Archiv für Januar 2014

Wochenend – Rückblick 4/5 – 2014

Nicht nur dem King gefällts - Annabell Pearl (Trinity Club) und Christine (Bumblebees) im 3kk
Nicht nur dem King gefällts – Annabell Pearl (Trinity Club) und Christine (Bumblebees) im 3kk

So, nun bin ich wieder zurück, letztes Wochenende war ich ja schreibverhindert, was allerdings nicht zur Gewohnheit werden sollte ;-)

Manche Sachen wiedeholen sich kurioserweise: Denn kaum war ich aus der „Old Fashioned Bar“ draussen, war ich schon wieder drin, um einer weiteren Veranstaltung aus der Reihe „FFM Comedy Slam!“ beizuwohnen, die, wie ich bereits erwähnte, von Julius Carter gehostet wird und bei der es sich Prinzip eine Open Mike – Veranstaltung in englischer Sprache handelt. Ich spreche ja eher oxford-hessisch, deshalb hatte ich mir auch keine ernsthafte Gedanken gemacht, einmal aktiv an der Sache teilzunehmen. Aber auch gut zuhören macht dort auch Spaß, I promise!

Mittwochs hatte ich mich in der Alten Liebe herumgedrückt, weil mir im Moment ein bißchen die Decke auf den Kopf fällt. Im Kino war ich auch noch, nämlich in „The Wolf of Wallstreet“, ein dreistündiges Koksnuttenspektakel mit Leonardo DiCaprio, der als Protagonist in irgendwelchen druffgeschickten Zuständen doch einige erstunliche Fratzen ziehen kann. Das Ding geht drei Stunden lang, wollte ich nochmal indezent anmerken. Drei Stunden! Das wird aber keine DVD für zuhause, glaube ich.

Am Donnerstag verschlug es mich zu Nicole Forster und Hans Romanov ins „Neglected Grassland“, um mir ’ne leckere Suppe und ein paar Samosas hinter die Kiemen zu werfen, und das Ganze wird einem noch nett angetragen, manchmal ist eine noble Existenz so einfach zu haben!

Auch am Freitag hatte ich dort aufgehalten, erst einmal, um dem guten DJ Konrad beim Auflegen Beizuwohnen, wobei das Beiwohnen sicherlich die spannendere Variante des Wohnens darstellt, und so wurde ich auch dort mal wieder schön beschallt mit Liedgut aus dem Reich der Sixties – Schallplatten. Fein so!
Dananch ging es ‚rüber in die Alte Liebe, denn der traurige Wirt hatte sich etwas ganz besonderes Einfallen lassen: Der ganze Laden wurde zur „Hafenspelunke“ und wer in maritimer Kostümierung erschien, durfte sich auf ein hausgebrautes Kurzgetränk freuen. Musikalisch wurde der Abend von der Band „Monkey Business“ gestaltet, die hafenspelunkenmäßige Matrosenlieder und Traditionals zum Besten gaben, eine passende Untermalung der Veranstaltung, zu dessen Zweck man den Laden fein dekoriert hatte. Spelunking heisst übrigens Höhelnforschung, da wird einem auch so einiges klar. Mit diesem Wissen im Gepäck verlebte sich in der knackevollen Alten Liebe ein feiner Abend, denn ich nur zum Durchschnaufen in der Old Faschinoed Bar unterbrach, deren Betreiber im übrigen auch ein wenig geknickt sind, denn lärmsmpfindliche Nachbarn verboten ihnen das Veranstalten von Live – Konzerten. Ist sicherlich nicht sinnvoll, so mitten im Applewine – Destrict Alt-Sachs, mal schauen, ob das noch schlimmer wird. Ich will es nicht hoffen und wünsche den Betreibern viel Glück weiterhin.

Samstags ging es nach einem Flohmarktbesuch in der Lindleystraße wieder nach Hause, um am Abend ein wenig die Welt unsicher zu machen. Der ging dann auch erst später los, und zwar fanden wir uns im Dreikönigskeller ein, denn die „Bumblebees“ spielten auf, 3 nice Ladies play nice Musik, und daran ist kein Wort gelogen. So gab es einiges aus den Sechzigern auf die Ohren, aber auch die Freunde guter Indiemusik kamen nicht zu kurz, was sicherlich auch daran gelegen hat, dass sich zu den Bumblebees die smarte Annabell Pearl gesellte, die man auch von Veranstaltungsreihen wie den Trinity – Club kennt. Ein feiner Abend auch im Dreikönigskeller, die richtigen Leute am richtigen Ort, so lässt es sich gut gehen in Sachsenhausen!

Der Sonntag wollte chillen, ausschlafen und Sport machen. Sport machen. Auch sowas, Sport. Früher musste man nur an die Inquisition verpfiffen werden und heutzutage quält man sich freiwillig. Nee, so schlimm ist es nicht, ausserdem kommt man nicht auf dumme Gedanken und im Sommer werde ich wieder jung aussehen. Danach ging es zu unserem Lieblingsradiosender Radio X, denn „x wie raus“ wollte moderiert werden! Hinterher gab es Tatort und Falafel mit Freunden, da kann doch die Woche kommen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 2/3 – 2014

Immer für ein Späßchen zwischen zwei Rillen zu haben: Sixties Experte DJ Konrad
Immer für ein Späßchen zwischen zwei Rillen zu haben: Sixties Experte DJ Konrad

Neues Jahr, neues Glück. Vorsätze mit dürftiger Halbwertzeit wollen über den Main geworfen werden, der vermeintliche Winter will hinweggesehnt und das Frühjahr freudig erwartet werden.
Jetzt, wo die Sivesternacht auch mental verarbeitet ist, kann es ja nur noch besser werden. Ich wusste schon, warum ich den Jahreswechsel oftmals woanders als am Südmain vollzog. Vor Mitternacht ist alles nice, aber wehe, Du gehst dananch in Frankfurt auf eine kommerzielle Party. Während des ganzen Jahres bezahlt man nirgenwo soviel für das Herumstehen, Anstehen und Warten wie in dieser Nacht. Ist schon klar, dass die ganze Stadt in einer solchen Nacht auf den Beinen ist, da ist es nicht erforderlich, sich organisatorisch ein wenig den Kopf zu zerbrechen. Aber was soll man sich uffreesche, beim nächsten Mal mache ich es eben anders.

Nicht meiden werde ich eine weitere Veranstaltung aus der Reihe „Frankfurt Comedy Slam“, welche von einem gewissen Julius Carter gehostet wird, der, meiner völlig unmaßgeblichen Meinung nach, ein ziemlich cooler Typ ist, denn als Englishspeaker kam er auf die Idee, einen englischsprachigen Comedy Slam in Frankfurt einzustarten. Mitmachen kann jeder, der sich traut, 5 Minuten vor einem offenen Mikro zu stehen, um die Zuhörer zum Lachen zu bringen. Als Belohnung winken Beifall, Anerkennung und Kurzgetränke. Die letzte Veranstaltung fand nun am letzten Dienstag in der gut gefüllten „Old Fashioned Bar“ in Sachsenhausen statt, ein passender Ort indeed, denn ein vornehmlich junges Publikum empfing gespannt den ersten Teilnehmer. Erfreulicherweise reduziert das Erfordernis, der englischen Sprache ein wenig mächtig zu sein, die Idiotenquote im Publikum auf Null. Beim nächsten Mal komme ich wieder, I promise!

Am Donnerstag hatte ich dem „Neglected Grassland“ einen Besuch abgestattet, denn wenn DJ Konrad hinter den Plattentellern steht, dann ist der Abend musikalisch gerettet. Allerlei Sixtieslastiges, aber auch Verjazztes mit Sitar fand an diesem Abend den Weg in die Ohren der Besucher, auch die Meinigen hatten dabei viel Spaß gehabt. Diverse Leckereien kann man mittlerweile bei Nicole und Hans erstehen, hausgemachte Suppen, Samosas und spanische Brotzeiten, um nur einiges zu erwähnen. Alles fein an der Kräme, hier schaut man gerne mal rein, zum Beispiel samstags nach dem Einkaufen, oder zum Feiern nach dem Abendessen. Aber zum Feiern kommen wir später noch. Jedenfalls war dieser Donnerstagabend ein Feiner, so darf gerne der Tag zur Neige gehen.

Am Freitag habe haben wir uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt, denn endlich einmal schafften wir es, in der Schmiere einer Goldfischreise beizuwohnen. Die beiden Darsteller Tim Karasch und Jochen Döring schafften es in „Die Reise des Goldfischs“ ganz locker, in verschiedenen Rollen episodenartig diverse Stereotypen der Lächerlichkeit preiszugeben, seien es reiche Kronberg – Snobs, Outdoor – Stehbiertrinker oder frankfurter Ghettorapper, alle bekommen hier ihr Fett weg. Und eigentlich fing alles mit einem Goldfisch an, aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Kann ich aber wirklich empfehlen! Hinterher ging es noch in die Alte Liebe, aber nicht, ohne uns am Kiosk noch eine gemischte Tüte zu kaufen, keine Ahnung, woher dieser Impuls plötzlich kam. In der ALi standen die DJs Elviz, Kristen Aul & Special Guest Thommy Rinke (Keepin‘ On/Jumping, Jiving) hinter den Plattenspielern, wo sie allerlei Soul, R&B und Popcorn aus den Sechzigern auflegten. Auch hier war der Abendgott gnädig und hat uns eine schönes Verweilen dahergeschenkt.

Samstags hatte ich mich auf Bratkartoffelessen auf dem Konstimarkt gefreut, aber der entsprechende Stand war schon wieder nicht da. Jaja, ich weiß, erste Welt – Probleme, aber manchmal freut man sich eben so auf etwas…schnüff. Naja, es kommen auch wieder bessere Zeiten! Und die kamen auch gleich am Abend, als es ins „Neglected Grassland“ ging, denn der Darmstädter DJ Florian H. und meine Wenigkeit hattem bei Nicole und Hans einen Auflegetermin, dem wir natürlich nur allzu gerne nachkamen. Und so liessen wir hier die kleinen Scheiben aus den Sechzigern niedrig fliegen, was den musikbegeisterten Besuchern wohl ganz gut gefallen haben muß. Aber was soll man sich über den Klee loben, ich weiß auf jeden Fall, dass Musik gespielt wurde, die sonst andererorts recht selten läuft, und diese musikalischen Schätze sind wir gerne bereit zu teilen! Und so wurden die Platten am frühen Morgen in den gewünschten Helikopter geladen, der sich am Ende als Taxi entpuppte, denn irgendwann will man auch mal Heim unter die Bettdecke.

Sonntags wollte geruht werden, nur die kleine „x wie raus“ – Sendung musste sein, wo kämen wir denn ansonsten dahin!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000