Archiv für Februar 2014

Wochenend – Rückblick 8/9 – 2014

NördFX im Studio294 - Erleuchtender Kreativjazz an ungewöhnlichen Orten
NördFX im Studio294 – Erleuchtender Kreativjazz an ungewöhnlichen Orten

Das ist sie schon wieder ‚rum, die Woche. Das ging aber auch schnell, gut so! Ich glaube ja auch, vom Winter werden wir in Bälde nichts mehr zu sehen bekommen, damit steigen die Chance rapide, sich demnächstens mal wieder draussen rumzulümmeln.

Dienstag war auch eher Drinnentag, also begaben wir uns rein, ins Feinstaub. Dort gaben Fabiano, normalerweise dienstbeflissener Barkeeper und der Betreiber Tamo hinter dem Mischpult einen schönen Tom Waits – Abend, denn in Player kam nur, natürlich, Tom Waits und Artverwandtes wie Blues und Jazz. Man traf die richtigen Leute an diesem Abend, und ich werde wieder vorbeikommen, wenn es heisst: „TOM WAITS Special HEARTATTACK AND VINE mit Fabiano & Tamo“.

Mittwochs, das war so eine Sache. Erst glaubte man sich gut verortet in der Alten Liebe, und plötzlich echote es aus allen Richtungen „WG – Party im Clubkeller“ und ich musste „mit“. Nun ja, ich war ja schon seit längerem nicht mehr im CK, aber mit Indiegott Fakir als DJ konnte der Abend ja nur gut werden. Man kam rein, und wer stand hinter der Theke: Der Timo! War ja klar, die guten Sachen werden sich niemals ändern. Ausserdem hat der Betreiber so einiges an dem Laden aufgehübscht, nebst Tapeten im Tanzbereich wurde der Raucherraum, früher immer so eine Art Nebelwalschlauch mit dunklen Tischen eher dürftig befunzelt, in eine nette Lounge umgewandelt, ebenfalls mit ansprechender Tapete und – très chic – einer kleinen Bar! Da werden sicherlich Träume wahr, wenn man nun die ganze Nacht in der Lounge bleiben kann und sogar die Getränke angereicht bekommt. Ich bin mal gespannt, wann das Erdgeschoß aufmacht, das ist ein kleiner Laden oberhalb des Clubkellers, der dann parallel geöffnet haben wird. Die WG – Party an sich besticht durch folgendes Konzept: Man bezahlt Eintritt, kann aber, wenn man das möchte, seine eigenen Getränke mitbringen und im Laden verzehren. Und für einen Mittwochabend war der kleine Keller schon verdammt gut gefüllt, auch wenn ich frühzeitig die Segel streichen musste, denn am nächsten Morgen ging es wieder zum Mausschubsen ins Office.

Abends drauf verschlug es uns in die Brücke, denn dort erwartet einem ja auch immer so ein leckeres Speisenangebot! Lange habe ich nicht so eine tolle Süßkartoffelsuppe gehabt, gefolgt von unglaublich tollen, tomatig-fruchtigen Cannelloni, vegetarisch gefüllt. Auch das Aloo Gobi, ein indisches Curry auf Kartoffel – Blumenkohl – Basis, würde ich nicht vom Tellerrand stossen, ebenso wie den vegetarischen Burger mit Hummus – Paste. Eigentlich muss man ja sowas für sich behalten, andererseits, wenn es doch so gut schmeckt und tagesaktuell frisch zubereitet wird, darf man das doch durchaus seinen Mitmenschen ans Herz legen.

Fein jazzig wurde es am Freitagabend, denn die Combo „NördFX“ aus Leipzig und Weimar spielte auf dem Milchsackgelände im Rahmen ihrer Tour „Ponys to the People“ in einer Location auf, die man liebevoll auf den Namen „Studio294″ taufte. Keine schreienden Parties sollen hier zelebriert werden, sondern Kunst und Idealismus gefördert werden. Wem das bekannt vorkommt, hat sicherlich damit Recht, dass man diesen Anspruch vom Blauen Haus her kennt, stecken doch hinter diesem Projekt die gleichen Macher. NördFX spielten kreativen Jazz, der wirklich Spaß gemacht hat, denn auch mit Kontrabass, Piano und Schlagzeug kann man eine Menge anfangen, gerade wenn man die Instrumente entgegen ihrer Zielbestimmung einsetzt oder ungewöhnliche Spielmethoden wählt. Zwischendurch hatte ich noch ein paar Jazzplatten aufgelegt, ein inspirierender Abend mit bunten, aufgeschlossenen Menschen, das machen wir hoffentlich bald mal wieder. Aber irgendwann sägte mein Bett an mir, zumindest im Kopf, denn ein wenig Schlaf sollte ja schon noch drin sein, wenn man am nächsten Tag wieder auflegen geht.

Die Stereobar sollte das Ziel unserer umtriebigen Bemühungen sein, in Frankfurt einen brauchbaren Sound aus den Boxen zu zaubern. Und so verschlug es uns als „The Vinylriders“ in den Keller, Florian H. aus Darmstadt und meine Wenigkeit liessen die Platten niedrig fliegen. Funk, Soul, Rock‘n'Roll aus den 50s, 60s, 70s und vielleicht versehntlich etwas aus den 80ern war dabei, so machte die ganze Angelegenheit doch massiv Spaß! Tatsächlich war der Keller kurz nach Mitternacht schlagartig gut gefüllt, das war eine feine Sause bis in die frühen Morgenstunden.

Am Sonntag ging es mal wieder zu Radio X, denn „x wie raus“ rief nach Moderation. Danach chillen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 7/8 – 2014

Straight MC - Rappen in Ginnheimer Küchen für eine bessere Welt
Straight MC – Rappen in Ginnheimer Küchen für eine bessere Welt (Für das Foto viel zu schnell…)

Regen, Regen, immer nur Regen. Minimalistisches Aprilwetter im Februar. Und ausserdem war es wirklich mau unter der Woche, kaum irgendetwas reizte zum Abendbesuch. Also reduzierte ich das Ausgehen auf Besuche in der Alten Liebe und im Old Fashioned, welches im übrigen bald umziehen wird. Lärmempfindliche Klappergassenanwohner übten Tadel wegen unter der Woche stattfindender Konzerte, so dass die Macher sich nun für eine Lokation unweit der Aktuellen entschieden haben, welche sie dann in Eigenregie betreiben wollen. Mir ist es ein Rätsel, wie Vergnügungsviertelanwohner derart empfindlich sein können. Aber das Thema wollen wir nicht wieder aufkochen, ne!

Mittwochs verschlug es mich mal nach Bornheim, aber nur eine hauchdünne Pizza lang, aber dafür ist das „La Vela“ in der Wittelbacher Allee genau die richtige Adresse, und hinterher ging es mal in einen anden Laden, nämlich ins „Legend“ in die Klappergasse, weil die Gasse an sich ja auch so beschaulich ist. Zugegeben, oftmals bin ich schon recht schnell an den ganzen Klappergassenläden vorbeigezogen, gerade am Wochenende, wenn der Pöbel tobt und die Kellerverliese geöffnet werden. Im Legend allerdings war es an diesem Mittwochabend gemütlich, denn die Mittwochsmemmen schauen zuhause amerikanische Fernsehserien, die sie sich hinterher auf DVD kaufen und verstopfen so nicht die natürlichen Atemwege der Stadt, nämlich die Strassen. Unaufgeregt gemütlich gab es lokale Kaltgetränke, 50s und 60s Musik und der freundliche Betreiber selbst stand hinter der Theke. Genau das Richtige für solche Abende.

Donnerstags gab es mal wieder ein Filmchen, nämlich „American Hustle“ im Harmonie – Kino, ein wenig Kaugummi für das Gehirn muss eben auch manchmal sein! Gut gebrüllt Löwe, und so begab sich Giraffenjunge Patrick ins Kinogehege, nicht wissend, dass er sich dafür verfluchen würde. Denn die für mich sehr deprimierende Handlung mit einigen guten, aber auch fragwürdigen Dialogen zieht sich mit 183 min schon ganz schön in die Länge. Auch waren schon nach 20 min meine Salzstangen alle, das machte die Situation auch nicht gerade für mich verbessert haben. Ein nicht gekonnter Spagat zwischen Casino, Wolf of the Wallstreet und Saturday Night Fever (danke für das schlechte Zitat), und es tat mir wirklich leid um die Schauspieler, denn gerade Christian Bale und Robert de Niro haben mir in ihren Rollen sehr gut gefallen. Aber wenigstens hatte man es schön kuschelig, dort oben auf der Galerie des Harmonie – Kinos.

Freitags wurde gerappt in kleinen Küchen im Schatten des Ginnheimer Spargels. Straight MC, für mich ein Urgestein des Freestyle Raps in Frankfurt und , kenne ich den Guten doch noch von den legendären Jam – Sessions in der Nordbar, lädt nämlich andere Rapper, Produzenten und Kreative ganz unkompliziert zu sich in die Butze ein, um die frankfurter Rap – Szene nach vorne und vor allem von dem Strassenasso – Image wegzubringen. Denn wenn wir mal ganz ehrlich ist sind, ist frankfurter HipHop nicht wirklich cool, wenn er mit Boxerhaarschnitt und schwarzen Lederjacken daherkommt. Es werden Beats produziert, Grafiken erstellt und zu guter letzt zu Eigenproduktionen gerappt. Freestyle, ohne Vorbereitung und ohne doppelten Boden. „Freestylekitchen“ nennt er diese kreativen Begegnungen, denn am Ende, wie bei einer guten WG – Party, finden sich alle in der Küche wieder. Das war sehr spaßig, zumal ich auch viele neue, und vor allen sehr freundliche Leute kennengelernt habe an diesem Abend. Zu Straight bleibt noch anzumerken, dass er nebenher noch sein eigenes Label „Amnesie Records“ managt, mit seiner Warghosts Crew immer irgendwelche Aktionen einstartet und gleichzeitig noch irgendwie mit dem WuTang – Clan unter einer Decke steckt, aber das muss ich mir nochmal erklären lassen. Ich möchte den Idealismus dieser Jungs einfach teilen und hoffe sehr, dass aus dieser Keimzelle etwas Großes wird. Frankfurt hätte es verdient.

Hinterher begab ich mich noch in die Alte Liebe, den sicheren Hafen, denn ich wollte nach einem so positiven Start mir den den Restabend nicht irgendwelchen Experimenten verderben. DJ Elviz gab seinen legendären „Disc a go go“ – Club, unterstützt von der smarten Kristen Aul und dem special guest Jacob McCaffrey. Auf die Ohren gab es gewohnt hochwertige Sixties Singles im Rahmen des Mottos „Down in Bayou“, auf die Augen fröhlich tanzende Menschen und in den Kopf einige feine Menschen, mit denen ich den Abend sehr schön verbringen durfte.

Manchmal hat man es auch schwer. Dunkle Woklen drückten mir am Samstag auf die Birne und klebten mich auf dem Sofa fest. Doch irgendwann ward es mir zu bunt mit dem Schwarzsehen und ich begab mich nochmal in die Alte Liebe, denn der traurige Wirt und die lustige Yamaha gaben „Tanzmusik für den Pöbel“, wie man dort ab und an liebevoll sein Publikum zu nennen pflegt. Langsam hat es sich wohl herumgesprochen, dass man in die Alte Liebe gehen kann, denn die letzten Wochenende zeigte sich der Affenschuppen immer recht gut gefüllt. Allerdings wollte ich nochmal eine kurze Runde durch Alt-Sachs drehen, und landete dort, wie so oft in letzter Zeit in der „Old Fashioned Bar“, wo Tomo Polic dem knallvollen Laden überaus tanzbare Balkan-Blechtrompeten auf die Löffel gab. Na, das war wieder ein Spaß.

Eigentlich wollte ich dann aber nach Hause. Aber wie das so ist: Vorm Ponyhof trifft man noch „Leute“, und man geht dann nochmal „mit rein“. Passte aber eigentlich recht gut, denn Don Hottic und DJ Kumanova spielten dort nach dem Konzert der grandiosen „Besidos“ ebenso grandiose Perlen, die sie im Balkan ebenso wie in Indien oder vielleicht auch auf dem Mond ausgegraben haben. Leider hatte ich das Besidos – Konzert verpasst, aber man weiß ja auch so, dass die Jungs die Hütte zum Fliegen bringen. Beim nächsten Mal werde ich wieder dabei sein, ne!

Der Sonntag wollte chillen und ptrk-Sachen machen. Und zu Radio X fahren, denn „x wie raus“ wollte moderiert werden. War ja auch kaum was los.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk

Wochenend – Rückblick 6/7 – 2014

DJ Thomas Moschny - Premierenfeier im Schauspiel
Moschman an den Decks – Premierenfeier im Schauspiel zum Stück „Der weisse Wolf“

Irgendwie muß man ja so eine Woche herumbekommen, die ganze Zeit nur Arbeiten ist ja auch nix, ein übles Erfordernis, denn über mangelnde Vollbeschäftigung könnte ich mich nicht beklagen. Leider ist das Einkommen des geneigten Ausgehers für das Ausgehen eher rückläufig, aber irgendwas wird sich schon damit anfangen lassen. Zum Beispiel einen Blog drüber schreiben, das macht ja mittlerweile jeder vollbärtige Teenager. Oder falls da jemand was weiß? Ich würde auch als Bundesfunkminister agieren.

Montags begab sich die „x wie raus“ – Redaktion in die Alte Liebe, um die vorangegangene Sitzung nachzubereiten. Klingt schön, oder? Auf jeden Fall verbrachten wir den Abend unaufgeregt und in Würde! Ausserdem ist es auch ein Novum, dass der Laden nun auch Montags geöffnet hat, auch schön für die Leute, die am Wochenende malochen und unter der Woche frei haben.

Ab in den Keller ging es am Mittwoch, denn Laiki „Moonshake“ Kostis holte sich eine sehr hörenswerte Schwedenband zum Aufspielen in den Dreikönigskeller. „The Movements“ heissen die Jungs, die wir vorher noch im Studio hatten, und die spielen Garage Rock. Das hat massiv Spaß gemacht! Konservernmusikmäßig umrahmt wurde das Konzert von den DJs Konrad und D:K:Dent aka LSDirk. Dass dort ausgesuchten Psych – Sixties Perlen auf die Plattenteller kamen, muß man an dieser Stelle wohl nur dezent erwähnen. Aber so lange blieb ich nicht, denn ich wollte ruhen und fit sein für den Broterwerb und das Auflegen am Donnerstag bei Nicole Forster und Hans Romanov im „Neglected Grassland“. Da es ja auch ein Barabend sein sollte ohne Tanzbefehl, aber mit der Erlaubnis, es trotzdem zu tun, wenn einem danach sein sollte, musste die Plattentasche inhaltlich umgestaltet werden. Mitgenommen hatte ich recht viel Jazz, ein bißchen Elektronik (Detroit Escalator Co vs Peter Baumann – Romance 76) und anderen Kram, der ungestresst kuschelig aus den Lautsprechern scheppern sollte. Also wurden noch schnell ein paar Platten durch die Okki Nokki geschreddert, bevor es losging. Der Kater mag das Gerät ja überhaupt nicht.
Am Donnerstagabend ging es entsprechend unaufgeregt zu im „Neglected Grassland“, die Nadel zog ihre Bahnen durch ungezählte Rillen, und das Publikum war ein angenehmes. So hatten wir uns das alle gewünscht.

Am Freitag war es soweit: Das Finale des „FFM Comedy Slam“ stand an, ein Open Mike Slam in englischer Sprache, smart gehostet von Julius Carter, der zuvor den Slam dienstäglich in der „Old Fashioned Bar“ mehrere Runden hatte drehen lassen. Und schon damit hatte er mir so manchen Abend gerettet, I swear! Dass es dort nicht gerade kuschelig zuging, wenn ein typischer Ire (Let’s go to a Pub!) auf einen welthassenden Briten trifft, das kann man sich sicherlich denken, aber selten so gut gelacht wie an diesem Abend! Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn diese Reihe fortgesetzt wird!
Danach ging’s über den Main, der so flüsterdunkel durch die Stadt streift, um Thomas Moschny auf der Premierenfeier zum „Weißen Wolf“ in der Kantine des Schauspiel Frankfurt beim Auflegen zuzuhören, naja, vielleicht haben wir uns auch dreckige Witze erzählt, wer weiß? Auf jeden Fall war die Veranstaltung eine Entspannte, auch weil ich doch einige liebe Menschen getroffen hatte und man so gerne durch den Abend streift. Allerdings soll es später noch recht gut zur Sache gegangen sein. Na, dem Moschman hat die Stadt ja schon so einige legendäre Partynächte zu verdanken, wen wundert es also! Mein Rückweg führte mich praktischerweise am „Neglected Grassland“ vorbei, wo Mario Gaetano und Studip Deep die Soundverantwortlichen des Abends waren, und so groovte im Rahmen ihrer „Sugarhill“ – Party kam allerlei aus den Bereichen Rare and Deep Funk, Soul, Disco & House aus den Lautsprechern. Verdammt coole Sache das, und auch hier traf man wieder die richtigen Leute, feine Musik, kühle Drinks, der Abend war unser!

Samstags ging es nach einer erklecklichen Wartezeit in den Untiefen des ÖPNV erstmal zum Konstimarkt, um dann sehr viel später gut gestärkt bei No2 Records aufzukreuzen, wo der liebe Boo Hoo mit einigen Musikerfreunden den 5ten Instore Gig ausrichteten. Mit von der Partie waren im Rahmen der „Brookly meets Frankfurt“ – Veranstaltung neben Boo Hoo noch „Give to Light“ aus Brooklyn und „Yo‘ True“ aus England. Von feinem Singer-Songwriter AntiFolk über Vocoder Elektronik bis hin zu melodisch intoniertem Elektropop war hier alles vertreten, was musikalisch Spaß macht! Gut gefüllt war der Laden mit symphatischen Buntmenschen, so darf das gerne sein!

Von dort aus leisteten wir nochmal einen kleinen Alte Liebe – Schlenker, um dann im Dreikönigskeller die letzten Titel von „Heinrich the XIII and the Devilgrass Pickers“ aufzusaugen, einer Country – Band, die aus hessischen Gefilden stammend, erliche Musik mit zum Teil traditionellen Instrumenten wie dem Kontrabass, der Steel Guitar dem Banjo etc spielt, und der Sound ging wirklich ins Ohr. Beim nächsten Mal werde ich pünklich sein, wenn es heisst: „Heinrich the XIII spielen wieder im Rahmen der Down Home – Reihe.“ An den Decks standen übrigens der liebe Kaiser L sowie Truck Driver Benson!

Dann wollte ich aber irgndwann heim und ruhen. War ja kaum was los. Und so begab ich mich am Sonntag zu Radio X, denn „x wie raus“ wollte moderiert werden, und so kann man einen Sonntagabend auch gerne mal beschließen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 5/6 – 2014

AfE - Turm vor der Schönheits - OP
AfE – Turm vor der Schönheits – OP. Schade!

Jetzt kommt er nochmal zurückgehumpelt, der Winter, oh Du zahnloser Löwe. Eigentlich will er uns nochmal die Petersilie verhageln, während er selbst in den letzten Zügen Richtung Endstation herumliegt. Aber nach der rituellen Turmopferung wird nun alles gut, großes Sprengmeisterehrenwort!
 
Am Montag ging es in die Box zu „Fauser Mon Amour“, denn Jörg Fauser las ich immer gerne, und ich mag die Box als Ort für Experimente. Grandios waren die live gefilmten Film-Noir – Projektionen und auch die Art und Weise, sich nicht immer allzu ernst zu nehmen, die kam gut an. Aber leider waren 1 Stunde 45 Minuten für meinen Geschmack etwas zu lange. Macht aber nix, denn irgendwo muss man ja Drehen und Schrauben dürfen!
 
Dienstags wollte ich nur mal kurz raus, allerdings hatte ich ganz unsere Radio – X Sitzung vergessen, da musste ich natürlich hin. Und da das Ganze im Nordend stattfand, lohnte sich nicht nur deshalb der Schlenker übers Feinstaub, denn Barbelle und La Pistolita liessen es im Rahmen ihrer Reihe „Damengedecks“ im Feinstaub mit ausgesuchten Schallplatten richtig krachen. Oh Schreck, die Platten sind im Feinstaub von den Wänden verschwunden. Ich wollte aber nicht nachfragen, seit wann, nachher merkt noch jemand, wie lange ich mich da schon nicht mehr habe blicken lassen.
 
Am Mittwoch wollte ich nix unternehmen, da kam mir die Alte Liebe gerade recht, um mit den Richtigen allerlei Unrath zu verzapfen. Am Donnerstag galt es, die Bälle flach zu halten, da der liebe Florian Heiberger und der Neuntausender, also meine Wenigkeit, in der Stereobar als die „Vinylriders“ liebevolle Dienste am schwarzen Vinyl zu leisten hatten. Auflegen meine ich natürlich, ne! Und das war wieder eine flotte Sause, um es einmal verbalanachronistisch zu kleiden, und ja, viele kamen auch in vollkommener Neugierde, frei nach dem Motto: „Was treiben die beiden Typen da eigentlich und warum haben die Hüte auf?“. Zum einen wollte ich hierzu erwähnen, dass wir Schallplatten, vornehmlich Singles aus den 50ern, 60ern 70ern auflegen, und das Ganze zum Zwecke des Gästeglücklichmachens. Die Hüte haben wir auf, damit man unsere Abwehrantennen nicht sieht, die wir wegen der kosmischen Strahlung…aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall hat es uns wieder sehr viel Spaß gemacht, das machen wir gerne bald wieder.

In aller Herrgottsspäte ging es am Samstag auf dem Flohmarkt am Schaumainkai, aber der Regen machte die Auslagen auch nicht besser. Ich finde sie ja lustig, wenn so manche Händler, die ihren seit Monaten mit Regen vollgesogenen Sperrmüll zu Ebay – Sammlerpreisen losschlagen wollen. Aber es gibt auch die Coolen, die einem noch etwas dazugeben oder auch nur mal für einen Plausch zu haben sind. Danach ging es zum Chillen in den Baumarkt. Ich komme ja jetzt so ins Baumarktalter. Immer, wenn eine ansehnliche Liste zusammengekommen ist, streiche ich die Hälfte und kaufe den Rest. Solche Baumarktartikel könnten ja locker komplette Sendereihen mit Kriminalforensikern füllen, welche dann kniffelige Fälle zu lösen haben. „CSI Offenbach wird Ihnen präsentiert von BlaBla – Baumarkt – Wenn es gut werden muss…“ oder so. Aber ich schweife ab. Am Abend ging es nämlich ganz profan in die Alte Liebe, denn so eine AfE – Turmsprengung will ja gut vorbereitet werden.

So lange hatte ich dort allerdings nicht zugebracht, denn ich wollte am Sonntagmorgen für sonntägliche Verhältnisse zeitig aufstehen, die Gründe nannte ich sicherlich bereits. Auf dem Rückweg schaute ich nochmal bei Robert „Jazzmadass“ Lochmann vorbei, der in der „Old Fashioned Bar“ hinter den Reglern stand.

Am Sonntag war es dann endlich soweit: Endlich kam das Ding weg, wobei, für die Einen ein Ort der Kommunikation, für die anderen ein Betonklotz. Recht machen wird man es in diesem Punkt hier sicherlich nicht allen. Und traf man sich, bewaffnet mit Thermoskannen und Frühstücksutensilien zum AfE – Turmspreng – Gucken, und ja, das sollte man öfters Sonntags machen, eine Auswahl diverser Bauobjekte bietet die Stadt allemal. Der Turm selbst verabschiedete sich in zwei Teilen, aber nicht ohne eine ordentliche Vibration, gefolgt von einer großen Staubwolke. Das war’s nun. Der Restsonntag wurde zum Erledigen von ptrk-Sachen genutzt, und später ging es dann mal wiederzu Radio X, denn dort wartete ab 18 Uhr Studio 1 mit „x wie raus“ auf mich!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//prtrk9000