Wochenend – Rückblick 12/13 – 2016

Letzte Vorbereitungen im Yachtklub, kurz vor der Wiedereröffnung. Yippieh!
Letzte Vorbereitungen im Yachtklub, kurz vor der Wiedereröffnung. Yippieh!

Hui, hui, hui, da sind schon wieder zwei Wochen ins Land gegangen, stimmt ja, es war ja auch Ostern. Und weil man ja traditionsgemäß in Frankfurt ein bißchen überfordert ist von langen Wochenenden, die zudem noch von der unterschwelligen, nicht vorhandenen Trennung von Staat und Religion durchzogen sind, hatte ich es vorgezogen, ein wenig in Schloß Hellstein zu verweilen. Dort gab es unter anderem ja auch Mexikana und veganes Osterhasennaschwerk.

Mexikana gab es indes auch am Gründonnerstag in der Galerie wk16 in der Walter Kolb Strasse 16, wo man sich schön unters Parkhaus duckt und Kunst zum Zwecke des Verkaufs ausstellt. Großformatige Portraits von Vanja Vukovic gab es dortzu bewundern, und ich war auch ein wenig zugange. Manchmal muss man eben Neues wagen, und so ließ ich die Schallplatten zuhause und packte einige Synthesizer zusammen, um die kleine Lokation elektronisch live zu beschallen. In Anlehnung an eine berühmtes Pelztier spielte ich als „Sputnik the Cat“ für ungefähr sechs Stunden live, es gefiel, so dass wir das am 14. April wiederholen werden. Grandioser Spaß, das!

Letztes Wochenende ging auch einiges, schon am Donnerstag war ich mit dem Projekt „Main. Tanz. Kater.“ in der Old Fashioned Bar zugange, wobei der musikalische Hauptpart von den beiden Smarties Miss Audrey und Doris Night getragen wurde, die man ja auch als Musikexpertinnen vom Tanztreffen in der Rödelheimer Raumstation kennt. Da ging einiges in Sachen Swing, Jazz, Elektropop und Artverwandtes durch die Lautsprecher, und hier wurden wir sogar vom Personal genötigt, eine ganze Reihe in dem Laden zu machen, so gut gefiel es. Dem werden wir wohl unwidersprochen Folge leisten!

Am Freitag war ja der große Tag. Meine Aussenterasse hatte ihre Pforten wieder geöffnet, der Yachtklub ist wieder da, hurra! Manchmal gibt es eben doch Gerechtigkeit, und wenn die Disconutten eine gute Idee abgraben, um sie dann im Südmain zu versenken, so geschieht es ihnen nur Recht! Doch jetzt hat der Käptn Hans wieder das Runder in fest im Griff, und das mit tatkräftiger Unterstützung. Ich war bereits vor der Eröffnung zugange, hab‘ noch ein paar Möbel hin- und hergetragen, denn später am Abend hatte ich selbst andererorts Platten zu drehn.

Der bärtige Mann aus Brasilien hatte eine neue Lokation zum Auflegen ausgegraben, und hier muss man wirklich sagen: Wow, neben der Old Fashioned Bar ein weiteres Goldstück im Wochenend – Areal für Weggesperrte. Das Ganze hört auf den Namen „Le petit Maison Rouge“ in der Grossen Rittergasse und ist gar schnuckelig. In dem kleinen, roten Häuschen darf man sich auf zwei Stockwerken räkeln, gerade oben auf feinem Sixties, oder vielleicht auch Fifties – Interieur, sogar ein rotes Bettchen steht oben bereit. Aber wie das Leben so spielt, kaum hat man die ersten Platten durchgeschreddert, steht der Trachtenverein auf der Matte, weil man sich nebenan von der Musik gestört fühlte. Naja, aber ganz ehrlich, in Alt-Sax, ne. Die Polizei jedoch war entspannt, freundlich und zuvorkommend, die Jungs haben wahrscheinlich schon genug Stress mit betrunkenen Vollidioten, man zeigte Verständnis für die Situation und beriet den Betreiber, wie man die Geschichte ohne Ärgernis weiterführt. Gut, man hat den Master runtergedreht und bis um zwei Uhr Funkplatten gespielt, das ging dann auch und ich werde da sicherlich auch noch öfters mal spielen.

Samstags hatte ich es dann mit der Fürstin doch nochmal „aufs Boot“, geschafft, denn im Rahmen der Reihe „The Beatniks“ beschallten die Sixties – Experten DJ Konrad und Marc-Andre Buckner, beide ja auch vom UP-Club im Clubkeller bekannt, kenntnisreich die tanzbereite Meute. Hach, das Boot, das Boot. Was soll ich sagen? Vielleicht nochmal: Yippieh!
Zuvor, da es ja auch auf dem Weg liegt, wie praktisch, haben wir nochmal bei DJ Swingjac im Ponyhof reingelurt, bei Ihm gab es natürlich Elektroswing auf die Ohren, und der Laden ist ja auch traditionell eine gute für Adresse für die scheppernden Geigen und Trompeten, die gerne mal mit einer fetten Bassdrum kuscheln. Um das Maß voll zu machen, gab es noch einen breitbandigen Ausflug in die Welt der Tanzmusik bei DJ Jazzmadass in der Old Fashioned Bar. Das hatte fein gepasst, so waren wir auch ein bißchen beschäftigt, denn man muß sich ja auch beschäftigen, wenn man nicht vor Langeweile ins Gras beißen will.

Später musste jedoch an der Matraze gehorcht werden, denn am nächsten Tag war ich Komparse beim Frankfurter Tatort – Dreh, aber das, liebe Mädchen und Buben, ist vielleicht eine andere Geschichte!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend