Archiv für Februar 2013

Wochenend – Rückblick 7/8 – 2013

Darmstädter Funkmeister: DJ Pure
Darmstädter Funkmeister: DJ Pure

Dass die Leute immer herumjammern müssen, im Winter sei es zu kalt, im Sommer zu warm, nachts zu dunkel und am Flughafen so laut. Gut, die Flughafennummer ist vielleicht ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, aber gegen die Auswirkung der Winterkälte kann man ja was machen. Sich zum Beispiel warm anziehen. Das hab‘ ich auch am Donnerstagabend gemacht, als ich zur Alten Liebe stapfte, um dort ein wenig rumzuwohnen, denn den Laden als Wohnzimmer zu bezeichnen, ist sicherlich nicht weit hergeholt. Und wie das so ist, es schauen auch andere vorbei, mit denen man sich gerne umgibt, und manchmal sind auch Musiker darunter. So auch am letzten Donnerstag, als Bernard G. Muller mitsamt Komplizen aufspielte, lässig akustisch wurde hier Blues und Artverwandtes gespielt, man bekam flink die Kaltgetränke angereicht und so flog der Abend in angenehmer Wärme vorbei, nicht laut, aber schön.

Ach, ich habe es fast vergessen, am Mittwoch war ich ein wenig als DJ unterwegs, und weil im Saint Clichy gerade nur ein Plattenspieler steht, habe ich mir noch einen kleinen Vestax – Ersatzdreher unter den Arm geklemmt, denn ich hatte richtig Lust, Schallplatten aufzulegen, und deshalb habe ich den Rechner mal in der Rechenkiste gelassen, man tendiert ja immer mehr dazu, sich mit kleinen Elektronikhelfern zu umgeben, deren Lebenszeit oftmals kürzer ist als die Haltbarkeit von Biogemüse. So eine Platte kann man auch noch mit Kratzern abspielen, ist hingegen ein MP3 – File beschädigt, schüttelt der Computer unwillig seine CPU und das File ist Datenmüll. Das würde Freaky Franky, der auch mal im Rahmen seiner Flyer-Mission vorbeischaute, sicherlich genauso sehen.

Freitags waren wir dran im Orange Peel, verkleidet als Dynamic Super Soul haben wir die Platten geschwungen und hatten derben Spaß dabei. Bis in den frühen Morgen wechselten sich Sixties- mit Ghettofunk – Scheiben ab, das hat auch meinem Co DJ Pure sichtlichen Spaß bereitet, hat doch der Funkmeister aus Darmstadt extra noch ein paar Feinis dazugepackt. Davor war ja im Oben Peel ein Konzert, musikalisch nämlich ein Tribut an Johnny Cash, und danach kamen viele der Besucher nochmal zu Dynamic Super Soul, um sich nachhaltig eins auf die Mütze zu bekommen.

Nicht ganz uneigennützig war ich allerdings vorm Orange Peel – Auflegen noch in der Kaiserpassage 48, genauer in der Galerie Kaiser P, denn dort gibt man in letzter Zeit in loser Folge Ausstellungen und Installationen, wir erinnern uns immer noch mit Freude an die „more bags – more beer“ – Aktion. Dieses Mal gab es im Rahmen der Ausstellung „W.O.P.R. / Joshua“ diverse Installationen von Jan Brand, Sarah Centgraf, Magnus Krümpelbeck und Bianca Stich zu bewundern, bewundernswert indeed, geht einfach mal hin zum Gucken, denn die Ausstellung läuft noch bis zum 1. März, und das immer abends, denn was ein Künstler ist, der will auch mal ausschlafen. Dee Namensgebung übrigens erinnerte mich schon ein wenig an den Uralt – Hackerfilm „War Games“, aber das nur am Rande!Eigennützig war mein Besuch deshalb, weil ich noch ein paar Flyer für den später stattfindenden Auflegeabend losschlagen wollte. Aber weil die Leute da so bunt und liebenwürdig nett waren, habe ich mich verplappert und wäre fast zu spät zu meinem eigenen Abend gekommen!

Der Samstag begann mit dem obligatorischen Konstimarktbesuch, denn gestärkt ging es spät abends ins Gallus, ein Besuch lockte in der/dem Pixelkitchen, von der mir Moniseur Schnürschuh, der dort auch noch auflegte, im Rahmen des Besidos – Konzert letzte Woche, erzählt hatte. Ui, war das ein buntes Programm, und viele bunte junge Menschen fanden trotz der Kälte den Weg zum Günes – Theater auf dem Teves – Gelände (Tram 11, Rebstöcker Straße). Ich muß sagen, wenn die Zukunft des frankfurter Ausgehnachtlebens in den Händen solcher Menschen liegt, dann muß man sich in keinster Weise Sorgen machen. Eine unglaubliche Kombination aus Kunst-Installationen, Performances, leckerem Essen, Auflegerei, Live-Gesang mit Pianobegleitung und und und… Dass die Macher in ihrem Anspruch auch eine kolossale kulturelle Offenheit an den Tag legen, dass muss man nicht extra unterstreichen. Schaut euch doch einfach mal auf deren Webseite um, die machen echt Spaß!

Später ging es nochmal auf einen kurzen Besuch in den Dreikönigskeller, auch so ein sure shot in Sachen Ausgehen, wie immer bietet man gute Musik und kalte Getränke, so auch dieses Mal, denn die Bumblebees legten gekonnt Sixties, Frenchpop und Indie auf. Natürlich trifft man dort auch den einen oder anderen und so war es schon spät, als ich mich dazu entschlossen hatte, zurück zum Elfenbeinturm zu tapern.

Sonntags wollte wieder einmal „x wie raus“ auf Radio X moderiert werden, aber der Sonntag abend war ja ein ruhiger, und so habe ich mir mal am Abend das Vergnügen gegönnt, die Füße hochzulegen. Kann man ja mal machen, ne!

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Links:

http://www.pixel-kitchen.de/

Wochenend – Rückblick 6/7 – 2013

Gut behütet: Besidos feat Steryo Cem im Ponyhof - great fun indeed!
Gut behütet: Besidos feat Steryo Cem im Ponyhof – great fun indeed!

Der Winter hat Frankfurt fest im Griff, ungefähr so fest wie der Händedruck eines Staubsaugervertreters, kraftvoll mit dem Elan eines toten Hamsters. Die Karikatur einer Jahreszeit, der tagsüber die Helligkeit abhanden gekommen ist. Andere verurlauben sich dafür extra in nördliche Länder, um Fisch aus der Tube zu frühstücken oder verbringen den Tag bis zum Abend im Bett. Aber ich wollte von der Matraze springen wie eine gespannte Feder, denn so kurz vor der Tagesschau kann man ja mal einkaufen gehen. Nur sollte man zu diesem Zwecke nicht im abendlichen Berufsverkehr auf der Hanauer Landstraße unterwegs sein, denn dann kann man sich den Abend nämlich an den Hut stecken. Aber ich hatte Glück und einen findigen Fahrer, und so fand ich hinterher noch genügend Zeit, mich im Kunstverein am Römerberg, einzufinden. Dieser Donnerstagabend bot sich geradezu an für einen Besuch der Node13, dem Forum für Digitale Kunst und darüber hinaus Treffpunkt für Multimediakünstler aus aller Welt, gibt man doch allerlei Workshops zum Umgang mit elektronischen Werkzeugen und zur Programmierung der Softwareplattform „vvvv“, welche zur u.a. Verarbeitung externer Signale und zur Ausgabe von Bild und Ton genutzt wird, um es einmal sehr, sehr vereinfacht auszudrücken.
Ein buntes Publikum füllte also die Stockwerke des Kunstvereins und des dazugehörigen Cafés, tauschte sich aus, im Sitzen meist ein Laptop auf dem Schoß, und bewunderte die zum Teil raumfüllenden Installationen. Hier gingen Kunst und Technik nicht nur einher, sondern ergänzte sich auf mehreren Ebnen.
Hinterher bin ich nochmal in die Alte Liebe gehuscht, und dann nach Hause in den Elfenbeinturm. Hätte ich Geld, hätte ich den Henningerturm…

Am Freitag waren wir mal abseits von Party und Nachtleben unterwegs, wenn man das so sagen darf, will man irgendwie die Überleitung zur Schmiere hinbekommen, dem schlechtesten Theater der Welt, wie sie sich völlig zu Unrecht selbst bezeichnet. „Hauptsache egal“ heisst das aktuelle Stück des Schmiere – Ensembles und hier nahm man im Rahmen kurzer Versatzstücke, Toneinspielungen und Sketche aktuelle, politische Ereignisse pointiert aufs Korn, auch Zwischenmenschlichkeiten und die Stimmen des Volkes kamen nicht zu kurz und bescherten uns nicht wenige Lacher.
Aus dem Traditionstheater hinein in eine Traditionsschänke, so solle es sein, der Wunsch wurde nicht Befehl, aber dennoch wahr, und so fanden wir uns kurze Zeit später im „Gemalten Haus“ in der Schweizer Straße wieder, der sachsenhäuser Südmain – Zeil. Hier bekommt man den Schoppen noch in weißer Robe angekellnert, und das in wieselflinker, freundlicher Manier, denn hier sind Kellner noch Kellner und keine Erstsemester in Kurznachrichtenabhängigkeit.

Am Samstag wollte der Konstimarkt besucht werden, endlich gibt es wieder Suppen und Bratkartoffeln, der Samstag hat wieder einen Sinn, und die Menschen werden nicht mehr mit Kartoffelecken, welche in grüner Fertigsauce ertrinken, bis zur annähernden Bewusstlosigkeit geknechtet. Am Abend wollte ich mal kurz in der Alten Liebe vorbeigucken, mal schauen, wie die Eintracht gespielt hatte, naja, lassen wir das. Am Abend wurde auch hier wieder das schwarze Gold ausgepackt, die Northernsoulpolizei, vertreten durch Kommissar Florian H. spielte Feines aus den Sechzigern, und bespielte eine bunte Geburtstagsgesellschaft, denn die Gäste waren allesamt verkleidet und so hatte man manchmal das Gefühl gehabt, sich mitten in einer Photoserie aus dem Vice – Magazin zu bewegen. Scary indeed, aber trotzdem auch irgendwie lustig.

Aber ich wollte später noch in den Ponyhof, denn im Rahmen der BalkanBhangra – Party spielte das darmstädter Quartett „Besidos“ auf, vier Vollblutmusiker, die allen Anschein nach mit ihren Instrumenten auf die Welt kamen, und so wurde im Gypsy-Balkan Style mit allerlei Saiteninstrumentarium die musikalische Popwelt mal kräftig umgekrempelt. Unterstützt wurden die Akustik-Punks von keinem geringeren als den smarten Rapper Steryo Cem, seines Zeichens HipHop – Produzent und Host der ältesten türkischen Rap – Sendung in der deutschen Radiolandschaft, sitzt doch der Gute schon seit über 10 Jahren bei Radio X hinter dem Mikrofon. Man kann mit Fug‘ und Recht behaupten, dass die Jungs den Laden kräftig gerockt haben, ein Spitzenabend im Ponyhof, gerne hätte ich mehr Konzerte dieser Art!

Auf dem Weg zum Dreikönigskeller hab‘ ich dem guten Tommy Rinke in der Old Fashioned – Bar noch einen schönen Abend gewünscht, hat er doch da feine Musik aus den Zwanzigern und Dreissigern auf die Plattenteller gepackt, und darüberhinaus auch Artverwandtes aus ähnlichen Dekaden musikalischen Schaffens.

Im Dreikönigskeller lag einmal wieder mehr feine Sixties – Musik in der Luft, denn im Rahmen der monatlichen Tighten Up! – Veranstaltungsreihe haben dieses Mal die DJs Marc-André Brucker& Konrad Hasse in ihren Plattenarchiven gewühlt und auch hier Feines zu Tage gefördert, oder besser, in die Nacht getragen, so darf ein Abend gerne mal zu Ende gehen.

Aber weit gefehlt: Auf dem Weg nach Hause wurde kurzerhand beschlossen, dem Silbergold einen Besuch abzustatten, denn elektronische Qualitätsmusik zwischen Elektro und Dubstep umwaberte uns dort, „The Kidz make Noise“ spielen Ultratanzbares, ohne dabei im Trüben zu fischen! Die Jungs machen mir einfach immer wieder Spaß, und man darf auch nicht unerwähnt lassen, dass man im Silbergold immer freundlich empfangen, bedient und wieder in die Nacht entlassen wird, ganz egal, wie groß der Andrang ist. Auch hier fühlt man sich zu Gast in einem einem großen Wohnzimmer, auch hier kommen wir immer wieder gerne her.

Allerdings, irgendwann musste ich auch mal ins Bettchen, denn am nächsten Tag galt es, x wie raus auf Radio X zu moderieren, und wer weiß es schon, in dem Moment, in dem ich hier in den heiligen Hallen von Radio X sitze und diesen Text schreibe, überlege ich gerade, mal ins Zoom zu gehen, denn ein italienischer Soulsänger gibt sich die Ehre, und beim Review der Musikvideos hatte ich ein gutes Gefühl. Die Historiker einer neuen Welt werden es sicherlich vermerkt haben werden, wenn ich dort aufschlage, ich glaube, Luca Sapio & Capiozzo and Mecco Band, so der Name, wollen nochmal besucht werden.

Soweit in Kürze, macht’s gut!

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Wochenend – Rückblick 5/6 – 2013

DKK - Combo feat Colleen Meyer - Jazz!
DKK – Combo feat Colleen Meyer – Real Jazz!

Ich hab‘ ja Glück, dass ich in Frankfurt existieren darf.

Schlimmer wäre es für mich ja in Mainz oder Köln, den Hochburgen bräsiger Faschingsunkultur. Versehntlich hatte ich den Fernseher angelassen, obwohl der Kater nicht mehr weitergucken wollte, schreckte hoch aus der Halbdämmerung, Fasching und Raab in Kombination, es kann also stets noch schlimmer kommen. Doch, ich mag Fasching, denn auf der Maloche herrscht Rosenmontagsruhe, da die Teeküchenphilosophen entweder frei haben, unerwartet erkranken oder an ihren Intoxikationserscheinungen laborieren.

Es ist doch schön, wenn das Blei in den kulturellen Regalen unserer Gesellschaft auch mal zum Zuge kommt und dass Personen, die unter ständigem Niveaudruck leiden, sich endlich einmal so richtig gehen lassen können. Ich glaube auch fest daran, dass die Menschen sich nur noch verkleiden, damit man sie nicht erkennt, wenn sie im Begriff sind, Verbrechen bar jeglicher Ästetik, Intelligenz oder Auffassungsgabe zu verüben. So ein Arzt in der Notaufnahme hat bestimmt Spaß in so einer Nacht. Ärgerlich, ich habe vergessen, Kochsalzaktien zu kaufen.

Wenn sie als Leser es bis hierhin geschafft haben, dann werden wir sicherlich gute Freunde. Die pflege ich ja immer donnerstags in der Alten Liebe zu treffen, man unterhält sich gut, es kommt so gut wie kein Laufpublikum, und fremd ist der Besucher nur beim ersten Mal. Aber ich verrat nicht, wann man sich trifft. Sonst kommen „die Leut‘“ noch und ich muß für meine lokalen Kaltgetränke anstehen. Nee, nee, das geht ja gar nicht.

Am Freitag haben wir uns mal ans andere Ende von Sachsenhausen gemacht, dort, wo man sich in einer anderen Stadt wähnt, aber weit gefehlt, denn die Frankfurt Art Bar ist immer einen Besuch wert, gerade jetzt, wo die sich Betreiber auf Lokationssuche befinden, denn der Art – Bau soll weichen, und wird deshalb demnächstens dem Erdboden ratzeputz gleichgemacht.

Es ist die Bühne, die in der FAB gerne von ambitionierten und erfahrenen Musikern genutzt wird, und so auch immer allerlei Publikum herbeilockt. Hier gibt man sich gerne der Bewunderung derer hin, die ihr Instrument virtuos beherrschen und trotzdem, oder auch gerade deshalb, für die Musik einen tiefen Respekt empfinden. Leider habe ich es oftmals nicht in die FAB geschafft, was mir dann hinterher immer recht leid getan hat, ich sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, einen Ausgehpraktikanten einzustellen.

Dieses Mal hat es mir besonderen Spaß gemacht, denn jazzgegerbte Recken griffen in die Instrumente, begleitet von einer tollen Jazzstimme. Hier stimmte einfach alles, als Colleen Meyer (Voc), Christian Müntz (TSax), Bernhard Hein (Brass), Ernst Rupprath (Trompete), Udo Kaczorowski (Bass), Georg Hofbauer (Piano) und Peter Fahrenholz (Drums) aufspielten. Als Combo sind sie übrigens bekannt als DDK (Dreikönigskeller) – Combo, die wohl allerdings zum letzten Mal in der FAB spielt, da das Gebäude ja abgerissen werden soll. So kann man den Abend angehen, den wir später in der Alten Liebe, beschallt von Kristen Aul und Tommy Rinke, ausklingen liessen. Und mit beschallt meine ich Qualitätsbeschallung mit Originaltonträgern aus den Sechzigern, da kennen die Beiden nämlich nix!

Ich bin ja am Samstag auch erst spät aus dem Haus gegangen, habe mich mit gesenktem Kopf durch die Faschingsidioten gelurt, um unbeschädigt in meinem Wohnzimmer anzukommen. Und was soll ich sagen: Qualität setzt sich nun mal durch, was auch am Samstagabend DJ Kaiser L, einer der letzten echten Swing DJs Deutschlands wieder einmal in der Alten Liebe eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nun echt und im Original, so sollen die Tonträger sein, aber der Kaiser macht um Selbstverständlichkeiten keine große Sache, ist er doch einer der wenigen Musikkenner der alten Schule!

Hinterher musste ich doch nochmal zum Moonshake – Laiki in den Ponyhof, wo man die Gäste auch immer an der Theke freunlich willkommen heisst, denn Low 500 und die X-Ray – Harpoons spielten auf, die einen aus Frankfurt, die anderen aus Köln, man sah und hörte, es kommt nicht nur Schlechtes aus Kölle, sondern aus beiden Städten feine 60s Garage Musik unterschiedlichster Färbung. Unterstützt wurden die Bands von den DJs Konrad und Kleiner, auch hier Vinylqualitätsgaranten aus dem Moonshake – Pool, und drumherum gab es wieder, wie immer eigentlich, Projektionen und Licht von LSDirk in die Augen, auf das die Synapsen nicht arbeitslos werden.

„Captain Picard – die Synapsen!“ – „Auf den Schirm!“ (Star Trek)

Sonntags hatten wir doch noch einiges auf dem Schirm, wobei ich diese Redensart total bescheuert finde, genauso wie, etwas „am Start haben“, aber wie dem auch sei, am Start hatten wir nämlich bei „x wie raus“ die xwr-Einschulung, denn zahlreiche radiobegeisterte Menschen folgten unserem Aufruf, in unserer kleinen Redaktion mitzuwirken. Ein schöner Tag indeed!Die Bilder kann man übrigens der offiziellen „x wie raus“ – Facebookseite einsehen.

Und so egab sich die Möglichkeit, das Faschingswochenende in Würde zu überleben!

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wochenend – Rückblick 4/5 – 2013

Heute leider ohne Bild…

Um es gleich vorweg zu nehmen, einen Wochenend-Rückblick wird es dieses Mal nicht geben, weil ich aus diversen Gründen dann doch den ganzen Samstag im Bett geblieben bin.
Und Freitags war ich auch eher so privat unterwegs. Aber nur eben in umgekehrter Reihenfolge. Dieses Islandwetter macht einem ja auch ganz kirr in der Banatzel, kein Wunder, dass man da im Bett festwächst. Ich wollte zu diversen Geburtstagen gehen und ach, was hatte ich vor…
Aber nein, der Körper machte schlapp, fing sich ein wenig Kränklichsein ein und sagte: „Ich bin dann mal weg!“

Erst so gegen Sonntag mittag habe ich es wirklich geschafft, mich aufzuraffen und die „x wie raus“ – Sendung vorzubereiten. Tip top Wochenende also, aber was soll’s. Das ist sicherlich jedem mal passiert. Und hinterher sagt man sich sowiso: „Verpasst hab‘ ich jetzt nix…!“ Aber das wird mir sicherlich nicht zur Gewohnheit werden, wäre ja noch schöner!

Zum Glück war ich mittwochs schon mal zur Text & Beat - Veranstaltung im Orange Peel. Man lud Sylvie Marks, DJ Tanith und Felix Denk zum Themenkomplex Berlin vs Frankfurt, Techno und Ausgehkultur ein, und jeder wusste hierzu hörenswertes zu berichten, hörenswert indeed waren allerdings auch die Schallplatten, die die DJs jeweils zwischendurch zu einzelnen Themen anspielten. Felix Denk hatte zum Zwecke der Recherche für sein aktuelles Buch „Der Klang der Familie“ zahlreiche Aktivisten aus den Technoanfangszeiten interviewt und konnte aufgrund dessen mit vielen wissenwerten Informationen aufwarten. Am interessantesten fand ich allerdings die Ausführungen von Tanith, desen Weg von Bad Kreuznach über Wiesbaden nach Berlin führte und der eigentlich von Anfang an dabei gewesen ist, und natürlich auch mit einer der ersten war, der im Tresor aufgelegt hatte. Vielleicht wäre ich damals in Berlin besser aufgehoben gewesen, da oftmals die frankfurter Protagonisten in vielen Bereichen eine große geistige Resistenz an den Tag legten.

Leider zerstieben die Zuhörer, und es waren derer viele, sofort nach der angeregten Diskussion in alle Himmelsrichtungen, was ich sehr schade fand, denn ein wenig musikalische Beschallung hätte gerne noch erlebt, Syvie Marks b2b mit Tanith, dat wär doch mal wat jewesen, wa?

Und so habe ich an diversen Ecken auch noch ein bißchen Unfug von mir gegeben, um dann nach einem kleinen indischen Snack in der Alten Liebe aufzuschlagen, da geht man ja Donnerstags neuerdings hin. Nein, eigentlich nicht. „Man“ schon mal gar nicht. Wie dem auch sei, so konnte man den Donnerstag schon mal verleben, mit hochqualitativen Subkultur – Infos; und hinterher gab es auch noch hochqualitative Kaltgetränke.

So, ich muß „ins Radio“!

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wo ist denn bitte diese Alte Liebe? Na, hier…!