Archiv für Juli 2013

Wochenend – Rückblick 30/31 – 2013

Masters at work - Frank Rox & ptrk9000 in tiefen KellernMasters at work – Frank Rox & ptrk9000 in tiefen Kellern (NSA – Cam)

Während in Frankfurt die Luft stand, saßen die Jünger Romanows auf grünen Parkwiesen und zelebrierten den STOFFEL. Zum Glück haben die Stoffeljaner dieses Jahr mit dem Wetter kein Pech und wir die Möglichkeit, unser Boot in den Park zu verlagern.
In alle Himmelswinde haben uns gewissenlosse Gentrifizierer des Nachtlebens verweht, meiden wir doch die neuen, alten Planken wie die Pest. Und so klemmten wir uns Decken und lokale Kaltgetränke unter die Ärmchen um, ich will es nochmals dezent erwähnen, den Tag zur Nacht und den STOFFEL ein wenig zum Boot zu machen. Ein feines Programmm wurde und wird uns hier im Günthersburgpark geboten, da werfen wir gerne unser durch Mausgeschubse ergaunerten Penunzen in die roten Eimerchen, denn über Einnahmen freut sich sicherlich nicht nur „der Michi“. So hat man dezeit bei der Maloche in den Datenbergwerken dieser Stadt immer eine abendliche Perspektive, denn nach Feierabend durch den Wald zu rennen, ist nicht unbedingt der erstrebenswerteste alles Tagesabschlüsse.

Als die Woche am Donnerstag ankam, war ich doch ein wenig wetterängstlich und ja, ich hatte wohl Angst, naß zu werden. Anstatt dessen begaben wir uns gleich in die Alte Liebe, denn Daniel Zero stellte im Rahmen eines Konzertes die Ergebnisse seines musikalischen Schaffens vor, und das hatte dem kleinen Kreis, der sich zwecks Beiwohnens einfand, doch recht gut gefallen. Poppig-provokant, minimalistisch und gut gelaunt gestaltete Daniel Zero sein Programm und so konnte man den Aprilwetterabend recht gut überstehen.

Freitags waren wir mal privat unterwegs und schön geschwitzt hab‘ ich auch noch. Saune for free, auch was Feines ;-)

So ging es auch am Samstag munter weiter, schwitzend zum Konstimarkt, um danach, quasi als Hitzekontrastmittel ein wenig planschen zu gehen. Ähnlich dachte sich wohl die gefühlt halbe Weltbevölkerung, und so waren wir schon mächtig stolz, daß wir im Stadionbad noch ein kleines Grasviereck ergattern konnten, auf dem wir den Rest des Tages in Würde verfaulenzten.

Allerdings war dieser Müßiggang auch ein Erforderlicher, denn des Nachts ging es in die Stereobar, Frank Rox und meinereiner gaben im Rahmen der „Funky Sneakers Inc“ – Reihe die Kellerkinder hinter den Plattenspielern. Und wir gaben wirklich alles, allerdings eher beim Tischkickern als beim Auflegen. Kenntnisreich spielten wir uns gegenseitig musikalische Neuerwerbungen vor, denn wenn’s draussen schön warm ist, bleibt man auch gerne draussen und verkricht sich nicht in tiefen Kellern. Aber wir wären da gewesen für Euch, ganz großes Ehrenwort!

Am Sonntag wollte die „Bühnenreif!“ – Sendung auf Radio X über die Bühne…nein, die Redwendung lassen wir hier einmal aussen vor, ich meinte natürlich, technisch von mir begleitet werden, eine Menge interessanter Gäste hatten wir da im Studio, zum einen die Initatoren und Mitbetreiber des Blauen Hauses, Jannis Kaklamanos und Jaro Cerny, zum andern Casy & Tomek, zwei Vollblutmusiker, welchen wir schon am Blauen Haus oder auch kürzlich am Schwedlersee mit großer Begeisterung lauschen durften. Und so wurde es eine bunte, aber auch informative Sendung. Nicht vergessen sei Jannis Plastargias, umtriebiger Frankfurter & Schriftsteller & Blogger („schmerzwach“ – einfach mal googeln), der im Rahmen der Sendung seinen Schreibworkshop, welcher im Blauen Haus angeboten wird, vorstellte und die Ergebnisse inhaltlich skizzierte.

Nach der Sendung wollten 8500 von 9000 in ein Freibad, aber dieses Mal nach Eschersheim. Die dunklen Wolken trugen wohl dazu bei, daß die Konsummenschen lieber zuhause Krimiserien mit Forensikern oder Dracula-Doku-Soaps auf plakatwandgroßen Flachbildschirmen verfolgten und uns deshalb im Freibad den benötigten Freiraum liessen, den wir gerne in Anspruch nahmen, um vor der ersten Regentropfen nochmal kurz ins Wasser zu springen. Danach war es aber auch gut, heim in die Butze ging’s, denn dort konnte man es nun wieder gut aushalten!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 29/30 – 2013

Get ready: Feiner Latin -  Jazz vom Hi-Fly Orchestra am Schwedlersee
Get ready: Feiner Latin – Jazz vom Hi-Fly Orchestra am Schwedlersee

Vorbei sind die Zeiten, in denen Eisverkäufer deprimiert durch die Gassen schlurfen wie vernachlässigte Schulkinder aus der Sanostol – Werbung, denn der Sommer ist in Frankfurt angekommen und man darf wieder draussen schwitzen. Und das taten sie in Scharen, am Main, im Güntersburgpark, am Schwedlersee und sonstwo. „Wir wollen mit!“, riefen die Hawaiihemden aus der Sommerkiste, und diesem Ruf sollte man unbedingt Folge leisten, wenn man nicht daran interessiert ist, rosa Poloshirts mit hochgeklappten Kragen oder pastellfarbene V-Ausschnitt-Shirts zu tragen.
Am Montag ging es erstmal eine Runde durch den Wald, und ja, joggen ist langweilig und macht keinen Spaß, aber hinterher ist man froh und geht sich belohnen. Derer gab es ja viele Möglichkeiten. Zu aller vorderst ging es zu Radio X, x wie raus wollte mitmoderiert werden, und danach wurde ausgiebig gestoffelt. Stalburg Offen Luft mit legalem Outdoor-Trinken, so hält man es locker aus unter der Sonne. Auf dem Rückweg habe ich nochmal im Dreikönigskeller vorbeigeschaut, ich komme so selten montags dazu, mir die Jazzsessions anzuhören, „Vierklang“ war das Motto, und es spielten motivierte junge Menschen Jazz mit elektronischen Elementen weitab von weichgespülter Einheitsmusik.
Auch am Dienstag wurde gestoffelt, und hinterher ging es nochmal in die Alte Liebe. Ebenso am Mittwoch, ausser, dass nach dem Stoffeln die Könichreich – Bande noch eine feine Party im Güntersburgpark auf die Beine gestellt hatten, mit kleinem Soundsystem, Vinylauflegen und vielen bunten Menschen. Es ist doch schön, wenn man von einer Sause nur ein ein paar Schritte zu gehen hat und schon im nächsten Spaßbad planschen darf. Entspannt ging es zu, aber so lange hatte ich es dann doch nicht ausgehalten, denn irgendwann rief mich die andere Mainseite zu sich.
Donnerstags ging es zum entspannten Konzertlauschen an den Schwedlersee, denn Casy & Tomek spielten auf, gerade rechtzeitig indeed, denn da ist es ja immer gerne schon früh voll, kein Wunder, schön draussen sitzen macht eben auch Spaß. Danach gab es noch einen Schlenker über das Moloko, den ich übrigens immer gerne mache, denn man wird freundlich behandelt und das gewünschte Kaltgetränk wird ruckzuck angetragen. Freitags hat mich das Gewissen durch den Wald getrieben, und danch durfte ich ins Radiostudio, same procedure as monday, mit Hinterherstoffeln und Draussen – Filmgucken in Bornheimer Gärten.
Am Samtag ging es erst abends los, aber dann pünktlichst um 20 Uh, denn einmal mehr war der Schwedlersee mein Ziel, spielte doch dort das „Hi-Fly Orchestra“ auf, grandioser Latin Jazz mit Funk – Elementen, und diesen Termin hatte ich mir nämlich schon längstens mit Edding hinter die Ohren geschrieben. Auflegetechnisch wurde die Band umrahmt von Kemal & Kiki Plattenleger, das hat gepasst und großen Spaß gemacht. Allerdings wollte ich nochmal im Dreikönigskeller vorbeigucken, zum „Tighten Up!“, denn dort werden traditionell handverlesene 7 – Inch – Singles aus den Sechzigern gespielt, dieses Mal hatten es Jacob McCaffrey, Ole & Gast – DJ Teofilo Talamonti (Marburg) an die Plattenspieler geschafft. Geschafft war ich dann auch irgendwann und legte mich aufs Heiabettchen.
Am Sonntag wollte ich Zeit totschlagen, aber zu faul, etwas dafür zu tun. Also war Draussen-Planschen in Eschersheim eine gute Lösung, und als die Sonne so richtig zulangte, verlagerten wir unseren Standort, wie so oft diese Woche, in den Günthersburgpark, denn dort gab es Swing vom Hello Iso Orchestra, kühle Getränke und ein lauschiges Plätzchen auf der Wiese. Späterdings zoge man noch mal an der Alten Liebe vorbei und fiel später sanft ermattet ins Bettchen.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000