Archiv für März 2013

Wochenend – Rückblick 12/13 – 2013

Nu Swing City - Neue Rartyreihe von und mit Holger Menzel - gut aufgescheppert!
Nu Swing City – Neue Rartyreihe von und mit Holger Menzel – gut aufgescheppert!

Jetzt ist mal gut mit Winter! Das Wetter veranlasste wohl sämtliche Erkältungskrankheiten, in heavy rotation meinen gesamten Bekanntenkreis zu durchlaufen. Aber auch das wird sicherlich vorüber gehen und dann darf man sich auch wieder mal hinaus trauen. Allerdings wüßte ich noch gar nicht, wo ich draussen sitzen wollen würde. Vielleicht am Wasser, aber in Ermangelung eines passenden Boots wird das auch eher schwierig. Gut, da wird es „etwas Neues“ geben, aber neu ist in diesem Fall auch anders und darüber hinaus nicht gewollt.Wir werden das mal beobachten, ich hoffe ja, dass der Käpt‘n was Schönes findet, meinen Segen hat ja!

Unter der Woche habe ich mich mal in der Alten Liebe herumgedrückt, ich glaube, es war sogar schon an einem Dienstag, so sehr hat der Ausgehschuh wohl gedrückt. Aber eigentlich ist es ja egal, an welchen unter-der-Woche-Abend man gute Menschen trifft, nur Spaßbremsen und Behördenzeitabhocker würden ein solches Verhalten verurteilen, denn auch unter der Woche will sich der Schöngeist unters Volk gemischt wissen.

Aber so richtig viel hatte ich nicht unternommen, was sicherlich auch einer immer noch latent vorhandenen Grippe zuzuschreiben ist, die seit gefühlten Monaten in mir wütet und mir gelegentlich mit ihrem Vorhandensein gehörig auf den Senkel geht.

Am Freitag hatte ich allen Elan zusammengenommen, denn ein schwarzes Kuvert lag im DJ – Geheimbriefkasten. Ein neuer Auftrag für Dynamic Super Soul, zur sofortigen Ausführung im Orange Peel! Dem sind wir natürlich sofort in Personalunion nachgekommen, DJ Pure aus Darmstadt und meine Wenigkeit schwangen also im Orange Peel kleine und große schwarze Scheiben, auf die Plattenteller packten wir wie gewohnt Sixties Funk, rare Grooves und ein wenig Ghetto Funk! Oben drüber, also im oben Peel, tat das Gleiche im Rahmn seiner musikalischen Intention übrigens der gute Tomo Polic, seines Zeichens Balkan – Musik – Spezialist und umtriebiger Schallplattenunterhalter, hielt er doch die Meute auch dort auf der Tanzfläche fein bei Laune!

Und so hatten alle eine schöne Party im Bahnhofsgebiet, zumal ja auch das Lido aus allen Ecken geplatzt sein soll, wie mir ein Besucher des nachts gesteckt hatte. Aber ich konnte leider nicht vorbeigucken, war ja beschäftigt. Mit Auflegen. Deshalb sollte auch klar sein, warum es nicht sonderlich schlimm für mich gewesen war. Da gäbe es Umstände, die man sicherlich als wesentlich unerfreulicher bezeichnen darf.

Samstags wollte in alter Frische, so frisch, wie sich eine handgeklöpplete Schabracke nach 30jährigen Aufenthalt in einer Raucherkneipe mit Dauerfernsehrentnern fühlen dürfte, der Konstimarkt besucht werden, denn es gibt wieder Bratkartoffeln und zum anderen gilt der übertragebare Grundsatz: „Think global – drink local!“

Am Abend wollte ich in der Alten Liebe vorbeigucken, denn im Wohnzimmer Zwei trifft man doch immer wieder die besten Menschen. Auch wenn ic mich wiederholen sollte, es ist ja auch kein Boot, welches man anderen einfach unter dem Hintern wegkaufen kann. Sonden eine Kneipe. Aber ich schweife ab. Ein musikalischer Abend wurde versprochen und wie versprochen dahergereicht, dort in der Alten Liebe. Die DJs Frl Rehbein und Harry Klein präsentierten die musikalischen Highlights aus der erfolgreichen TV-Krimiserie „Der Kommissar“ von 1969-1976!

Zwischedurch bin ich aber mal rübergemacht in die Sereobar, denn dort hatte zum einen Holger Menzel im Rahmen seiner neuen Reihe „Nu Swing City“ das musikalische Zepter in der Hand, zum anderen wollte ich auch mal wissen, wie denn es so weitergeht. Mit uns. Dem Universum. Und vor allem mit der Stereobar. Denn über eins sind wir uns sicherlich alle klar: Man geht wieder in die Stereobar! Der kleine Keller hatte schon eine lange Zeit in Sachsenhausen und darüber hinaus auch ein wenig in sich geruht, aber so nach und nach erwecken der Wolf und seine Recken das unterirdische Kleinod wieder zum Leben! Und zukünftig will die kleine Tanzbar noch verschönert werden, so sprach der Wolf, wir sind gespannt, was er sich hier noch einfallen lässt!

Irgendwann, viel, viel später wollte ich dann Heim in den Turm, denn am Sonntag hatte ich bei Radio X noch eine Sendung technisch zu betreuen, dass heisst, neue Redakteure übernahmen die Mikros und wir alten Säcke schoben dazu die Regler hoch und runter. Hat aber auch etwas für sich, so ein recherchefreier Sonntag. Da konnte ich doch gleich noch ein wenig mehr herumgammeln. Zuhause im Bettchen, denn draussen ist es ja noch zu kalt und ein passendes Herumgammelboot hat sich auch noch nicht gefunden!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 11/12 – 2013

Frank Rox rockt in der Stereobar!
Frank Rox, DJ, Tanzflächenrocker und Lola Montez – Aktivist!

Da hat sie mir aber ganz schön an den Nerven genagt, die Zahnfee. Und deshalb mussten die Nerven raus aus dem Zahnkeller, damit ich nicht ständig mit viel Unspaß die Wände hoch und wieder herunter gehe.
Verdammte Zahnschmerzen, kann man gebrauchen wie ein Loch im Kopf, vor allem, nachdem der Zahnmensch meines Vertrauens mir RitzeRatze die Nerven aus dem Beißklumpen gefeilt hatte, bekam ich eine schöne Grippe.
Kaum geht man zum Arzt, ist man krank. Deshalb war ich, geschwächt von Antibiotika und daraus resultierend mit überwiegender Minimalmotivation die letzten 2 Wochen draussen unterwegs, was mich aber nicht davon abgehalten hatte, mich trotzdem irgendwie zu beschäftigen. Also war ich mal im Kino, nämlich namentlich in No!, in Django mit weichen D und im Mondmann, einem Zeichentrickfilm aus deutscher Produktion, der so wunderbar entschleunigt daherkommt. Bei der Gelegenheit konnte ich endlich mal einen Blick ins Filmmuseum werfen, und ich glaube, bei einem Blick werden ich es nicht belassen, Kinosessel zum Schlummern gemütlich in einer Anordnung, die den Vordermann aus dem Sichtfeld lässt. Da hat sich sicherlich jemand Gedanken gemacht, das merkt man gleich, ne!
So dämmerte ich dahin, mit einem Fuß gefühlt in der Gruft, aber so sind wir Typen eben, wir denken ja nach drei Mal Niesen gleich, dass wir sterben. Aber weit gefehlt, Unkraut und Rucola vergehen nicht, und so war ich dann am Donnerstag erstmal in der Alten Liebe, wenn auch nur kurz, nach 2 Wochen ist man ja schon ein wenig aus der Übung.

Freitags wollte ich rumchillen und mich auch erst später aus dem Haus mäandern. Zum Rockmarket ging es, denn Nachttierhaus spielten auf, und diese grandiose Jazzcombo wollte ich mir schon lange mal anschauen. In keinster Weise wurden wir enttäuscht, verfügen die Jungs doch über ein tolles Perkussions- und Schlagzeugspiel, und haben uns schön in den Abend gegroovt. Hinterher gab sich Psaiko Dino, u.a. umtriebiger Producer von Cro, dessen Titel „Easy“ mir schon kurz nach Erscheinen im Ohr herumkroch, hinter dem Mixer auf dem Organic Floor die Ehre und spielte Allerlei aus der HipHop – Schatzkiste. Und so füllte sich das Erdgeschoß eines Bürogebäudes mit feierbereiten Buntmenschen, von denen sich nicht wenige auf den zweiten Floor freuten. Dort schwang König Biffi a.k.a. Discocaine das elektronische Zepter und hat die Menschen ganz schön ins Schwitzen gebracht!
Darüber hinaus wollte ich bemerken, dass man auf der Veranstaltung nicht verdursten musste, schnell, freundlich und zuvorkommend bekam man seine Getränkewünsche erfüllt, so macht das nächtliche Umherschwirren natürlich nochmal zu viel Spaß.

Samstags wollten nach dem Konstimarkt die Schallplatten poliert werden, hatten wir doch im Rahmen unserer Veranstaltung „Brothers and Sisters – Funk!“ in der Stereobar aufzuspielen, und mit wir meine ich Frank Rox und meine Wenigkeit. Frank kennt man ja auch aus dem Lola Montez und als umtriebigen Auflegerich in der Sullivan – Bar, der darüber hinaus über eine sehr gut sortierte Plattensammlung verfügt. Ausserdem ist’s ein cooler Typ!
Gegen Mitternacht war der kleine Keller, der nun unter Wolf’s Führung, welcher sich auch verantwortlich zeichnet für den Elfer und den Ponyhof, schön gefüllt und ich glaube, wir haben den Leuten gegeben, was sie zum Feiern benötigten, eine Mischung aus Sixties & Seventies Funk, rare Grooves, oldschool HipHop und Ghettofunk. Nur Vinyl haben wir gespielt, tonnenweise, denn dazu braucht es keine CPU!

In den frühen Morgenstunden haben wir uns dann von den Gelben nach Hause chauffieren lassen, schön war’s, und das machen wir demnächst wieder. Im Mai, soweit ich mich erinnere. In der Zwischenzeit werden wird das Orange Peel noch ein wenig unsicher machen, aber dazu demnächstens mehr…

Sonntags wollte der Herr ruhen, und auch abends bei Radio X war er nur Beisitzer, galt es doch, die Technik zu überwachen, was ihm auch ganz recht war, klang seine Stimme doch wie eine Krähe mit Mandelentzündung.

Und später sank die Krähe in einen tiefen Schlaf, auch wenn sie Namenstag hatte.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000