Archiv für August 2013

Wochenend – Rückblick 34/35 – 2013

Stupid Deep @ Stereobar
Gerockt: Stupid Deep @ Stereobar

Am MUF – Wochenende verwandelt sich Frankfurt traditionell in Bikin Bottom und steht gefühlt bis zum Mond unter Wasser. Sonntags bestaune man das Feuerwerk, ahh – ohh – uhh und gehe nach Hause, und zwar direkt, denn der gemeine Uferkauz geht nicht über los und zieht irgendwo noch ein paar kleine Sauergespritzte ab, denn schließlich will Montags auch wieder in den Datenbergwerken geschuftet werden. So wollen es die Hebelbeisitzer und Volkslenker, denn wer müde und ermattet auf’s Sofa gleitet, der macht keinen Ärger.
Zwar stand mir der Sinn nicht nach der Erregung irgendeines gearteten Ärgernisses, aber nach Hause wollte ich allemal, denn schließlich waren wir schon ganz schön müde. Aber alles der Reihe nach.
Dienstags schon schlenderte ich leicht bekleidet, denn das Wetter war mir wohlgesonnen, mal kurz über die Wesler Werft, denn ein klein wenig dem Poetry Slam beizuwohnen war mein Begehr. Ich mag die Publikumsmischung aus Künstlern, jungen Menschen, Kreativen, und so kann man auch einmal milde über dieMinderheit der grauhaarigen, kurzbezopften Nordendalthippies hinwegsehen, deren alternativer Lebensstil darin besteht, das durch schluffiges Gelaber erworbene Monatssalär in diversen Biosupermärkten und Apple – Stores zu verjubeln. Ein TipTop – Programm haben sie wieder zsammengestellt, die Wesler Werft – Macher, und viele Helfer haben dafür gesorgt, dass die Sache läuft. Leider dauern die musikalischen Darbietungen nur bis 22 Uhr, wegen stark lärmempfindlicher Nachbarn. Irgendwann stellt man noch nachts den Main ab, weil das Wasser so laut plätschert. Aber das ist sowieso ein Trend, der mir Sorge bereitet. Wenn schon irgendwelche Bahn hofviertelszenebarbetreiber, welche extra ins Bahnhofsviertel gezogen sind, sich darüber beschweren, dass das Bahnhofsviertel zum Wohnen schon zu – hm ja, bahnhofsviertelig sei, na dann Gute Nacht! Hinzugezogene in der Berger Starße und in Alt-Sachsenhausen haben es bereits vorgemacht, wie man sie zu waschen hat, ohne sie naß zu machen.
Aber ich schweife ab, das war so nicht geplant!

Am Mittwoch habe ich mal kurz in der Alten Liebe vorbeigeschaut, ebenso am Donnerstag, wo sie schon draussen standen, die Eintracht – Gucker. Ich selbst schaue mir keine sportlichen Wettbewerbe im Fernsehen an, ich bin ja lieber unterwegs. Aber ein lustiger Abend war es allemal, es waren ja auch die Richtigen da. So mag man das, raus und mit Kaltgetränk Unsinn reden, und mit der Gewissheit ins Bettchen fallen, dass man den Abend in Würde herumgebracht hat.

Freitags ging es zur abendlichen Stärkung mal in die Dreieichstraße, Südamerika war unser Begehr, also verschlug es uns nach Buenos Aires, erstaunlich, man muß nur ein paar Meter laufen und schon ist man da. Schnell und freundlich wird man dort bedient, und der Rotwein machte auch Spaß!
Hinterher schauten wir nochmal beim Moonshake – Laiki im Ponyhof vorbei, spielten doch dort „The Alan Baker – Band“ und „The Make“ auf, feine Sache, das! Allerdings wollte geruht werden, denn der Samstag versprach einiges.
Übertroffen hatte der Samstag im Übrigen die Erwartungen, es gab Einiges zu tun. Allerdings fing der Tag schonmal schlecht an, dennn mein Lieblingsbratkartoffelstand fehlte auf dem Konstimarkt, da fehlt es manchmal doch an Planungssicherheit. Na gut, für diese Zwecke gibt es ja die Backup – Freßkurve an der Diamantenbörse, dort kann man sich auch ganz gut über Wasser halten. Links Falafel, rechts ein Curry und auf dem Kopf eine asiatische Suppe.
Nachdem der Suppenteller leerbalanciert war, ging es mit kleinem Plattensetup zum Aussenwelt – Festival auf dem Bockenheimer Campus, denn ich war mit Auflegen „dran“. Allerdings, als ich da am späten Nachmittag eintraf, wurde noch fleissig gesprayt, gebaut und gehämmert, und leider hatte sich am Vorabend die Bühne als Schallplattenauflegefeindlich herausgestellt, da die Konstruktion schon beim Betreten so vibrierte, dass des Öfteren die Plattennadeln in der Gegend herumsprangen. Gut, Laptopglotzer haben diese Prbleme nicht, aber wer will schon den ganzen Abend in einen Bildschirm starren? Also wurde flugs umgebaut, wobei sich auch der gute Licht An : Licht Aus – Eric nicht nur als fundierter Illuminator, sondern auch als begnadeter Boxenbauer erwies, eine Tatsache, die mir so nicht bewusst war, denn im KOZ wurde eine, man darf behaupten, ziemliche fette PA aufgefahren. (Darf man wieder „fett“ sagen? Ich bin da ja unschlüssig…). Nun ja, als die Bühe dann auflegesicher umgebaut war und die PA lief, war meine Auflegezeit um, wir wussten uns trotzdem zu beschäftigen, kann man ja mal machen. Es wurde sicherlich ein gransdioser Abend, aber das bekam ich nicht mehr mit, denn anderes war noch zu tun.
In einer Regenpause ging es schnell nach Hause, Platten wollten in freudiger Erwartung ausgetauscht werden, denn am Abend ging es in die Stereobar. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Funky Sneakers Inc“ hatten wir DJ Stupid Deep eingeladen, und ich glaube, wir haben mit Funk, oldschool Tracks und ein paar Ghettofunk – Stücken den Laden ordentlich gerockt. Spät ging es los, aber dafür auch lange, und ja, das war ein feiner Abend in der knackig gefüllten Stereobar.
Aber irgendwann am frühen Morgen wollte man auch nach Hause, verständlicherweise.

Sonntags stand eigentlich nicht soviel auf dem Programm, die letzte Schicht am Radio X -Infostand auf dem MUF hatten wir uns gerne eingebrockt und so brachten wir auch noch die letzten Programmhefte unter die Menschen, die sich trotz Regenwetters vor der Radio X – Bühne einfanden. Bis kurz nach dem Feuerwerk hatten wir es ausgehalten, aber dann war es auch mal genug.

Mal schauen, was diese Woche so geht!

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wochenend – Rückblick 32/33 – 2013

Buntes Treiben an der Farbenfabrik - Flohmarkt im Gutleut
Buntes Treiben an der Farbenfabrik – Flohmarkt im Gutleut

Alle raus! In den Sommer, an die Luft, ran ans Gerippte. So muß der Sommer sein, so will man in Frankfurt existieren. So verschlug es mich mal nach Eschersheim in den Drosselbart, wo man ungedrosselt die Bembel fliegen lässt. Bei der Hizz‘ natürlich auch gerne mal tiefgespritzt, so dass man in Würde ins Betchen fallen kann.
Am Dienstag ging es ins Funkhaus zu Radio X, denn auch Organisatorisches will besprochen werden, und nachdem wir uns erfolgreich durch unsere Punkte gearbeitet hatten, zogen wir nochmal in die Alte Liebe, unaufgeregt und entspannt verlebten wir hier einen feinen Abend!

Kurzfilme sind ja auch oftmals was Feines, und weil ich mir bestimmte Lokationen noch nicht angeschaut hatte, wurde kurzerhand Beides miteinander verbunden, und so waren wir zu Gast beim „Shorts at Moonlight“ – Kurzfilmfestival, welches an diesem Abend im Mainzer Schloß gastierte. Eine interessante Auswahl an Kurzfilmen aus der Region Rhein-Main / Rheinland-Pfalz wurde gezeigt, und auch organisatorisch hatte man sich einige Gedanken gemacht. So setzte nämlich kurz zu Beginn ein wenig Regen ein, und so wurde das kurzweilige Gegucke einfach in den Schlosssaal verlagert. Mir ist soweiso auch schon bei früheren Veranstaltungen aufgefallen, dass man sich hier stets wohlorganisiert gibt, mal ganz abgesehen von der sehenswerten Filmauswahl! Mittlerweile hat sich das Kurzfilmfestival zum Größten in ganz Deutschland entwickelt, hat man doch alles richtig gemacht!

Donnerstags wurde noch ein wenig herumgewuselt, ptrk-Sachen wollten erledigt werden, allerdings für einen kleinen Schlenker in die ALi blieb dann auch noch Zeit.

Auch am Freitag landete ich dort, aber das hatte einen besonderen Grund: Im Rahmen seiner „Disc a Go Go“ – Veranstaltungsreihe initiierte DJ Elviz noch parallel einen Vinyl – Flohmarkt, und da man weiß, dass Sachsenhausen der Frankfurter Stadtteil mit der höchsten Sixties – DJ – Dichte ist, waren hier natürlich die Richtigen mit kleinen und großen Scheiben vertreten, und so wechselten einige Platten in freudiger Erwartung die Besitzer, auch ich habe dezent zugeschlagen und einiges mit nach Hause gekarrt.

Den Samstag mag ich an dieser Stelle mal überspringen, denn auch ich bin ja mal privat unterwegs ;-)

Frisch ausgeschlafen und bester Dinge begab man sich am Sonntag zum Flohmarkt auf das Milchsackgelände, dort wo die Richtigen Schönes verkauften und wo man von Käptn Hans Romanov liebevoll beschallt wurde. Er heckt doch wieder etwas aus, dessen bin ich mir sicher, aber mehr dazu wird man sicherlich über die üblichen Kanäle in Erfahrung bringen, ich sag‘ nix. Gar nix! I promise!

Hinterher ging es nochmal in die Senderäume von Radio X, x wie raus wollte moderiert werden, aber mal ganz ehrlich: Wohin schickt man die Menschen bei solch‘ einem Neuntausenderwetter? Raus natürlich, outdoor chillen, tanzen oder einfach Löcher in den Himmel gucken!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 31/32 – 2013

John Paul, George & The ugly one am Schwedlersee
„Wie die jungen Ärzte, als sie noch gut waren!“: John Paul, George & The ugly one am Schwedlersee

Schön warm war es in Frankfurt, gerade mittags machte sich das bemerkbar, wenn die Office-Sträflingsuniform wie ein Taucheranzug an einem klebt, denn nach dem Duschen ist ja bekanntlich vor dem Duschen. Aber ich will mich nicht beschweren, ich genieße den Sonnenschein und die damit verbundenen Möglichkeiten.

So einen Belohnungstagesendpunkt kann man schon mal zur Motivation heranziehen. Zum Beispiel erstmal nach Eschersheim zum Planschen und hinterher ins Wondergood nach Bornheim. Früher war in dem Laden übrigens so eine Ex-Kettenraucher-Schnitzelbutze, aber die Zeiten sind zum Glück vorbei. Was die Altvorderen als Tradition bezeichnen, ist ja oftmals nur eine Kombination aus altem Mist und Klammeraffentum. So aber nicht im Wondergood, hier verbindet man vegetarische Küche mit frischen Zutaten und einem freundlichen Service. Und lecker ist es allemal gewesen. Vorbei sind somit die drögen „Dass iß eben einen Salat..!“ – Zeiten, da guck‘ ich bestimmt öfters nochmal rein! Wenn man schon mal da oben ist, dann tapert man mal über die Bergerstraße, wo gefühlt das halbe Nordend an hölzernen Tischen sitzt und sich gegenseitig vollrätselt.

Donnerstags war ich nochmal in der Alten Liebe, denn hier zeigte man einen kurzweiligen Kurzfilm, welcher vor über einem Jahr in der ALi gedreht wurde. Worum ging es? Natürlich um die Eintracht! Gespielt wurden die Protagonisten im Übrigen von Henni Nachtsheim und Lars Niedereichholz, und die Kurzfilm – Initiative ging, wie sollte es anders sein, von einem Eintracht – Fanklub aus. Und zwar einer aus, und jetzt kommt’s: München! Da muß man bestimmt einiges einstecken, nicht schlecht!

Freitags wollte gechillt werden, denn Samstags ging es direkt, naja, nach einem Schlenker über den Konstimarkt und dem Habibi, einem neuen Falafelbrater kurz hinterm Lokalbahnhof, wo es übrigens sehr frisch und lecker zugeht, zum Schwedlersee.

Dort hieß es nämlich „x am See – x wie raus geht mit Euch baden“, denn wir von der x wie raus – Redaktion haben am besagten See eine kleine Sause ausgerichtet, die allen sehr viel Spaß bereitet hatte. Es traten nacheinander 5 Bands mit einem akustischen Set auf, nämlich namentlich Jürgen Krämer, Blauspan33, Paul and Elisabeth, die Combo „John Paul, George & The ugly one“ sowie der liebe Boo Hoo, die Frankfurter Antwort auf die New Yorker Anti-Folk – Szene, der kurzfristig für die erkrankte Band Elandor eingesprungen war.

Nach den Bands gab es noch fein Hinterherauflegen, denn die x wie raus – Redakteure standen höchst selbst hinter den Plattenspielern, sind sie doch allesamt passionierte Tonträgersammler mit musikgegerbten Ohren. Das war wirklich eine grandiose Party, künftige Historiker werden diese Worte sicherlich in Stein und Bein gemeisselt in mehreren Jahrtausenden wieder ausgraben und uns noch immer Recht geben.

Am Sonntag ging es nach einem ausgiebigen Nudelfrühstück zu Radio X, denn x wie raus wollte moderiert werden. Wollte moderiert werden, trifft es sicherlich ganz gut, denn soviel war nicht los an diesem Sonntagabend, aber wir gaben unser Bestes, um den HörerInnen aus dem sommerlichen Veranstaltungsloch zu helfen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000