Archiv für April 2016

Wochenend – Rückblick 14/15 – 2016

Parkhaus wk16: Sputnik the Cat, ein echter Stichler und die smarte E.
Parkhaus wk16: Sputnik the Cat, ein echter Stichler und die smarte E.
Foto: Nashi Young Cho

Schon wieder war die Woche rum, bevor sie begonnen hatte. Ja, so kann es gehn, ne!

Am Donnerstag schnappte ich mir mal wieder ein paar analoge Klangerzeuger, um als „Sputnik the Cat“ in der Galerie Parkhaus wk16 ein wenig Beschallungsschabernak zu den großformatigen Bildern des Künstlers Stefan Stichler zu betreiben. Und trotz des Donnerstags, an dessem Ende, nämlich am Freitagmorgen, sich die arme arbeitende Bevölkerung wieder aus den Betten prügeln muss, war die weisse Butze doch erstaunlich gut frequentiert. Gut, es gab auch was zu drinke. War ein schöner Abend, es waren die richtigen Leute da, so macht das Filtergeschraube doch gleich doppelt so viel Spaß, das mache ich bestimmt bald wieder. Mal schauen, ob auch mal ein anderes Booking zum Livespielen hereinkommt, ich bin ja offen und hab kaum was zu tun. Wenn jemand was weiß zum Thema Booking, aber auch zu den Bereichen Projektmanagement, Texten, Planung etc, ich bin immer noch auf der Suche nach einem Brötchengeber. Hinweise nimmt in Wien Peter Nidetzky via ptrk9000 ÄT googlemail.com entgegen. Naja, vielleicht liest auch der Kater die Mails und maut mir Interessantes an. Ab und zu muß man auch mal was in eigener Sache durchreichen.

Am Freitag bereits tauschte ich die Synthesizer gegen kleine Tonträger, nein, keine USB Sticks, sondern Seven Inch Singles, denn als die Vinylriders aka Boris Szech, Jimmy Jack und Patrick Neuntausend machten wir „das Boot“, na klar, den Yachtklub unsicher. Und da war ganz schön was los, gar fein, wie das Boot schaukelte, weil die Leute so toll unsere Musik betanzt hatten! Das mache wir bestimmt mal wieder, auch toll übrigens, wieder an Bord sein zu dürfen. Da hatte mir ganz schön was gefehlt, ne!

Auch Samstags blieb ich im Distrikt, am Mittag ging es erst einmal zum Süßkartoffelpommesnaschen zum „Markt im Hof“ und später in die Old Fashioned Bar, denn im Rahmen der Sachsenhausen-Night legte dort Monsieur Schnürschuh auf, ein alter Hase in Sachen Worldmusic, Balkanbeats, HipHop und Remixes. Gekonnt bespielte er den sich immer mehr füllenden Laden und machte den Abend so richtig schön und rund!

Nach ein paar weiteren Schlenkern und der Feststellung, dass es vegan nichts ausser Falafel und Batata Harra in der Dönerkurve nichts zu holen gibt und dass es das ja nicht sein kann, begaben wir uns in die Heiabettchen, denn am nächsten Tag ging es ja noch „zum Radio“!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 13/14 – 2016

Zsch, Krz, Krk: Der Neuntausender am Drumsynthesizer im Rahmen des Electronic Beat Battles im Orange Peel Zsch, Krz, Krk: Der Neuntausender am Drumsynthesizer im Rahmen des Electronic Beat Battles im Orange Peel

Yippeh! So langsam zieht das Wetter an in Richtung Gutsein, das Boot ist wieder da und ich habe jedes Wochenende "zu tun". So gefällt das dem Neuntausender!

Am Donnerstag gab Slamveranstaltungsurgestein Jürgen Klumpe den "Electronic Beat Battle 2016, Musikmessen - Edition", das meinte, Musiker traten mit eine kleinen Kiste, Laptop oder einer Groovebox für jeweils 10 Minuten an, um sich gegenseitig zu battlen. Aber so richtig geht es hierbei gar nicht ums Gewinnen, viel interessanter ist doch die Teilnahme, zu Schauen, wer welche Kiste dabei hat und wie sich die anderen so anhören. Guten gefüllt war es hierzu im "unten - Peel", so langsam spricht sich die Qualität dieser Veranstaltungsreihe wohl doch herum. Da wurde fein geschraubt, gefiltert und getriggert, Kaltgetränke wurden in freudigen Zügen geleert und Gerätetipps ausgetauscht. Schön war der Beitrag aus München von "Lisaholic", die mit einem Looper ihre eigenen human Beatbox-Sounds sampelte, um dann über diesen sehr trickreich angelegten Soundteppich mit gesellschaftskritischen Texten zu singen und zu rappen. Local Heros wie Guba, Zid und Zarkov durften hier nicht fehlen, genauso wie der Siegfried, Bernie (Aliens Project) und der Neuntausender. War ja klar, dass ich mich da wieder rumgetrieben habe. Natürlich waren noch mehr Künstler zugange, aber ich scheibe ja Texte und keine Listen. Für den Abend hatte ich mir einen Formanta UDS unter die Arme geklemmt, ein 12 Kilo Drumsynthesizer - Watz from Russia with love, dessen Oszillatoren jeden Laden zerlegen könnten, wenn man das denn wollte. Gewonnen hatte ich nicht, aber darum geht es auch nicht, jedoch hatte sich Carlos Fernández (Spanien) mit mir zusammengetan, um mit seinem 303 - Clone und meiner Russenkiste einen Zusatzact zu bestreiten. Ei, das war ein schöner Spaß! Gerne möchte viele weitere tolle Abende in dier Qualität erleben!

Am Samstag gab ich den Shopping Guide für die Fürstin von Hellstein, die hatte nämlich Besuch von der Prinzessin von und zu Luxemburg mit dem Ziel, sich neu einzukleiden. Nichts leicher als das, hatte ich doch schon zuvor ein pdf mit einem Verzeichnis sämtlicher Geschäfte auf und im Umfeld der Zeil übermittelt und konnte kenntnisreich gegen den Zwischendurchhunger assistieren. Natürlich beginnt so ein Shopping - Trip mit einen Kaltgetränk und endet mit prall gefüllten Taschen voller Geschmeide und erlesener Gewänder.

Danach wollte der Neuntausender ein wenig chillen, denn schon kurze Zeit später ging es in die Old Fashioned Bar, um als einer der Vinylriders dort die Platten zu schwingen. Da allerdings meine anderen Mitstreiter mit terminbedingter Abwesenheit glänzten (abbenes Bein, Dorett Bar), hatte ich mit als Auflege - Sidekick keinen geringeren als Steryo C.E.M. ("Bosphorus Funk Heroes") eingeladen, der ja als umtrieber Producer im Sachen HipHop, Radio X und anderweitig unterwegs ist und natürlich über einen unglaublichen Fundus an HipHop, Funk, Soul, Jazz, Library und oriental Beats verfügt. Da gerade die Titel mit orientalischen Touch schwer auf Vinyl zu bekommen sind, brach ich die Schallplatten - Regel des Vinylriders - Kodex und Cem spielte mit Controller und Laptop. Und bevor sich da künstlich aufgeregt wird, Cem ist DJ, nämlich so einer, der mixen kann und die Lautstärke unter Kontrolle hat. Auch musikalisch hatte das sehr schön harmoniert, im Doppel back2back, das heisst, jeder hatte immer zwei Titel an Stück gespielt. Die Auswahl wurde freundig betanzt, benickt und hatte schon einigen Besuchern unseres kleinen Abends ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. In den frühen Morgenstunden packten wir aber unsere Siebenplatten, denn auch der Neuntausender musste über die sieben Berge in den Elfenbeinturm, während der gute Cem die sieben Brücken nach Hause nahm.

Am nächsten Tag ging es dann noch zu Radio X und und und...aber das, liebe Elfen und Trolle, erzählt Euch der Südmainräuber ein anderes mal.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend

Wochenend – Rückblick 12/13 – 2016

Letzte Vorbereitungen im Yachtklub, kurz vor der Wiedereröffnung. Yippieh!
Letzte Vorbereitungen im Yachtklub, kurz vor der Wiedereröffnung. Yippieh!

Hui, hui, hui, da sind schon wieder zwei Wochen ins Land gegangen, stimmt ja, es war ja auch Ostern. Und weil man ja traditionsgemäß in Frankfurt ein bißchen überfordert ist von langen Wochenenden, die zudem noch von der unterschwelligen, nicht vorhandenen Trennung von Staat und Religion durchzogen sind, hatte ich es vorgezogen, ein wenig in Schloß Hellstein zu verweilen. Dort gab es unter anderem ja auch Mexikana und veganes Osterhasennaschwerk.

Mexikana gab es indes auch am Gründonnerstag in der Galerie wk16 in der Walter Kolb Strasse 16, wo man sich schön unters Parkhaus duckt und Kunst zum Zwecke des Verkaufs ausstellt. Großformatige Portraits von Vanja Vukovic gab es dortzu bewundern, und ich war auch ein wenig zugange. Manchmal muss man eben Neues wagen, und so ließ ich die Schallplatten zuhause und packte einige Synthesizer zusammen, um die kleine Lokation elektronisch live zu beschallen. In Anlehnung an eine berühmtes Pelztier spielte ich als „Sputnik the Cat“ für ungefähr sechs Stunden live, es gefiel, so dass wir das am 14. April wiederholen werden. Grandioser Spaß, das!

Letztes Wochenende ging auch einiges, schon am Donnerstag war ich mit dem Projekt „Main. Tanz. Kater.“ in der Old Fashioned Bar zugange, wobei der musikalische Hauptpart von den beiden Smarties Miss Audrey und Doris Night getragen wurde, die man ja auch als Musikexpertinnen vom Tanztreffen in der Rödelheimer Raumstation kennt. Da ging einiges in Sachen Swing, Jazz, Elektropop und Artverwandtes durch die Lautsprecher, und hier wurden wir sogar vom Personal genötigt, eine ganze Reihe in dem Laden zu machen, so gut gefiel es. Dem werden wir wohl unwidersprochen Folge leisten!

Am Freitag war ja der große Tag. Meine Aussenterasse hatte ihre Pforten wieder geöffnet, der Yachtklub ist wieder da, hurra! Manchmal gibt es eben doch Gerechtigkeit, und wenn die Disconutten eine gute Idee abgraben, um sie dann im Südmain zu versenken, so geschieht es ihnen nur Recht! Doch jetzt hat der Käptn Hans wieder das Runder in fest im Griff, und das mit tatkräftiger Unterstützung. Ich war bereits vor der Eröffnung zugange, hab‘ noch ein paar Möbel hin- und hergetragen, denn später am Abend hatte ich selbst andererorts Platten zu drehn.

Der bärtige Mann aus Brasilien hatte eine neue Lokation zum Auflegen ausgegraben, und hier muss man wirklich sagen: Wow, neben der Old Fashioned Bar ein weiteres Goldstück im Wochenend – Areal für Weggesperrte. Das Ganze hört auf den Namen „Le petit Maison Rouge“ in der Grossen Rittergasse und ist gar schnuckelig. In dem kleinen, roten Häuschen darf man sich auf zwei Stockwerken räkeln, gerade oben auf feinem Sixties, oder vielleicht auch Fifties – Interieur, sogar ein rotes Bettchen steht oben bereit. Aber wie das Leben so spielt, kaum hat man die ersten Platten durchgeschreddert, steht der Trachtenverein auf der Matte, weil man sich nebenan von der Musik gestört fühlte. Naja, aber ganz ehrlich, in Alt-Sax, ne. Die Polizei jedoch war entspannt, freundlich und zuvorkommend, die Jungs haben wahrscheinlich schon genug Stress mit betrunkenen Vollidioten, man zeigte Verständnis für die Situation und beriet den Betreiber, wie man die Geschichte ohne Ärgernis weiterführt. Gut, man hat den Master runtergedreht und bis um zwei Uhr Funkplatten gespielt, das ging dann auch und ich werde da sicherlich auch noch öfters mal spielen.

Samstags hatte ich es dann mit der Fürstin doch nochmal „aufs Boot“, geschafft, denn im Rahmen der Reihe „The Beatniks“ beschallten die Sixties – Experten DJ Konrad und Marc-Andre Buckner, beide ja auch vom UP-Club im Clubkeller bekannt, kenntnisreich die tanzbereite Meute. Hach, das Boot, das Boot. Was soll ich sagen? Vielleicht nochmal: Yippieh!
Zuvor, da es ja auch auf dem Weg liegt, wie praktisch, haben wir nochmal bei DJ Swingjac im Ponyhof reingelurt, bei Ihm gab es natürlich Elektroswing auf die Ohren, und der Laden ist ja auch traditionell eine gute für Adresse für die scheppernden Geigen und Trompeten, die gerne mal mit einer fetten Bassdrum kuscheln. Um das Maß voll zu machen, gab es noch einen breitbandigen Ausflug in die Welt der Tanzmusik bei DJ Jazzmadass in der Old Fashioned Bar. Das hatte fein gepasst, so waren wir auch ein bißchen beschäftigt, denn man muß sich ja auch beschäftigen, wenn man nicht vor Langeweile ins Gras beißen will.

Später musste jedoch an der Matraze gehorcht werden, denn am nächsten Tag war ich Komparse beim Frankfurter Tatort – Dreh, aber das, liebe Mädchen und Buben, ist vielleicht eine andere Geschichte!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//Patrick Neuntausend