Archiv für September 2014

Wochenend – Rückblick 39/40 – 2014

Shake it - blauspan33 im Neglected Grassland
Shake it – blauspan33 im Neglected Grassland – Ein Konzert im Wohnzimmer…

So ein Freitag kann manchmal gar nicht früh genug kommen, erscheinen, sich einem daherschenken. Jeder ungerade Tag müsste einer sein. Und jeder Gerade ein Samstag. Das wäre schön optimal. Aber da gäbe es sicherlich wieder jede Menge Kritiker aus den Reihen der Kapitalisten, die Angst bekämen, dass ihre Geldmengen abschmelzen wie dereinst der EU-Butterberg. Also musste auch ich wieder unter der Woche Kompetenz simulieren und die Maus über den Schreibtisch schubsen, damit der Ertrag am Monatsende stimmt. Famous first words.

So begaben wir uns am Freitag am frühen Abend in innenstädische Passagen, gut versteckt vor nächtlicher Wegwerfgesellschaft, zu den Richtigen, damit der Abend in Schönheit und Würde verstreichen möge.

Um genau zu sein, fanden wir uns im „Neglected Grassland“ ein, bei Nicole und Hans, denn wir als „x wie raus“ – Redaktion hatten einen Auftrag. Aber dazu werde ich gleich kommen. Denn zuvor spielte in kuscheliger Wohnzimmeratmosphäre „blauspan33“ auf, ein feines Frankfurter Popjazz – Duo, bestehend aus Rebecca Berg und Hans-Georg Schwab, welchem wir bereits im Yachtklub oder am Schwedler See andächtig lauschen durften.

Nach dem feinen Konzert hatten wir als „x wie raus“ – Redaktion den Auftrag, um nicht zu schreiben, die heilige Pflicht, das NG tanzbar zu beschallen. Wir hatten vor einiger Zeit beschlossen, nicht nur über Veranstaltungen zu berichten, sondern selbst aktiv ins Nachtleben einzugreifen, indem wir als Redaktion hier und da die Tonträger auspackn und uns gerne in Gespräche über das Radiomachen verwickeln lassen. Denn nicht jede Stadt hat so einen interessanten Radiosender wie Frankfurt mit Radio X.
Mit von der Partie waren dieses mal Doris Night, Mrs Audrey, Silke, Kristof und ptrk9000, was einen irrsinnigen Ritt durch verschiedene Musikstile bedeutete und auch wieder einfach nur Party ohne irgendwelches Teachen. Zwischen Funk, Elektro, Soul, Swing und Achtziger war wohl alles dabei, was das Herz begehrte. Und so wurde ein wenig getanzt, oder begab sich entweder in den schönen Innengarten oder in die Passage, wenn man nicht in der Bar bleiben wollte, und führte interessante Konversationen lachte und und hatte Spaß. Ein abwechslungsreicher Abend unter Freunden eben. Ich glaube, das machen wir bald mal wieder. Allerdings waren wir am frühen Morgen, sanft ermattet, auch einem schönen Heiabettchen nicht abgeneigt. Und nun warten wir auf den nächsten Freitag, möge er sich in Bälde zeigen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 38/39 – 2014

Becky Lee and Drunkfoot im Feinstaub - Feines Konzert!
Becky Lee and Drunkfoot im Feinstaub – Feines Konzert!

Es geht ja nichts über ein ausgewogens Frühstück am frühen Morgen, auch wenn dieser nur in meiner Welt ein Früher gewesen ist und ich auf dem samstagäglichen Konstimarkt schon verwundert angeschaut wurde, als ich um ca 14:30 Uhr den Standbetreibern einen „Guten Morgen“ wünschte. Aber da wollten sie rein, die Bratkartoffeln mit Gemüse, die Tage waren gezählt, dem Herumgefaulenze in der Bratpfanne musste ein Ende gesetzt werden.

Derart gestärkt ging es dann kurz nach Hause, denn der Klapprechner wollte mit ins Radio X – Studio, da dort Ulrike und Meinereiner die tagesaktuelle „x wie raus“ – Sendung bestritten. Eigentlich wollte eine Künstlerin und eine weitere Band zum Interview vorbeikommen, aber die Eine hing noch im Soundcheck, und die anderen autopannenbedingt auf irgendeinem Seitenstreifen. Allerdings liess es sich die smarte Becky Lee aus Arizona nicht nehmen, mit uns spontan ein Telefoninterview zu führen. Sehr fein und höchst erfreulich!

Ehrensache und vielleicht auch volle Absicht, dass wir dann später im Feinstaub eintrafen, um dem Konzert von Becky Lee and the Drunkfoot beizuwohnen, auch immerhin das dritte Mal, dass uns die smarte Dame beehrte. Gut gefüllt war es im Feinstaub, vielleicht auch, weil Onkel Tamo sich ein neues Styling zugelegt hatte (Chic!), aber sicherlich wegen der tollen Show dieser Ausnahmekünstlerin. Becky Lee and the Drunkfoot ist wohl die einzge One-Woman-Band weltweit, die Riot Blues & Trash‘n'Roll spielt und von der sich so einige durchtätowierte Kollegen durchaus mal eine Scheibe abschneiden können. Da wird live gleichzeitig Gitarre und Schlagzeug gespielt, um nicht zu sagen, auf den Putz gehauen, um dann im nächsten Moment mit feiner melancholischer Stimme zu verzaubern. Das war schön, wir freuen uns schon auf das nächste Konzert. Während die Hinterher-DJs LSDirk und Konrad nach dem Konzert noch dableiben „mussten“, galoppierten wir über den Main in den kleinen, gemütlichen Dreikönigskeller, denn dort sollten vor der „TightenUp“ – Sixties – Party „The Limboos“ aufspielen. Hierbei handelte es sich eine Combo aus Madrid, die kenntnisreich im Bereich des exotic Sixties – R‘n'B aufspielte, extrem tanzbar mit einer Prise Surf, und das mit einer Drummerin, die auch durch besonders excelltentes Timing auffiel. Auch hier hatte das Konzert uns einen immensen Spaß bereitet, aber irgendwie war es auch klar, sind „The Limboos“ doch auf dem gleichen Label in Barcelona zu finden wie „The Exitements“.
Auch hier war der Keller war gut gefüllt und die Band verbreitete eine verdammt gute Stimmung, so wünscht man sich das, ne!
Zum TightenUp! bin ich aber nicht mehr geblieben, nach Hause war das hehre Ziel, bin aber dann nochmal kurz in die „Old Fashioned Bar“ eingekehrt, hat doch dort Thommy Rinke an den Plattenspielern gestanden, und das verspricht auch immer eine feine musikalische Selektion irgendwo zwischen Jazz, Sixties und Soul. Na, wie das so ist, man quatscht sich fest und bleibt dann noch ein Weilchen. Aber hinterher gab es ein Lastenwagenladung voll Schlaf, das war auch dringenst erforderlich. Chhrrr!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 36/37 – 2014


Südmain Zef – Style: Marcel Landgraf (x wie raus, Radio X), ptrk9000 (Vinylriders), Cassandra (smalldogsarmy) (Foto: Guido Braun)

Da war was los, an diesem Wochenende, na hören sie mal! Angefangen hat es schon am Freitag in der „Old Fashioned – Bar“, die nach der Sommerpause in renovierten Gewand daherkommt und ab sofort die Gäste noch gemütlicher umschmeichelt, hat man doch alle hellen Farbtöne gegen noch angenehmere in Dunkelgrün und samtigen Rot getauscht und auch neue Sitzelemente installiert. Genau das Richtige für die „Vinylriders“, als die wir an diesem Freitag einmal wieder diese kleine, gemütliche Bar unsicher machten und die schwarzen Scheiben, vornehmlich aus den 50ern, 60ern und Siebzigern niedrig fliegen liessen. Florian H und meinereiner machten wohl eine recht gute Figur, denn kurz nach Mitternacht tanzten die Puppen bei ausgelassener Stimmung und viel Spaß bei der Sache, und das mitten in Alt – Sachsenhausen, im Auge des Orkans!

Der Samstag, Kurzer, der hatte es in sich. Schon am frühen Vormittag ging es zum „Brücken- // Wallstraßenfest“, denn unsere Crew um die „x wie raus“ – Redaktion (Radio X) hatte ein Stück vom Kuchen der „Alten Liebe“ in liebevoller Überlassung in ihrer Obhut, sprich einen kleinen Stand auf dem schönsten Straßenfest der Welt. Eigentlich wollten wir ein wenig Reklame für unser charmantes Ausgehmagazin machen und haben aber dabei frische, hausgemachte Melonenlimonade für kleines Geld angeboten, denn alkoholische Getränke gab es da ja allerorten, und da wollten wir eben mal etwas Feines für die Kleinen und großen Kleinen anbieten, was auch bombeneinschlagsmäßig gut angekommen ist. Ich glaube, sowas machen wir mal wieder. Ausserdem war das Wetter ebenfalls ein bombiges, lecker war übrigens auch die Tortilla von der Alten Liebe (Mit viel Liebe von Sigi!), der Kartoffelsalat von der CafeBar – Brücke und vegetarische Burger zum Selbstzusammenstellen gab es auch noch, verzeiht mir, wenn mir der Anbeiter nicht einfällt ‚grad! Dort befand sich wohl im Übrigen der Treffpunkt gutherziger und charmanter Digitaluhrenträger, aber das mag vielleicht auch nur in meiner Welt so gewesen sein! Natürlich gab es noch andere Leckereien, aber alles schaffe ich nun mal nicht ;-)
Gut fand ich auch, dass sich die Stände mit der musikalischen Gestaltung abgesprochen haben, so dass es nicht zu einem bergerstraßenfestähnlichen Soundclash kam, sondern die anderen gefälligst die Regeler herunterfuhren, die Stopp – Taste drücken und das Laptop zuklappten, wenn an einem anderen Stand zum Beispiel eine Live – Band spielte! Wie viel angenehmer das doch gewesen ist. Vielen Dank auch an David Eisenberger, der sich mal wieder für die Sache voll reingekniet hat.

Am Abend ging es grade in der Alten Liebe munter weiter, denn einige Mitredakteuere von „x wie raus“ – Redaktion, darunter auch meine Wenigkeit, haben sich vom traurigen Wirt zum Auflegen shanghaien lassen, und so haben wir aber so dermassen vom Leder gezogen, meine Fresse, ging das ab, sowas hatte das kleine Wohnzimmer selten gesehen. Auch wenn der Technikequipmentgott uns in die Suppe spucken wollte, so haben wir doch munter das Rad weitergedreht, Doris Night, Der Schneider, Miss Audrey und ptrk9000 haben auch hier wieder eine tanzbare Mischung aus Achtziger, Swing, Funk und Artverwandtem zusammengestellt, was von den feierbereiten Menschen liebenvoll betanzt wurde.

Aber so Mitten in der Nacht musste ich heim, eine Mütze voll Schlaf fangen, denn am Sonntagmorgen ging es zum Musikflohmark auf dem Gelände der neuen Batschkapp, ich hatte zwar keine Musikinstrumente zu verkaufen, aber das ist vielleicht eine andere Geschichte!

Jetzt muss ich nochmal raus, den letzten Hauch Sommer einfangen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000