Sound beizusteuern. Ich mach ja selten Reklame, aber der kleine Kilburn von Marshall hat schon ganz gute Boombox – Qualitäten. Achso, ich hatte einen Salat dabei, beim nächsten Mal gibt es von mir auch ein paar Tonträger auf die Ohren, denn soundmässig bewegte man sich in den Sixties mit Soul, Surf und French, natürlich auch mit Ausflügen in diverse Substile, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen, eine sehr hörenswert – entspannte Mischung unter Freunden. Mit dem Wetter hatten man Glück, Organisator Elviz hatte dafür jedoch seine ganz eigene Theorie: „Petrus muss ein Mod sein.“

Gegen Abend verschlug es mich kurz zur Galerie wk16 in die Welt der Akribik – Bilder und interessanten Fotografien der Künstlerin Evi Soufianou, auch hier wieder sixtiesreich beschallt von Bud Shaker und The Men from O.R.G.E.L., auf ein Kaltgetränk kann man hier mindestens immer mal reingucken, trinken für die Kunst und so…

Ein paar Schritte weiter wartete der Yachtklub, hier „gab“ es Double Diamond mit Kirstin von der Heydt und Ralf Barthelmes, die eigentlich in bester Tradition musikalisch an den Nachmittag unbewusst unknüpften. Irgendwie war ich aber genervt. Vielleicht lag es an bestimmten Leuten, die sich trotz Wohlstand oder gerade deshalb nicht unbedingt an jedem Ort aufhalten müssen oder eher sollten. Die können Ihren Scheiß auch im Nizza oder sonstwo feiern, anstatt mir im Mond rumzustehen. Nun denn, also wieder ab, dieses Mal in die Old Fashioned Bar, wo ich den Abend ausklingen liess. In Altsachs waren sowieso die ansonsten Weggesperrten unterwegs, und auch diese Junggesellenabschiede sind der beste Grund dafür, weiterhin einer zu bleiben.

Ich bin froh, wenn der Fußballmist vorbei ist. Natürlich bin ich da in der Minderheit, aber man muss ja auch nicht alles mitmachen.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 22/23 – 2016

Clubkeller: Garantierte Kaltgetränke - Versorgung bis 6 Uhr morgens
Clubkeller: Garantierte Kaltgetränke – Versorgung bis 6 Uhr morgens. (Serviervorschlag, Symbolfoto)

Da war ja ganz schön was los, am letzten Wochenende. Und damit meine ich nicht die inflationäre Häufung an Events wie zum Beispiel dem Au-Fest, das Bergerstraßenfest für Linke, sondern beim Neuntausender im Allgemeinen.

Am Freitag begab ich mich zu allervorderst in die Alte Liebe, denn die Singer/Songwriter – Schnuckies Paul & Elisabeth gaben eines ihrer seltenen Konzerte, und ausserdem konnte ich dem Elisabeth mal sein Mikro zurückgeben. Ich hab‘ ja eh nichts zu sagen, für was brauche ich ein Mikrophon? Nein, das ist natürlich Unnsinn. Manchmal könnte ich mir den ganzen Tag die Ohren zuhalten, damit ich mir nicht mehr zuhören muss. Aber wenn ich Lösungen brauche, spreche ich lieber mit kompetenen Personen. Ich kann mir da ganz gut helfen. Auf jeden Fall hatten die Richtigen vor ALi gesessen und plauschten, während der P&E – Vorfolker seine Gefühlte vertonte und wir lässig, entspannt und ohne Hatz von H9 unsere Getränke entgegennahmen, H7 und H8 hatten ja frei an diesem Tag. Ich kann mir ja keine Namen merken, gerade bei Weiblichen ist es ganz schlimm, deshalb verteile ich Alphanumerische bezeichnungen. H7 und H8 haben damit kein Problem, mit den Reihen A – F pflege ich keinen Kontakt mehr. Läuft. Schön angefeiert ging es dann weiter in die Old Fashioned Bar zur Aftershow Party der russische-legendären Surf – Combo „Messer Chups“, die live vorher schon den Yachtklub unsicher gemacht hatten. Sind auch so ganz cool, hatte ich schonmal im Studio gehabt, brauchen halt manchmal eine Weile, bis sie auftauen. Auf Jeden wurde die Old Fashioned Bar jut jerockt, den Anfang machte DJ Tula Trash, gefolgt von Svetlana Zombierella Nagaeva (St. Petersburg) von den Messerschleckern (von span. chupar = „schlecken; saugen“ ), vermutlich gefolgt von DJ Konrad und DJ Bud Shaker. Gut war es, ein bißchen Hamburg in Mitten der Junggesellinnenabschiedsterrorzone, dem Ausgangsviertel für die Weggesperrten und der Russian Standard – Red Bull – Besteller, ist doch das Old Fashioned das Auge im Orkan, Tür zu und das Chaos bleibt draussen.

Am nächsten Morgen ging es zum Radio X – Hofflohmarkt in die Kurfürstenstrasse, ich hatte mich mal freiwillig gemeldet zum Kaffee / Kuchen verchecken und zum allgemeinen Kramm machen. So gegen 15 Uhr wurde ich auch dann langsam wach. Der Flohmarkt war eine Kolaboration der im Gebäude ansässigen Stadtteilbücherei, der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (gjb) und dem Tonstudio „Feinton“, denn durch die Bündelung spricht man eben auch zahlenmäßig ein größeres Publikum an. Fein war es, auch wenn das Wetter wechselte wie ein Zebrastreifen die schwarz-weiss – Töne, aber es war gut zu ertragen und ein bißchen Regen zwischendurch ist ja auch nicht ganz unungefährlich.
Später wurden die Platten geschultert, denn es ging einmal wieder in tiefe Keller, um diese unsicher zu machen und um die Puppen nicht nur tanzen, sondern zappeln zu lassen wie die Rassel eines, hm, Umherpilger-Rasselheinies eben. Natürlich war ich nicht allein, denn mit DJ Jimmy Jack und Boris Szech sind wir im geheimen natürlich die Power Rangers und offiziell die Vinylriders. War ein schön, Baby, da haste zwei Euro. Nein, ehrlich, war Klasse, auch wenn mehrere Events gleichzeitig stattfanden, der Laden war zur Peaktime gut gefüllt mit tanz- und trinkbereiten Menschen, das ist ja auch die Hauptsache. So eine Ische wollte „was von den Onkelz hören“, die hab‘ ich zum Teufel gejagt. Ich glaub wohl, es geht los. Soll ihren Müll zuhause hören. Ist dann auch gegangen, und gefühlt der ganze Laden so: Oooooh! Früh war ich dann später im Bettchen, Bett Oh Bett, manchmal wirst Du einfach unterschätzt in Deiner alles in den Schatten stellenden Göttlichkeit.

So habe ich dann erstmal geratzt und nach dem Aufwachen fiel es mir ein: Stimmt, war ja klar, dass es am Samstag geregnet hatte. Musste ja. Es regnet schließlich immer auf dem Bergerstrassenfest. Ich freu mich ja eher auf den BrückenWall, denn der Main fungiert manchmal gefühlt so ein wenig als natürliche Idiotensperre.

So, jetzt muss ich ab, ’ne vegane Pizza spätstücken. Vegan Low Carb wäre gut. Aber man kann ja nicht alles haben. Menno!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend