Archiv für April 2014

Wochenend – Rückblick 15/16 – 2014

Everybody be cool... Mr Orange @ Tarantinoparty im Ponyhof
Everybody be cool… Mr Orange @ Tarantinoparty im Ponyhof

Die Woche wollte auch einmal wieder mehr recht beschaulich begangen werden, was auch nicht verwundert, wenn das Wetter seine eigenen Vorschußlorbeeren in den Wind schießt. Und so ging es auch erst am Mittwoch aus dem Haus, aber das natürlich nicht ohne Grund, denn Jazz – Experte, Musiker und frankfurter DJ – Legende Robert „Jazzmadass“ Lochmann feierte in der „Old Fashioned Bar“ seinen Geburtstag, und da war es ja wohl klar, dass wir da vorbeischauten. Die Richtigen waren da und es wurden feine Schallplatten abgespielt, die Getränke waren die der angenehmen Sorte, das darf man an einem Mittwoch doch durchaus mal so machen.

Am Donnerstag sind mir wieder die Klassiker in Punkto Veranstaltungsverpennen unterlaufen, nämlich, dass ich zweimal zu spät irgendwo aufgekreuzte, und das gleich zweimal hintereinander. Das kam nur davon, weil ich beim Sport so fremdvertrödelt wurde. Man muß sie ja auch ihre Kurznachrichten fertigschreiben lassen, während sie im Ertüchtigungsstudio auf den Geräten herumchillen, die jungen Freizeitsportler, da muss man schon mal tolerant sein und sich denken: „Hach, wie gerne knabbert Polly diesen Zeitkeks, den das Universum so unverhofft daherschenkt.“

Auf jeden Fall habe ich gerade so noch den letzten Titel der großartigen Jazz – Sängerin Doro Ignatz mitbekommen, welche sich die Ehre gab, live im Neglected Grassland aufzuspielen. Später plauderte man noch ein wenig mit dem Käpt‘n und philosophierte über den Sinn des bevorstehenden Fußballspektakels. Auf dem Heimweg ging es nochmal kurz in die Alte Liebe, wo ich die dann zu allem Überfluss die zweite Veranstaltung verpasst hatte. „SWING TALK: MY MAN ROCKS ME WITH ONE STEADY ROLL“ hiess es nämlich dort, und es wurden und werden auch zukünftig auf weiteren Veranstaltungen spezielle Themen in Liedtexten zwischen 1925 und 1955 von keinem geringeren als Jake Walk behandelt. Und der Mann kennt sich schließlich aus und schreibt über seine Veranstaltung: „Es geht in vielen Texten um genau definiertes sexuelles Begehren und Forderungen, die auch heute noch aktuell sind und in ihrer kompromisslosen Haltung überraschen.“
Das höre ich mir beim nächsten Mal aber mal ganz genau an, I promise!

Freitags wollte ich ins Kino, und so schnallte ich mir für den Familienkuschelfilm „300 – Rise of an Empire“ im Cinestar die 3D – Brille auf die Banatzel. Leider waren die Hauptdarsteller eine totale Fehlbesetzung. Themistokles nervt mit seinem „Ich verstehe das alles nicht!“ – Hundeblick und Artemisia als grausame Kriegsdiva agiert eher drittklassig und ist ansonsten eher ungeil, weil spröde wie 50 Jahre alter Kunststoff. Dem Perserkönig hätte man auch besser verarzten können mit seiner getackerten Backe. Einzig erfrischend waren die Kampfszenen und die taktische Kriegsführung der Griechen. Ich hatte mich schon zum ersten Teil zurückgesehnt. Leonidas war immerhin eine coole Sau.

Naja, aber unterhaltsam war es irgendwie trotzdem, und so ging ich raus in die Nacht, denn ich hatte noch einiges an Flyern unterzubringen für unsere Vinylriders – Reihe in der Stereobar. Die Tour führte mich unter anderen ins Neglected Grassland (Sherm da Worm & Mr Neal), in die Old Fashioned Bar (DJ Jelly L.), dann natürlich in die Stereobar (Pass‘auf Dein Mädchen auf), in den Ponyhof (Tarantinoparty) und in die Alte Liebe (Kristen Aul & Stefan Umbach). Wahrscheinlich habe ich einige Läden vergessen, aber wer will denn schon Sonntagsabends einen Ausgehtext mit der Dicke des Hanauer Telefonbuchs runtertippen? Eben! Lustig war es überall allemal, auch auf der Zeil war einiges los und auch im Destrict, viele bereit zum feiern oder bereits angefeiert oder schon hinüber. Der Zeil tut es gut, dass sich dort einige Ausgehläden (re-) etabliert haben, zu Omen – Zeiten war das ja nach 20 Uhr ja eher totes Areal.

Nach einem ausgiebigen Schönheitsschlaf ging es mal kurz auf den Konstimarkt, denn für den Abend wollte ich gestärkt sein. Spelunking war angesagt, und zwar in sachsenhausens schönster Kneipe, der Alten Liebe. „Hafenspelunke 2.0“ lautete die Prämisse, und so wurde der Laden ausstaffiert wie eine Hafenkneipe, bärtige Männer trafen auf leichte Mädchen, oftmals gezeichnet von Hopfen und Tinte, und der Durst floss‘ in Strömen durch trockene Kehlen, zuhause auf den sieben Weltmeeren und doch nur den Main gesehen. Es wurde allerlei Seefahrerliedgut intoniert, mehrstimmig und gut gelaunt, da wusste ich, woanders wird es nicht besser! Und so blieben wir noch eine ganze Weile, bis wir dann irgendwann den Anker lichteten.

Sonntags das Übliche: Dem Bewegungsdrang nachgeben und „x wie raus“ moderieren.

Schiff Ahoi!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 14/15 – 2014

Einschulung bei x wie raus - Neue Moderatoren für Radio X
Einschulung bei x wie raus – Neue Moderatoren für Radio X

Vorletztes Wochenende musste der Neuntausender mal eine Erholungspause einlegen, wobei ich hier nochmals den grandiosen Kinoabend der „Frankfurter Klasse“ im Rahmen des Lichter – Filmfests nicht unerwähnt lassen wollte. Das war ein ganz grandioser Spaß, vielen Dank nochmals dafür!

Der Wochenanfang verlief eher beschaulich, denn durch die Uhrenumstellung ist es ja auch wieder länger hell, was auch bedeutet, dass einem der Staub in der Butze schon eher mal auffällt. Aber irgendwie war es mir doch möglich, mich um den drohenden Frühjahrputz herumzudrücken.

Zu diesem Zwecke hielt man sich in Würde einmal mehr in der Alten Liebe sowie in der Old Fashioned Bar auf, um ein wenig Unsinn zu reden und den neusten Kieztratsch anzuhören. Aber was soll schon großartig passieren, in diesem kleinen Stadtteil am Südmain?

Dienstags wollten wir uns ganz großartig luminieren lassen, denn im Rahmen der Light und Building – Messe wurden Frankfurt und Offenbach wieder ganz großartig in viele bunte Lichter getaucht, immer wieder schön zu sehen, dass hier bei uns am Main so etwas möglich ist. Irgendwie blieben wir aber schon am Lola Montez hängen, denn nach Brückengucken, Lokationsinspektion und DJ – Zuhören, auch hier wieder der liebe Frank Rox fein hinter den Plattenspielern, wurde auf der Treppe vor der Lola der Picknickkorb geleert, was sich hinterher doch stark auf die Bewegungsmotivation auswirkte. Aber nicht schlimm, der Abend war trotzdem ein Schöner, und ausserdem darf man es auch durchaus mal ein wenig ruhiger angehen lassen.

Freitags ging es in die „Old Fashioned Bar“, denn als DJs verkleidet gaben sich Florian H. und ptrk9000, der wohl mit dem Schreiber dieser Zeilen identisch zu sein scheint, die Ehre als Schallplattenalleinunterhalter. Und so spieleten die „Vinylriders“, insgesamt sicherlich gute Jungs, Musik aus Gold, nämlich 60s & 70s Funk & Soul und auch ein kleiner Ausflug nach Südamerika war durchaus drin. Fein gefüllt, aber nicht überfüllt, war die kleine Bar, und so verbrachten wir einen schönen, gemütlichen Abend dort drüben, am Südmain in der Klappergasse.

Samstags wollte gechillt und gewerkelt werden, und zur Belohnung ging es ganz profan ins Cinema, denn endlich mal wollten wir uns „Grand Budapest Hotel“ anschauen, die neuste bonbonfarbige Filmkomposition aus dem Hause Anderson, und wieder einmal sehr sehenswert, das kann ich auch flüstern! Das unaufgeregte Programm hatte natürlich einen Grund, denn am Sonntag wollten wir turnschuhfit und ausgeschlafen in den Senderäumen von Radio X eintrudeln, denn im Rahmen unserer Nachwuchswerbeaktion für die „x wie raus“ – Redaktion hatten wir einen Technik- und Seminartag ausgerufen. Gut besucht war die Aktion, und nach gemeinsamer Vorbereitung ging es dann mit allen Teilnehmern live auf Sendung. Das war ein schöner Tag, ich denke, das machen wir nächstes Jahr wieder!

Hinterher ging es zum Tatortgucken in die Alte Liebe, wo man gerne dienstags ab 19 Uhr das Fanomania – Eintracht – Magzin (Radio X) hören kann, haben wir doch den Laden mal mit einem kabeltauglichen Empfänger ausgestattet. Aber das nur am Rande des Dschungels.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000