Archiv für Juni 2014

Wochenend – Rückblick 26/27 – 2014

Two tough guys - The Vinylriders in der Stereobar
Two tough guys – The Vinylriders in der Stereobar

Nach diesem eher für mich ereignislosen Wochenende wird das hier eher ein Quickie! Just a kwik one! So kann es gehen, wenn es einem am Freitag abend bis einschließlich Samstagabend niederstreckt und selbst das auf der Schnauze liegen schon nervt. Nix Markt oder Osthafenfest. Kannste abhaken, mein Feund!

Nun denn, am Samstag kurz vor Mitternacht zog es mich schon nochmal in die Stereobar, denn Florian H. aus Darmstadt sowie ptrk9000, also meine Wenigkeit, waren als „The Vinylriders“ sowas von „dran“!

Schon seit 20 Uhr war dort eine kleiner Feierei ongoing, was auch bedeutete, dass bereits einige feierbereite Gäste den Laden gefüllt hatten. Gutes Omen also.

Nach dem die Krake Fußball die Menschen aus ihrem Bann entlassen hatte, füllte sich der Laden nahezu schlagartig, zwar nicht bis unter die Decke, aber man muß sich ja auch nicht immer aneinander vorbeiquetschen müssen.
Und so liessen wir die kleinen Seven Inch Singles niedrig fliegen, denn illustre Gäste wie Irene Reid, Gizelle Smith oder The Buttshakers, aber auch Musiker mit Footprint wie James Brown, Tom Jones und auch der King mussten dran glauben und ihre Runden auf den 1210ern drehen. Nicht nur den Leuten gefiel’s, denn auch wir hatten viel Spaß in dieser Nacht und so feierten wir bis in die frühen Morgenstunden. Als mich im Elfenbeinturm die Morgensonnen begrüßte, gerade rechtzeitig, um das Pelztier zu verfrühstücken, fiel auch der Neuntausender in einen tiefen Schlaf! Gut so, denn am Sonntag wartete ja noch die „x wie raus“ – Sendung auf mich und sportlich-fleissig wollte ich auch noch sein.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 25/26 – 2014

Mittsommer im Neglected Grassland - x wie raus macht die Nacht zum Tag!
Mittsommer im Neglected Grassland – x wie raus macht die Nacht zum Tag! (Foto: Vermutlich ptrk9000)

Nachdem ich letztes Jahr zu Mittsommer durch isländische Fischstinkekäffer getourt bin, habe ich dieses Jahr beschlossen, mal in Frankfurt zu bleiben. Sicherlich nicht die größte Überraschung, aber im Anbetracht meiner Fußballguckabneigung dann doch wieder ungewöhnlich, hält man sich vor Augen, dass in Frankfurt man von jedem Kiosk, welches einen Flachbildschirmfernseher sein eigen nennet, mit diesem Sportereignis gequält wird. Vielleicht hätte ich doch auf Island meine Ruhe gehabt, mit einem Kaldi – Bier dem Polarkreis so nahe. Vor zwei Sätzen hätte ich auch das Wort „Plasmabildschirm“ verwenden können, aber das klingt so nach 70er – Jahre Science Fiction. Gar nicht utopisch war im Übrigen die positive Erwartungshaltung an das Wetter, welche auch in epischer Breite erfüllt wurde.

„Raus“, knurrte am Samstagvormittag das Pelzwesen, „ich will in Ruhe die Sendung mit der Maus sehen. Mau!“ und so begab ich mich zu allervorderst auf dem Schaumainkaiflohmarkt, und wenn man am Architekturmuseum angekommen ist, hat man schon den dritten Kaffee drin und ist einigermaßen wach! Erfreulich viele Schallplattenabverkäufe füllten auch meine Taschen mit Vinyl, allein schon der Blade Runner – Soundtrack war jeden Cent wert, auch wenn mich später beim Anhören die Erkenntnis wie der Blitz traf, dass wohl Cosmic Baby sich für sein Stellar Supreme – Album sehr von dem Vangelis – Soundtrack hat beeinflussen lassen. Aber auch ein gutes Frühstück musste her, und die Aufmerksamen unter den Lesern werden es mit nach oben verdrehten Augen bereits erahnt haben: Natürlich stand der Konstimarkt auf dem Programm, aber hätte ich da schon gewusst, dass ich den halben Tag nur mit Essen zubringen würde…aber alles der Reihe nach. Nach der obligatorischen Bratkartoffelration begab ich mich wieder zurück nach Sachsenhausen, denn auch dort gab es einen Markt zu besuchen, nämlich den Markt im Hof in der Wallstraße. Leider hatten wir nicht die zeitlichen Ressourcen, dort mit einem Stand teilzunehmen, aber trotzdem wollte ich mir einen Besuch des Marktes gönnen. Beim nächsten Mal werden wir ganz bestimmt wieder dabei sein, mit veganen Waffeln und veganer grünen Soße, aber das ist ja eigentlich noch Zukunftsmusik aus Plasmalautsprechern. Nach einem Limetten-Prosecco von Madame Herrlich bekam ich abermals ein wenig Hunger und eine Ladung veganer Frühlingsrollen, Keksen und Spinat – Empanadas später ward die ärgste Befürchtung vor einem hungerbedingten Schwächeanfall erstmal unter die Asphaltdecke gekehrt. Der Markt war ganz gut besucht, aber nicht verstopft mit Menschenmaterial, und so konnte man an diversen Ecken plauschen und das schöne Wetter geniessen.

Späterdings wurde ich beim Einkaufen von einer Freundin zum Spargelessen eingeladen, sie beabsichtige, für Freunde zu kochen und einer fehlte noch in der Runde. Also wurde ich auch hier fein mit Spargel verköstigt, ab und zu sollte man ja auch mal etwas essen, ne! Und lecker war es oberdrein noch, alles gut am Südmain!

Und so ging es gut gestärkt am späten Abend, als Deutschland gegen Ghana gleichzog, ich muß ja nicht betonen, dass ich das Spiel nicht gesehen habe, zu Nicole und Hans ins Neglected Grassland, denn einige Mitglieder „x wie raus“ – Redaktion von Radio X, darunter meine Wenigkeit, aber auch „Dr. Schneider“, der durch grandiose DJ – Sets in der Alten Liebe in den musikgegerbten Ohren der Altvorderen eine Kerbe hinterlassen hatte, sowie Silke, hochtalentierter Neuzugang der Redaktion und Doris Night, unsere Tanzexpertin aus der Raumstation Rödelheim standen dort hinter dem Mixer, um das Volk musikalisch zu bespaßen. Durch die CD – Player jagten wir diverse Funk, Soul, Swing, HipHop und 80er – Perlen, und so wurde der Abend ein sicherlich legendärer, tanzten doch die zahlreichen Besucher bis um 4 Uhr durch, aber auch die vielen interessanten Gespräche haben uns gezeigt, dass Frankfurt durchaus „x wie raus“ hört und als wertiges Ausgehmagazin wahrnimmt! Und so zogen wir am Morgen heim in unsere kleinen Burgen, vielleicht auch mit einem kleinen Grinsen im Mundwinkel, das möchte ich an dieser Stelle nicht ganz ausschliessen. Frankfurt, bis zum nächsten Mittsommer, ich freu‘ mich!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Links:

Offizielle x wie raus Webseite

x wie raus auf Facebook

Neglected Grassland – Offizielle Webseite

Wochenend – Rückblick 24/25 – 2014

Tiki Tiki Party im Nordend - Ganz viel Liebe
Tiki Tiki Party im Nordend – Ganz viel Liebe

Am Samstag wollte ich mal ins Freibad nach Eschersheim, denn unter der Woche hatte ich dort gesehen, dass dort am Samstag das Badewannen – Rennen stattfinden sollte. Das sollte folgendermaßen vonstatten gehen: Die Badwannen werden ins Wasser gelassen, und jeweils ein „Badewannenkapitän“ und ein „Matrose“ steuern das Badewannenboot ca. 50m durchs Wasser um sich so für die erste Europameisterschaft im Badewannenrennen in Wolfsburg zu qualifizieren. Soweit in der Theorie. Leider hatte der Schlafgott mich in der Praxis zu lange an der Matratze horchen lassen, denn bis ich im Freibad Eschersheim ankam, war der Markt verlaufen und der Käs‘ gegessen. Das war wohl die Strafe dafür, dass ich der charmanten Dame an der Kasse beim Hereinkommen süffisant um 15 Uhr einen „Guten Morgen“ wünschte. Sie nahm es aber mit einer bewundernswerten Gelassenheit und klärte mich liebevoll darüber auf, dass ich ja nun viel zu spät sei. Wenn man übrigens unter der Woche kurz von 18 Uhr ins Bad kommt, wird man vom Personal darauf hingewiesen, dass, wenn man noch ein paar Minuten wartete, man zu verbilligten Konditionen ins Freibad kommt, denn nach 18 Uhr ist der Eintritt billiger. Finde ich gut, müssten sie ja nicht machen. Was tun, sprach Zeus, und weil ich mich schon drauf gefreut hatte, mir beim Rennen eine standesgemäße Portion Pommes reinzuzimmern, hatte ich entsprechend ein kleines Hungergefühl.

Na, da kam er doch gerade recht, der Konstimarkt mit seinen Bratkartoffeln und Handkäsbroten. Gesagt, getan, und konstigestärkt ging es dann weiter ins Nordend, denn vor den Toren des Günthersburgparks, auch liebevoll „Günni“ genannt, fand ab den frühen Mittagsstunden die „Tiki Tiki Hawaii“ – Party statt, eine feine nichtkommerzielle Sause, besucht von lauter bunten Menschen mit Herzen aus Gold. „Bring your own Booze, BBQ & Buddies“ war das Motto, und so fanden sich so einige mit Decken, Bier und Grillgut auf dem Platz vor dem Park ein. Musik gab es von den „Soundbyows Destiny“ in dezenter Lautstärke aus einer mobilen Soundstation, Reggae und oldschool HipHop natürlich, was sonst. Und so verbrachten wir einen schönen, entspannten Hippie – Nachmittag bzw Frühabend dort oben im Nordend, weitab von dummen Fußballgeglotze und Innenraumrumgegammel, und auch ein bißchen Liebe lag auf jeden Fall in der Luft. Kurzfristig verliessen wir die Veranstaltung für eine kleine Stunde, denn „x wie raus“ wollte ja schließlich auch noch auf Radio X moderiert werden. Später, lange nach unserer Rückkehr, kam noch die Polizei vorbei, wahrscheinlich zum Mitfeiern, und sie hatten noch einige Kollegen dabei, die sicherlich gegen eine Sause unter freiem Himmel nichts einzuwenden hatten. Anders konnten wir es uns nicht erklären, dass dort plötzlich 4 Polizeiwagen vorfuhren. Aber dennoch hatte ich den Eindruck, dass der Besuch lediglich einen pausenhofähnlichen Kontrollcharakter hatte, um sicherzustellen, dass die Mädchen und Buben um 22 die Musik ausstellen und den Platz aufräumen, damit der von Mausschubsen gestresse Nordendbewohner nicht um seine wohlverdiente Abendruhe gebracht werde!

Na, dann ging es eben nochmal zu Onkel Tamo ins Feinstaub, wenn man mal in der Ecke ist, kann man das auf jeden Fall mal mitnehmen. Dies sollte auch die letzte Station jenseits des Südmains an diesem Abend gewesen sein, bevor uns in Ermangelung an Wartemotivation ein Taxikutscher nach Sachsenhausen chauffierte. Dort angekommen, musste erst einmal ein technischer Kontrollbesuch in der Alten Liebe durchgeführt werden, es gab Kartoffeltortilla mit Apfelwein. Oder so. Dann beschlossen wir noch, einen Blick in die Stereobar zu werfen, wo Tonia’s „Roll‘n'Ink“ – Party steigen sollte, also, naja, was aber irgendwie doch nicht so verlief, wie die Veranstalterin sich das vorgestellt hatte, denn die DJs hatten ihr kurzfristig abgesagt. Aber sie nahm es gelassen, und so hatten wir noch Gelegenheit zu einen kleinen Plausch, das ist ja auch nicht verkehrt. Auf dem Rückweg wollte noch etwas vom Dönerkurven – Italiener „Gioia“ mit nach Hause, Spätstück im Bett lautete die Devise, kann man ja mal machen, ne!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 23/24 – 2014

Locker aus dem Handgelenk - Fred Erikson bei No 2 Records
Locker aus dem Handgelenk – Fred Erikson bei No 2 Records am letzten Samstag

Endlich Hitze! Das hat ja auch wieder gedauert, bis der Wetterhebel umgestellt wurde. Im Freien dem Kondenswasser beim Herabfliessen an einen schönen Gerippten zuzuschauen, ist sicherlich Teil einer nobeln Existenz. Und so beschloss man am Samstag, der Tradition des Schaumainkaiflohmarktbesuches zu frönen, dem Besuch eines der grössten Freiluftmuseen in diesem und den benachbarten Universen. Nur beim Gang über den Eisenen Steg sehnte ich mir eine Ronin – Armee bei, die, bwaffnet mit Qualtätsbolzenschneidern die ehrwürdige Brücke von diesen unsäglichen Schlössern befreien möge, diesen minusgehirnmäßigen Auswüchsen gegenseitiger Bestätigung von auswärtigen Ikeapärchen. Ich sehe ja den Punkt, wenn man verliebt ist möchte man das irgendwie auch gerne beweiskräftig manifestieren, gerade in einer Stadt wie Frankfurt, wo sich die Hälfte der Bewohner chronisch untervögelt gegenseitig auf Tinder weg-x-t, weil niemand die Schnauze aufbekommt, aber mal ganz ehrlich: Das ist doch nicht schön, Sie! Und dann würde ich die ganzen Schlösser entweder wahlweise so einen DVDguck – Pummelpärchen in die Taunusbutze kippen oder beim Eisenwarenhändler verkloppen. Vom Erlös kaufte ich mir ein schönes Boot an der Alten Brücke, wo fortan nur bunte Menschen ein- und ausgehen mögen! Aber ich schweife ab!

Nach dem Eisenen Steg ward mir schummerig, und so musste ich mich erstmal auf dem Konstimarkt stärken, gegen Bratkartoffeln ist übrigens die Kombination Spagel-Erdbeere eine überaus deliziöse Alternative, aber ich möchte das auch gar nicht so detailliert ausrollen, denn sonst ist beim nächsten Mal für mich nix mehr da. Aber gut gestärkt ging es dann wieder rüber auf die sichere Seite, an den Frankfurter Südmain, dort, wo der Stadtteil die höchste Plattenladendichte dieser Minimetropole ausweist und wo die Kioske bis in den frühen Morgen geöffent haben. Genau diese Kombination war schon beim letzten Mal eine hehre, als man bei No2 – Records im Plattenladen ein feines Konzert gab. Und weil es so schön gewesen ist, wurde dieses am letzten Samstag wiederholt, aber es gab darüberhinaus auch einen erhabenen Grund, dieses zu tun: Der Plattenladen feierte sein 30jähriges Jubiläum, und das will schon was heissen, durch Zeiten zu schligern, in denen die Platte totgesagt wurde und üble Brände alles in Schutt und Asche legten. Und so spielten die frankfurter Liedermacher Fred Erikson, Preslisa und BooHoo zum Konzerte auf, DJseitig umrahmt von Stella Mirabella, Piwi sowie frrr & grrr. Das war doch schon mal ein gelungener Einstieg in den Abend, die Richtigen waren da und die Getränke wurden eiskalt angereicht, man wurde musikalisch schön umgarnt und darüberhinaus konnte man sich einmal mehr in den Umstand reinkuscheln, in einem der schönsten Stadtteile zu wohnen. In meiner Welt ist das auf jeden Fall so!

Hinterher ging es in der Innengarten von Nicole und Hans ins „Neglected Grassland“, denn ein selterner Gast, ein ehmals Frankfurter, der nun von Dänemark aus auf unserer Stadt heruntergrinst, hatte sich angesagt. Kein geringerer als Sascha Hehn, tatkräftig unterstützt von „Men from O.R.G.E.L.“, stand hinter den Plattentellern. Sascha und der gute Stone hatten mich damals in der Bornheimer Schaubar mit dem Funksound angefixt, bei denen könnt ihr Euch also bedanken, dass ich jetzt so einen Funkmist auflege. Und so wurde der Abend Einer mit funkigen Groove, abwechselnd im Freien und unter hölzernen Decken, so gefällt es dem Neuntausend, soviel ist sicher! Irgedwann ging es dann doch nach Hause, aber auf dem Weg dorthin wäre ich fast in den Main geflossen. Die nächtliche Hitze sollte nicht unterschätzt werden, gerade mit einem tonnenschweren Bolzenschneider im Gepäck. Aber das ist eine andere Geschichte.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000