Archiv für September 2013

Wochenend – Rückblick 39/40 – 2013

Allerlei Sound und Geräusch: An dem Effekten im Mothership Spacecake: Die Kollektivmaschine
Allerlei Sound und Geräusch: An den Effekten im Mothership Spacecake: Die Kollektivmaschine

So langsam wird es freezy in Frankfurt, auch wenn blaue Sonne und strahlender Himmel, achso, nein, umgekehrt, aber ist ist ja auch nicht so wichtig. Ich hoffe nur, dass dieses Mal der Winter hart und kalt wird und uns eine kaum messbare Übergangszeit beschert. Gegen Kälte hilft die richtige Kleidung, gegen naßkaltes Graumistwetter noch nicht mal überbordende Motivation. Aber noch ist es ja noch nicht soweit, und deshalb sollte es die Menschen nach draussen ziehen.

Nach semi-draussen hatte es mich am letzten Mittwoch ins Blaue Haus gezogen, denn „Küche Nord“ sollten mit Klavier, Percussion und gesanglich Musikstücke von Ton Steine Scherben und natürlich Rio Reiser intonieren, beim letzten Mal hatte ich sie ja verpasst und das sollte mir dieses Mal nicht passieren. „Haha“, lachte da der Schicksalgott, denn einer der Gruppenmitglieder erkrankte und so konnten Küche Nord leider nicht spielen. Auch hier nochmal, vom ebenfalls kränklichen Schreibtisch, die besten Genesungswünsche aus dem Elfenbeinturm. Aber der Abend war nicht verloren, denn es gab ja noch die Vernissage der Strichmännchenbilder von Jitka Ludvikova zu bewundern, auf einfache Striche reduzierte Zeichnungen, innerhalb derer lustige Situationen dargestellt oder Redwendungen auf den Kopf gestellt wurden. Auch sehr sehenwert und schon das eine oder andere Grinsen huscht einem da übers Gesicht. Warum nicht mal als Buch veröffentlichen?
Musikalisch ging es trotzdem fein zur Sache, denn auch wenn Küche Nord nicht spielen konnten, erklärten sich die Lieben Casey Keth und Tomek Witiak aka Casey & Tomek wohl bereit, ihr Musikgut zum Besten zu geben, Deja vu folgte hier auf Deja vu, denn ich konnte die Beiden bereits am Schwedlersee und auch bei Radio X im Rahmen der Bühnenreif – Sendung bewundern!
Ausserdem gab es zwei tolle Geburtstage zu feiern, zum einen den 5jährigen des Blauen Hauses, zum andern den von Casey! Happy Birtday, in Textform natürlich nachträglich!

Freitags ging es für uns wieder hinab in tiefe Keller, denn wir waren einmal wieder als DJs im Rahmen der Funky Sneakers Inc – Reihe in der Stereobar zugange. Und so zogen Frank Rox und ptrk9000 los, um die Nacht zum Tag zu machen, übrigens mittlerweile einer der wenigen Termine, wo man den guten Don Rox zu hören bekommt, tourt er doch als im Kunstverein Lola Montez verwurzelter Künstler und Initiator derzeit durch ganz Deutschland!
Denen haben wir es aber ganz schön gegeben, war doch die kuschelige Kellerbar schon früh bis unter die Decke gefüllt. Und der gute Akis, der unter anderem in der Stereobar die Reihe Powerjam unterhält, zu der er unregelmäßig interessante Gäste einlädt, ja, er liess es sich nicht nehmen, auch noch ein kleines Vinyl – Set zu spielen. Ingesamt flogen die Platten niedrig, so dass die Wände trieften. Jeder, der schon mal im Verlauf einer gut betanzten Stereobar – Party als Gast zu Besuch gewesen ist, wird genau wissen, was ich meine!

Am Samstag hieß es erstmal ausschlafen, und das mit gutem Gewissen. Ich gebe zu, ich konnte mich auch nicht motivieren, zum Konstimarkt zu gehen, so faulig war ich.
Deshalb begab ich mich abends zum Saasfee* Pavillon, denn dort gab man Installationen im Rahmen der Ausstellung „Mothership Spacecake“, die u.a. Arbeiten von Patrick Raddatz (Klappenanzeige – grandios!), Sandra Kranich oder auch Felix Kultau beinhaltete, um nur einige an dieser Stelle zu nennen, begleitet von Kollektivmaschine an den Effektgeräten, musikalisch umrahmt von Herrn Jörg Ritter, den man ja auch von Radio X kennt, und von Herrn James Dean Brown. Und ’ne Sergej Auto – Platte habe ich gleich mitgenommen, feine Sache!

Dann ging es weiter auf gemütlichen Big Apple – Wheels zur Sommerjam, Thommy Tritsch und Tobias Rehberger luden ein zur Kreativschau in neuen Gemäuern, gar nicht weit weg von der „alten“ Galerie Morgen, arbeitet man nun Schulter an Schulter direkt am Wasser. Gut besucht war die Sause, und es kamen immer mehr in Laufe einer langen Nacht dort zusammen, um den neuen Ort gebührend einzuweihen. Hinter dem Mischpult u.a (!!!) Hans Romanov, DJ Koze und Ata, jedenfalls glaube ich, dass es sich um den auflegenden Spessarträuber um den Plank! – Betreiber handelte, aber auch hier waren im Laufe der Nacht noch viele andere mehr zugange!

Auf dem Rückweg schaute ich noch einmal in der bis unter die Decke gefüllten Alten Liebe vorbei, denn das Old Men Soundsystem spielte auf, Reggae, Dancehall, HipHop u.ä. gab es dort auf die Ohren, und das gefiel zu Recht!

Sonntags habe ich gar nichts gemacht. Hatte das Gefühl, krank zu werden, und so hatte ich mich brutalstmöglich zu schonen. Ich glaube, das klappt auch ganz gut!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 37/38 – 2013

Geschäftig mit Gitarre - Traffic Jam im schönen Mampf
Geschäftig mit Gitarre – Traffic Jam im schönen Mampf

Die Woche war irgendwie merkwürdig. Am Sonntag wurde ein Schalter umgelegt und plötzlich war es Herbst. Naja, so riesenplötzlich vielleicht nicht, allerdings hatte die Klimaänderung schon einigen auf die Gesundheit geschlagen, weshalb viele in dieser Woche lieber das Krankenbett gehütet hatten, als sich an den Theken dieser Stadt festzukrallen. Ich muß auch sagen, mich hatte es ein wenig erwischt, weshalb ich die Krachtrompete ein wenig im Krachtrompetenkoffer beließ und mich auf anderes konzentrierte.

Viereckige Augen zum Beispiel, nachdem ich aus Langeweile unter Ubuntu Windows als virtuelle Maschine installiert und die Tor- und itunes – Software unter Linux zum Laufen brachte, wollte ich dann doch nochmal kurz raus. So Computerkram ist ja auch langweilig. Und so verschlug‘ es mich ins Kino, zum einen in „König von Deutschland“, eine kurzweilige Komödie mit Olli Dittrich, der den Durchschnittsdeutschen gibt und sich plötzlich einer totalen Überwachung ausgesetzt wähnt. Ganz nett, aber leider ohne Ecken und Kanten demnächst sicherlich im ZDF nach dem Fernsehgarten zu bewundern, wo ja die Künstler auftreten, von denen man sich immer fragt, wo die überhaupt auftreten.

Gnaz anders hingegen die Verfilmung des Kleist – Stoffes, nämlich Michael Kohlhaas, grandios gespielt von Mads Mikkelsen, den ich ja schon in diversen Lasse Spang Olsen – Filmen bewundern konnte. Der Film kommt ohne langatmige Dialoge aus, auch animierten Dumpffirlefanz und hirntote Fantasymärchenabenteuer wird man hier schmerzlich vermissen, wenn das mentale Strickmuster ein Eindimensionales ist. Nein, direkt, dreckig und mit langen Einstellungen, in denen einem der Wind Südfrankreichs um die Ohren pfeift, während stoppelbärtige Gesichter in Nahaufnahme sich spaghettiwesternmäßige Blicke voller Bedeutung zuwerfen, so kommt dieser Film daher, und das macht ihn so sehenswert. Aber macht Euch doch selbst ein Bild, supportet die lokalen Kinos, ich mach‘ das ja schließlich auch, auch wenn ich es nicht ständig jedem aufs Auge drücke.

Am Freitag war ich erstmal in der Alten Liebe, denn im Rahmen des „Disc a go go – Clubs“ hatte sich DJ Elviz als Gäste Kristen Aul & Special Guest Stephan Umbach (That Beatin‘ Rhythm) an die Rotoren geholt, und das machte natürlich musikalisch einen Riesenspaß, denn 50s & 60s Soul, R&B, Ska & Popcorn wurden geboten, alles vom guten, alten Vinyl – Tonträger. In 50 Jahren wird keiner mehr einen MP3 – Player besitzen. Oder habt ihr noch VHS – Videorecorder? Na, ich schweife aber kräftig ab, alter Finne.

Einen kleinen Schlenker habe ich mir aber dann noch erlaubt, und zwar in den Ponyhof, wo Mr Orange und Black Mamba die „Tarantino – Party“ gaben, kann man ja mal machen, und so habe ich erfahren, dass man für den Jahreswechsel Großes plant, aber pssst…! Das wird sicherlich ein grandioser Spaß, wir dürfen gespannt sein!

Auf dem Weg zum Elfenbeinturm konnte ich nicht an der Saint Clichy – Bar vorbeihuschen, ohne mal kurz reinzuluren. Schön gefüllt war es in der kleinen Bar, und die beiden Jungs hinter der Theke hatten alle Hände voll zu tun, aber das ist ja auch was Schönes, wenn man in seinem Laden die Durstigen zufrieden kann, zumal es dort ja auch gut Cocktailtrinken ist.

Am Samstag nach dem Konstimarkt wollte man es doch ein wenig langsamer angehen lassen, und so haben wir uns mal das afrikanische Savanna -Restaurant in der Alten Gasse angeschaut. Die Reservierung übers Internet klappte ohne Probleme, und freundlich, schnell und zuvorkommend wurde man dort durch den Abend geleitet. Mit Okraschotengemüse hatten sie mich sowieso schon gleich gehabt, und die anderen Gerichte waren auch sehr lecker, angereicht mit schmackhaftem Ingera – Brot, mit dem man die Speisen von Teller in den Mund transportiert. Das gehen wir mal wieder hin :-) Danach wollte die Matraze behorcht werden, denn gut gefüllt wollten wir auch nichts mehr weiter, als pennen. Ausserdem war an disem Samstagabend sowieso nix los, was die Wollmäuse unterm Schrank hervorgelockt hätte. Ist halt so!

Sonntags ging es am späten Nachmittag zu Radio X, denn x wie raus wollte einmal wieder mehr moderiert werden, und danch ging es mal ins Mampf in den Sandweg, denn Traffic Jam aka Christpher Tucker und Robert Mueller spielten auf, und das wollte ich mir mal anhören, zumal ich zum Bodensatz der Gesellschaft gehöre, der noch nie im Mampf gewesen ist. Also nicht wie hin, dachte ich mir! Da ich noch nie, wie bereits erwähnt, vorher dort gewesen bin, war ich recht positiv überrascht von dem kleinen, gemütlichen Laden, wo man sofort mit den Gästen ins Gespräch kommt und die Getränke schnell und freundlich angetragen werden. Vollgestopft mit allerlei Krams bietet das Mampf schon an sich die Möglichkeit, sich den ganzen Abend nur mit Gucken zu beschäftigen. Ich glaube, auch hier werde ich sicherlich öfters mal auftauchen. Aber irgendwann wollte ich noch Hause, die Robotik rief in schauderlichen Tönen, jedenfalls wartete der Montagmorgen, und da sollte man ein wenig ausgeschlafen sein, auch wenn man das nicht möchte.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 35/36 – 2013

Franz Fischer im Logenhaus – Neues Programm und neuer Spielort – fein fein ;-)
Franz Fischer im Logenhaus – Neues Programm und neuer Spielort – fein fein ;-)

Auch wenn es unglaublich klingt, der Herbst hat zumindest offiziell Einzug gehalten und nun setzten sie alles dran, die Menschen, nochmal die letzten Tage des Sommers zu atmen. Allerdings wird der Herbst noch einige Sonnentage für uns bereithalten, denn Outddor ist jetzt. Man erinnere sich an die grandiosen Abende auf dem STOFFEL, am Main, am Schwedlersee und entlang der Flaniermeilen der Stadt, nicht unerwähnt sollten hier an dieser Stelle die feinen Flohmärkte auf dem Milchsackgelände bleiben, oder auch grandiose Abende am Blauen Haus. Wahrscheinlich habe ich einiges vergessen, es sei mir mit milder Nachsicht zu ahnden.
Unter der Woche, ich wollte es nicht vorweg nehmen, konnte man sich grandios auf dem Gelände der Sommerwerft, dort unten am Main, zu Füssen der Bank ohne Konten, bespassen lassen. Ein Bier wie ein Gruß und auch die immer wieder leckeren Sommerwerft -Teller luden zum Verweilen ein. So habe ich die Woche herumgehen lassen, Erst zur Sommerwerft, und dann vielleicht, wenn ich noch Lust hatte, in die Alte Liebe.

Nur Donnerstags hatte es mir ein wenig die Petersilie verhagelt, denn nach einigen Metern hatte sich eine gefühlt stoßzahnlange Glasscherbe bis beinahe zur Felge durch meinen Fahrradreifen gebohrt. Das kommt dabei heraus, wenn vorstädtische Trinkjungfern im Rausch der Nacht Pfandgebinde zerdeppern. Also musste ich rüberlaufen, nicht weit, aber der Weg zieht sich schon, verdammter Mist.

Wesentlich interessanter als diese Fahrradepisode war auf jeden Fall die Generalprobe der Franz Fischer Revue am Dienstagabend im Logenhaus. Nachdem der Platz in der Alten Liebe einfach nicht mehr aureichte, um den Herrscharen von Fans ein Zuhörplätzchen zu gewährleisten, beschloß‘ man, samt neuem Programm ins Logenhaus zu ziehen. Gute Gelegenheit, zum einen wollte ich dem neuen Programm beiwohnen und zum anderen mal einen Blick ins Logenhaus werfen, ist doch nach meinem Dafürhalten die Lokalität für ein schnelles Getränk ein wenig zu Schade. Chic hat man es hier, man sitzt auf Stühlen, Sesselchen und Sofas im Stile der 30er, man bekommt flink, leise und unauffällig Getränke und Aschebehälter angereicht und fühlt sich wie ein kleiner, britischer, vielleicht noch fast jugendlicher Adeliger in seinem Wohnzimmer. Natürlich hat Qualität ihren Preis, keine Frage, und diesem Fall erscheint es mir gerechtfertig. Ein guter Cidre würde sich sicherlich auf der Karte wohl fühlen, vielleicht dahergereicht in baskischen Sidra -Gläsern, die so dünnwandig sind, dass man sich damit dezent zuprostet, aber nicht anstösst.

Überhaupt nicht anstössig war im Übrigen die Darbietung von Franz Fischer und Nelson van Heuvel, die einiges an neuen Stücken in ihr Programm aufnahmen, zwischen die Titeln süffisante Dialoge führten und auch schon mal beschlossen, für’s nächste Mal etwas zu ändern. Dafür sind sie ja da, solche Generalproben. Wenn noch Karten für den 05. September zu bekommen sind, würde ich mich beeilen.

Am Freitag wollte ein leichtes Hungergühl in der CafeBar Brücke bekämpft werden, und das hat sie wieder grandios hinbekommen, die Brückenköchin! Radiosendung machen macht ja auch hungrig, denn vorher war ich als technische Begleitung der „x wie raus“ – Sendung im Studio zugange. Dort hatten wir unter anderem den Ponyhof, Stereobar und Elfer – Co-Macher Thomas Winterscheid zu Gast, denn die Umtrieblinge hatten den Elfer direkt nach Sachsenhausen verpflanzt und an diesem Abend stand die Neu-Eröffnung an. So hatte ich nach dem grandiosen Brückensnack noch Gelegenheit, in den neuen smarten Elferkeller hinabzusteigen. Die neue Lokation wird uns sicherlich noch lange Spaß machen, ein leicht verschachtelter Gewölbekeller mit Bühne und Raucherraum, und Lärmprobleme wird man so tief unten auch nicht zu befürchten haben. Das haben sie wieder gut gemacht!

Der Samtag begann dieses Mal auch wieder früh, denn ich wollte über den Flohmarkt am Museumsufer flanieren. Hat auch gut geklappt, einigen Unsinn konnte ich wieder an Land ziehen und hatte auch noch meinen Spaß dabei, na immerhin. Aber das war es dann aber auch für mich, denn weder beim Koblenzerstraßenfest noch beim Fest im sachsenhäuser Park hatte es mich so richtig gepackt. Wenigstens gab es am Stand der Elterninitiative Sachsenhausen (E.I.S.) leckeren Zitronenkuchen. Wahrscheinlich war ich auch einfach zu früh erschienen, keine Ahnung. Wahrscheinlich waren die Regenwetterangsthasen auch einfach nur zuhause geblieben, damit ihnen der Zuckerkopf nicht vom Halse rinnt. Am Abend war ich jedenfalls nicht vom Sofa wegzubekommen. Gab‘ mein Gehirn an der Wohnungspforte ab. Manchmal ist es auch einfach mal gut.

Sonntags galt es „x wie raus“ auf Radio X zu moderieren, um dann hinterher noch die letzten Klänge auf der Sommerwerft einzufangen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000