Archiv für Dezember 2013

Wochenend – Rückblick 51/52 – 2013

Wolf und Aetschy in der Stereobar - Party hard in tiefen Kellern!
Wolf und Aetschy in der Stereobar – Party hard in tiefen Kellern!

Schlimm, schlimm, dieser Doppelmonat Dezember, der aber nur halb so lange ist. Wie? Was? Wo? Doppelmonat? Naja, ersteinmal muß im Job alles „vor Weihnachten“ erledigt werden, die Weltformel, die Ablage Papierkorb und der Stapel Jahresabrechnungen. Parallel ist man oftmals noch Weihnachtsvorbereiter und Festorganisator. Und für diese beiden Aufgaben bleibt nur im Dezember Zeit, aber nicht der ganze Dezember, nein, nur die ersten drei Wochen, die Letzte wird geblockt durch die vorangegenagen Vorbereitungen. Und in der kommt das große Umtauschen und der alljährliche Wasmachsdndusilvester? – Sozialstress hinzu. Ich will das alles gar nicht. Wie kann man sich nur selbst jedes Mal so bestrafen? Irgndwann, im Zuge meine Weiswerdung, werde ich auch darauf eine Antwort haben. Ausserdem gehen mir die damit einhergehenden Menschenmassen auf die Nerven.

Im Kino, da hat man seine Ruhe, dachte ich mir, und so wurde sich flugs an letzte „Meisterwerk“ der Coen Brüder „Inside Llewyn Davis“ im Harmonie – Kino angeschaut. Ein schöner Plot ohne Spannungsbogen, Walther aus Big Lebowski ist auch wieder mit dabei und so mäandert sich der Protagonist von Sofa zu Sofa, immer auf der Suche nach dem großen Gig. Schön musiziert wurde auch, naja, es liegt vielleicht auch meinem Alter, da wird man ja schon mal rahmdösig. Aber ein schöner Katzenfilm ist es auf jeden Fall, auch wenn dem Kater vielleicht nicht die große Beachtung geschenkt wurde, die ihm vielleicht zugestanden hätte. Ich sehe hier viele große Möglichkeiten, und ich kann den Film jedem ans Herz legen, wenn er Wert auf einen entspannten Plot legt und keine Lust auf explodierende Autos hat. Hinterher ging es nochmal in die Alte Liebe, wo wir weltmännisch, aber nicht versnobt (Max Goldt) die Scheinchen über die Theke segeln ließen!

Der Mittwoch lag mir schon am frühen Morgen in den Ohren, denn er wollte am Abend in den Dreikönigskeller. Na gut, dachte ich mir, der Mittwoch hat ja an sich schon so ein schlechtes Standing, dann darf er halt mal mit. Denn im Dreikönigskeller spielte, zum ersten Mal übrigens in dieser Lokation, keine Geringerer als der liebe Boo Hoo zum Konzerte auf, begleitet übrigens von Low Budgie, einem frankfurter Trio bestehend aus Anne-Kathrin Holz, Alex Kempf und Christoph Herbig. Boo Hoo spielte natürlich gekonnten Singer-Songwriter Folk, während Low Budgie eher in der Indie / Gitarrenpop – Ecke zu Hause sein dürften. Hier macht der Folk auch Spaß, nicht wie oben beschrieben, und das merkte man auch am Publikum, denn dieses war angenehm gemischt und unter den ganzen Bärtigen bin ich auch gar nicht so aufgefallen. Richtig voll war es an diesem Mittwochabend im 3kk, da hatte der Niko Laus hinter der Theke schon ganz schön was zu tun!

Donnerstags ging es mal kurz in die Alte Liebe, nix spektakuläres, eher so ein gezieltes Chillen war das Ziel.

Und dann kam auch schon das Wochenende, so unvorhersehbar wie für manch einen Weihnachten, und da dachte ich mir, ich guck mal im „Horst“ vorbei, ein netter Laden in den Adlerwerken im Gutleut. Gerne lümmelte man sich auf gemütliche Sesselchen und auf Sofas und lauschte der elektronischen Musik, aufgelegt von Fatmike & Sizza, und das hieß Drum ‚n‘ Bass und Artverwandets auf die Ohren, und das zum Glück auch nicht in Zimmerlautstärke. Das war eine gemütliche Angelegenheit, zumal auch noch eine Atari VCS 2600 Spielkonsole nebest Röhrenfernseher zum Zocken bereitstand.
Auf dem Weg zum Südmain schauten wir nochmal bei Nicole und Hans im „Neglected Grassland“ vorbei, diesen Abend stand DJ Konrad hinter den Plattenspielern, auch das ein Garant für einen musikalisch hochwertigen Ausflug auf die Tanzflächen der Sechziger. Hier wollten wir es noch ein Weilchen aushalten, bevor es nach Hause ging!

Der Konstimarkt rief, und irgendwie wollte ich dem bedingungslos nachkommen. Frisch gestärkt ging es dann durch die Stadt, um noch die letzten Kleinigkeiten zu erwerben, wie zum Beispiel, Geschenkpapier, Klebeband und Geschenke. Nein, ganz so schlimm war es nicht, zum Glück, denn die Innenstand war verstopft mit konsumbereiten, gestressten Menschen, und so wollte ich da auch schnell wieder weg. Nach Sachsenhausen. Dort bin ich auch am Abend geblieben, erst spät trieb es mich aus dem Haus und von dort aus direkt in die Stereobar. Ich bin ja nicht so der Mottopartybesucher, das sollte ja bekannt sein, aber die Stimmung auf der „Superhelden und Superschurken“ – Party war kaum zu toppen, was sicherlich auch an Aetschys Musikauswahl lag und auch daran, dass jeden Menge der Gäste ebenfalls in Kostümierung erschienen, und dass man eigens für die Veranstaltung den Laden dekorierte. So verbrachten wir den Abend in dem Kellerklub hinter der Dönerkurve und fielen irgenwann in die Federn.

Am Sonntag wollte ich nichts machen, tun, unternehmen. Nicht wegen des Vorabends, sondern ich hatte einfach keine Lust, sogar die Radiosendung hatte ich anderen überlassen, das kann man ja mal machen, ne!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 50/51 – 2013

Kometenhafter Einstieg - Premiere der Alten Liebe Hausband
Kometenhafter Einstieg – Premiere der Alten Liebe Hausband

Der Countdown läuft. Nicht der bis Weihnachten, sondern bis die Sonne explodiert. Nur noch 5 Mrd Jahre. Da lohnt es sich auch nicht mehr, den Müll rauszubringen. Negativmotivation nennt man das wohl. Aber nein, zeigefingern sofort die Waschbrettköpfe, das ist nicht gut, und genauso ungut ist es, den nicht heruntergebrachten Müll ungetrennt zu belassen. Also doch mülltrennen, ab in die Biomülltüte, die dann am Fließband sowieso wieder heraussortiert wird, und ab ins Duale System, getrennter Müll brennt schließlich besser. Aber am Müll wollte ich gar nicht so hängenbleiben, mir geht nur diese moralische Überlegenheit zwecks Mitmenschengängelung so dermaßen auf die Nerven. So unnötig wie handgehäkelte Biomülltüten aus Biobaumwolle, fair getradet aus Peru und erhältlich in einem nur samstags vormittags geöffneten kleinen Lädchen in der Bergerstraße. Ach egal. Dachte ich mir auch am Dienstag und begab mich in die Geburtstagswoche der Alten Liebe. Dort feierten sie, dass es die Gäste schon drei Jahre mit dem Laden ausgehalten haben, und an eben diesem Dienstag gab es sogar eine Premiere: Die Kometen, die neue Hausband der Alten Liebe, spielten zum ersten Mal auf. Nachdem die Franz Fischer Revue ins Logenhaus expandierte, klaffte dort eine Riesenlücke, in die die Kometen nun allmählich reinwachsen werden. Sehr gefallen haben die doch recht sarkastischen Texte, unterlegt mit einer Alleinunterhalterbontempikeyboard-Patina in Verbindung mit dem mäßigen Streben nach Perfektion. Alles in allem eine spaßige Angelegenheit, intelligent inszeniert und passend für die Alte Liebe, als wäre es die Umsetzung kosmischer Planung schon vor 9000 Jahren.

Ansonsten gab man sich unter der Woche eher bedeckt, auch Weihnachtmarktbesuche wurden tunlichst vermieden, denn das halte ich in der Birne nicht aus. Natürlich waren wir noch hier und da, aber nicht jedes Kioskbierchen muß man hier belobhudelen.

Freitags ging es eher unmotiviert aus dem Haus, man denkt ja jedes Jahr, dass es im Vorjahr weniger kalt gewesen ist, alles Mumpitz aus dem Bereich des gefühlen Wissens.
Das „Neglected Grassland“ war das Zeilziel, denn zum einen hatte Käpt‘n Hans Geburtstag und zum anderen spielten Kirstin und Ralf, besser bekannt als „Double Diamond“, sich vertikal und horizontal durchs Plattenregal, und das machen sie auf jeden Fall mit gekonnter Lässigkeit. So konnte man es aushalten, in der kleinen Bar in der Passage, traf man doch hier eine Menge bekannte Gesichter und bekam flugs das gewünschte Kaltgetränk angereicht.
Allerdings wollte nochmal in der Alten Liebe vorbeigeschaut werden, denn zum 3-Jahres Finale legte nicht weniger als dreizehn DJs jeweils ein kurzes Set auf, allesamt rekrutiert aus diversen ALi – Auflegeveranstaltungen, und so haben sie natürlich alle nur die Perlen aus der Plattenkiste gezogen, auch nicht schlecht, so ein Extrakt der jeweiligen Sets. Als ich eintraf, war gerade Jimmy Jack mit einem Floorfiller – Set, bestehend aus Reggae und Rocksteady, am Zuge, und das natürlich gewohnt gut! Auch hier traf man die eine und den anderen, und so wurde dieser Abend auch ein Erklecklicher.

Am Samstag habe ich den Konstimarkt geschwänzt. Keine Lust. Vielleicht hatte ich auch einfach anderes zu tun. Oder war zu faulig. Na, ausserdem mussten ja auch noch einige Platten sortiert werden, denn am Abend ging es in die Stereobar, um dort entsprechend das musikalische Zepter zu schwingen! Zusammen mit dem darmstädter Designer und DJ Florian Heiberger gaben wir die Premiere der Veranstaltungsreihe „Vinylriders“, denn auf dem Groove der 50er, 60er und 70er wollten wir bis in den Morgengrauen reiten, Musik natürlich ausschließlich von der Acrylschallplatte, wie es Unwissende auch gerne mal nennen. Aber Spaß beseite, es war wirklich eine verdammt gute Veranstaltung, und da man sich nicht selbst loben soll, fragt doch einfach die Besucher, denn die wollten gar nicht mehr gehen! Das machen wir mal wieder und beweist auch, dass viele einfach keine Lust auf Trashparties und 90er – Jahre HipHop haben!

Am Sonntag wollte der 9000er ruhen, ein Basalt in der Felsenbrandung, um dann gegen Abend zu Radio X zu eilen, denn auch dieses Mal wollte einmal wieder mehr „x wie raus“ moderiert werden.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 49/50 – 2013

Besidos feat Steryo Cem in der Pas Bar - fein aufgespielt und mit viel Spaß bei der Sache
Besidos feat Steryo Cem in der Pas Bar – fein aufgespielt und mit viel Spaß bei der Sache

Immer noch nicht Weihnachten. Immer noch keine Geschenke gekauft. Auch sowas unnützes: Geschenke kaufen. Machen ja viele nur, damit sie ihre Ruhe haben. Diese „Geschenkeläden“ machen mir, nun ja, Angst wäre ein zu starkes Wort, nein, sie bereiten mir Unbehagen. Kuschelige Gelddruckmaschinenen, in denen man zum Zwecke der Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Konventionen Dinge erwirbt, die über den Umweg Weihnachtsbaum über kurz oder lang in der Mülltonne landen. Ich kenne niemanden, der sich ernsthaft über Star-Wars Eiswürfel, gepunktete Hirschgeweihe oder pseudokomischen Krimskrams freut. Ich zum Beispiel habe im Bad solche Geschenkenten, so kleine, gelbe, niedliche Dinger. Selbst wenn man, so rein Ernie-und-Bert-mäßig, auf die Idee käme, diese Dinger ins Wasser zu setzen, wäre man um eine Illusionen ärmer: Die Dinger schwimmen nicht, sie gehen sofort unter, diese Kamikazequietscheenten. Aus dem Gescheneladen ihres Nichtvertauenes. Dann hängt man nun drinne, in Zwickmühle. Wohin mit dem Wohlstandsmüll? Aussetzen vielleicht auf der Geschenkeraststätte, upcycling zu Briefbeschwerern oder einfach Einäschern? Geht alles irgendwie nicht so richtig gut. Am Besten solche Sachen gleich vermeiden. Zeit verschenken ist sicherliche eine gute Idee. Kultur. Was Leckeres. Gehirn statt Goggle. Oder jemanden einladen, zum Ausgehen. Mache ich ja schon ganz gerne, auch wenn meine Radien klein sind, sind sie deshalb wohl auch gut erforscht. Da geht nichts unter, versprochen!

Letzten Mittwoch war ich ein wenig Platten auflegen, in einer kleinen Bar unweit des Elfenbeinturms, die Altvorderen werden schon wissen, wo. Ein paar Platten aus Südamerika wollten auch mit, und so schmetterte Carlos Gardel über den Südmain und der Jazz blecherte bis hoch zum Südbahnhof, eine feine Sache an einem Mittwoch, ein traditioneller Memmenzuhausebleibabend, aber wer weiß, wo ich mal irgendwann landen werde…

Freitags beherbergten wir mal wieder Besuch, und so ging es zum Dinieren in die Cafebar Brücke, und zum Hinterhertrinken in die Alte Liebe. Zur Brücke muß ich nichts mehr sagen, glaube ich, denn dass man hier gut, frisch und freundlich verköstigt wird, ist ja nun bekannt. So bekannt, dass ich mittlerweile Wochenends auch schon mal reservieren musste. Sollte man sich also im Hinterkopf behalten, hoffentlich nimmt das nicht Überhand, sonst hat das Laufpublikum das Nachsehen. In der Alten Liebe gab man die UK – lastige Gin Tonic und Brit Pop Night, eine Freude für die Queen indeed, und so flog der Gin niedrig, während die Qualitätsbeschallung von den DJs Anabell Perl und Frank Diamond übernommen wurde, auch hier keine Unbekannten auf dem Gebiet der englischsprachen Musikselektion.

Irgendwann wollte man aber auch mal in die Federn, und so ging es samstags, nachdem wir den Besuch in den Flieger gesetzt hatten und dem Captain noch 10 Euro zum Nachtanken in die Hand gedrückt hatten, zum Bratkartoffelfrühstück auf den Konstimarkt, um dann hinterher noch das Eine oder Andere einzukaufen. Lecker Kram eben, aber keine Ungeschenke.

Am Abend ging es mal übers Mainufer in die Pas – Bar, eine Gewölbekellerbar unweit des Eschenheimer Tors, wo man regelmäßig Konzerte veranstaltet. Die Betreiber der Pas – Bar betreiben parallel das nebenan verortete Sümela II -Restaurant, allerdings ging der Plan nicht auf, erst im Restaurant lecker türkisch zu essen, und dann „rüberzumachen“, auf das am Abend stattfindende Konzert in die Pas – Bar, denn auf die zugegebenermaßen schlaue Idee kamen vor mir schon andere, und so war das Restaurant vor dem Konzert natürlich komplett ausgebucht.
Macht nix, dachten wir uns, und sorgten in Sachsenhausen in Sachen Falafel und libanisischer Küche schon mal bei Habibi Sandwiches vor, unweit des Lokalbahnhofs, wenn man am Udon vorbeiläuft. Kann ich nur empfehlen, denn auch hier wir alles frisch zubereitet, mjam mjam.
Aber zurück zum Konzert, denn Ziel waren natürlich die Besidos aus Darmstadt, wo die Jungs mit ihrem türkisch angehauchten Balkan – Sound allen Anschein nach gefühlt Fußballstadien und Kreuzfahrtdampfer füllen, kein Wunder, denn die explosive Mischung aus Balkan – Musik, allesamt gespielt auf allerlei Saiteninstrumenten mit mehrsprachigen Gesang, die geht in die Beine und macht Spaß. Mit dabei war auch dieses mal wieder Steryo Cem, der gesanglich einige Parts beisteuerte, ein frankfurter Bub und kein Unbekannter in der hiesigen HipHop – Szene, und so wurde das ein langer, abwechlungsreicher Konzertabend, denn unter drei Sets ließ das Publikum die Jungs erst gar nicht von der Bühne!
In der Pas – Bar war ich vorher noch nicht zu Gast gewesen, man reicht hier freundlich und schnell Cocktails und andere Mixgetränke an und sitzt gemütlich an so kleinen Tischchen, da kommen wir gerne nochmal vorbei!

Durch Alt-Sachsenhausen hindurchgeflüchtet, wollten wir doch noch einen kleinen Absacker einnehmen, aber auf den Schlachtfeldern des Grauens ist es manchmal schlecht mit dem Lustig sein, und so zogen wir es vor, den Elfenbeinturm aufzusuchen.

Gut gebrüllt, Katze, denn am Sonntag wurde gechillt und rumgegammelt, was das Zeug hielt, denn man wollte fit sein, wenn es um 18 Uhr auf Radio X einmal wieder hieß: „x wie raus – für den Überblick im Untergrund!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 48/49 – 2013

Purple Grapes in der Old Fashioned Bar in Sachsenhausen! Fein aufgespielt!
Purple Grapes in der Old Fashioned Bar in Sachsenhausen! Fein aufgespielt!

Es gibt schon mit Frankfurt verbandelte Dinge, die man nicht braucht. Ganz ehrlich! Zum Beispiel das Frankfurter Bad, das Frankfurter Bier oder die Frankfurter Grippe. Letztere ereilte mich, als ich, gerade zurüchgejettet aus der Sonne Südamerikas, am Fraport meinen Koffer in Empfang nahm. Hatschie, das war sie wieder, die Erkältung. Habe Dich ganz schön vermisst, Du Loch im Kopf meiner Gesamtgesundheit.

Aber was sollte man machen, dann ging es eben wieder rotznasig hinab, in dunkle Datenbergwerke und helle Büroräume, die Maus als Spitzhacke des schwer arbeitenden Sesselwärmers, immer ganz vorne mit dabei, als Nummer in den namenlosen Ressourcen – Sheets einer gesichtslosen Elite.

Aber man sollte sich ja auch nicht so vereinnahmen lassen, es ist gut, nicht an die Karotte zu glauben, sie baumelt morgen auch noch, und niemand starb daran, der ihr einfach mal keine Beachtung schenkte. Klappt ganz gut, ehrlich!

Und so war ich Donnerstag abends im „Neglected Grassland“, um einfach mal einen vorabendlichen Zwischenstopp einzulegen, wenn sich die ganze Stadt in einen Weihanchtsmoloch verwandelt und einen Jeden erblinden lässt im Lichtermeer der Einkaufstempel. War auch ausserdem schon lange nicht dort gewesen, im „Le Bau“ mit den roten Kuschelhockern ;-)

Auch am Freitag spuckte mich die Stadt direkt am späten Abend in die „Old Fashioned – Bar“, eine gute Sache indeed, spielten doch dort die Jungs der „Purple Grapes“ – Combo auf, entspannten Jazzfunk, live und trotzdem Konversationskompatibel, das machte Spaß und zeichnete und den Abend fein! Hinterher ging es nochmal kurz über die Straße in die „Alte Liebe“, denn im zweiten Wohnzimmer ist man immer willkommen, warten doch dort schon die lokalen Kaltgetränke auf baldigsten Konsum! Und so durfte der Freitag in Würde zur Neige gehen, um den Samstag die Klinke in die Hand zu geben.

Samstags ging es erst einmal zum Konstimarkt, denn auch auswärtiger Besuch, den wir an diesem Wochenende beherbergten, weiß ein ausgewogenes Bratkartoffelfrühstück zu schätzen! Hinterher ging es über die Zeil in Richtung Weihnachtsmarkt. Voll Subkultur, so ein Weihnachtsmarkt, aber ich kann Euch whistleblowen: Dort mutieren Konsumabhängige auch nur zu Teiglingen, getriggert von Zuckerwein und Fettbatzen, schieben sie sich doch von der Zeil durch bis zum Main, wo ein Geländer sie davon abhält, ins Wasser zu stürzen.

Von wegen dachte ich mir, und war erstmal in der Diamantenbörsen – Fresskurve thailändisch essen, um dann hinterher so langsam nach Sachsenhausen zu pilgern. Gut, so ein Hennigerturm – T – Shirt bei Souvenir FFM wollte auch noch mit, dann hat zum Shirt auch gleich ein Thema an der Theke und muss sich nicht irgendeinen Mist ausdenken. Bin ja schliesslich auch nicht in der Politik.

Am Abend ging es erst einmal zum Ausruhen in die Alte Liebe, um nach einem Schlenker in die „Cafebar Brücke“ im „Dreikönigskeller“ zu landen. Stimmt, in der Brücke gab es diese Woche diesen verdammt leckeren, vegetarischen Nussbraten. Aber auch mit den anderen Sachen liegt man ja dort auch nie falsch! Aber zurück zu den kleinen Kellern unserer Stadt: „Tighten up“ hieß es einmal wieder an diesem Samstagabend, denn die DJs Elviz, Jacob und Ole luden ein zum Geburtstagstanzen, und dazu luden sie sich noch die Plattenexperten Caroline Meissner und Soul Sunny ein, und so wurden feine Scheiben aus den Sechzigern aufgespielt, Soul und Funk in der Hauptsache, alles ganz ganz fein! Und auch wir gratulieren DJ Elviz zum Geburtstag und wünschen nachträglich alles Gute!

Aber müd und rotznasig rollte ich dann in die Federn, und auch am Sonntag hatte ich zu nichts richtig Lust. Aber das dann auch richtig! Muss auch mal sein! Nichts machen! Warum sich auch immer stressen? Im Übrigen empfehle ich als Rosskur die Super-Doku „Masters of the Universe“, in der Rainer Voss aus dem Nähkästchen bzw aus dem Geldspeicher plaudert, damit man mal sieht, wo die Kohle gemacht wird. Angeschaut natürlich in der Harmonie, wo sonst, gemäß der Prämisse: Think global, drink local!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000