Archiv für Januar 2013

Wochenend – Rückblick 3/4 – 2013

Geschäftiges Treiben mit Plastiktüten - the more bags, the more beer
Geschäftiges Treiben mit Plastiktüten – the more bags, the more beer

Manchmal wünsche ich mir mal ein anderes Nudelgericht.

So wollte ich schon immer mal anfangen. Ist somit an dieser Stelle geschehen. Aber nochmal zurück zum ersten Satz: Man könnte es vielleicht Pasta Metanese nennen, mit Buchstabennudeln, so groß wie russisch Brot. Wenn man dann noch ein paar Vokale nachordert, muß man 2 Euro extra bezahlen. Und die Vokale kommen natürlich erst dann, wenn das Gericht schon kalt ist und schon viel zu lange auf den Parmesankäse gewartet hat. Aber immerhin wäre der Kellner schon mal dagewesen, einmal, um mit einer Riesenpfeffermühle, eine phallukratische Grabbeigabe aus den Pyramiden von Milan, frisch gemahlenen Pfeffer auf dem Gericht zu verteilen und ein anderes Mal, um eine Gastroflasche Wasser für 50 €uro auf den Tisch zu stellen. Kann man ja mal machen. Auf so solche Ideen kommt man, wenn man in sachsenhäuser Qualitätsschenken seinem Herrengedeck-Gedankengut freien Lauf lässt. Zum Beispiel donnerstags in der Alten Liebe, ausserdem hatte die Thekenfee Jasmin Geburtstag, na, da sind wird doch gerne mal zum Gratulieren vorbeigehuscht.

Auf ganz andere Gedanken sind Städelschüler sowie Macher der nächsten Node13, dem Forum für digitale Kunst, gekommen, wohl als sie mal wieder vom Buchstabennudelneinkaufen mit unzähligen Plastiktüten nach Hause gekommen sind. Was tun mit diesem Kunststoffmüll, dem man nahezu nicht entrinnen kann? Da haben sie sich gedacht: Wir lassen uns einfach diese Plastiktüten vorbeibringen und bauen damit eine Art funktionales Modulsystem. Und so haben sie sich einen kleinen Laden in der Kaiserpassage gemietet, und am Freitag abend zu „More Bags – more Beer“ aufgerufen, denn die Anzahl der vorbeigebrachten Plastiktüten, welche gleich vor Ort verarbeitet wurden, bestimmte den Bierpreis. Natürlich gab es Qualitätsbeschallung von Ibrahim Goldmund und VANGEEMUSIK auf die Ohren, parallel stellten eben auch Ibrahim Goldmund und YNAD ihre künstlerischen Arbeiten aus. Und so traf sich dort ein sehr angenehmes, buntes Publikum, um diese tolle Idee zu supporten.
Wenn ich schon mal in der Passage bin, dachte ich mir, auf dem Weg zum Kiosk, zugegeben, guck‘ ich mal auf gut Glück bei Tactile vorbei, um einige thailändische Feinis auf Vinyl zu erstehen.
Hinterher gab es noch einen Schlenker über die Gute Stute, aber die Gute war so dermassen überfüllt, dass wir uns wieder zurück ins Orange Peel kämpften, was bei dieser verdammten Kälte auch schon eine Leistung gewesen ist. Dort wünschten wir Moonshake – Laiki einen schönen Abend, hatte er doch dort eines seiner feinen Konzerte organisiert, ließ er doch Tav Falco and Panther Burns und The C-Types aufspielen, alles in der Rockabilly / Sixties – Ecke zu verorten. Rund gemacht wurde die Sache natürlich von der Moonshake – DJ Taskforce: Konrad, Bud Shaker, Stephan Umbach sowie als Special Guest: Catanina (GoGo Club/Augsburg // Soul Explosion/München). Und irgendwann liessen wir uns fein nach Hause chauffieren. Und nein, nicht alle Taxifahrer sind unfreundlich, dieses Wochenende waren nur die Guten unterwegs!

Am Samstag wollte ich nicht raus, schließlich glänzen meine Lieblingsmarktstände auf dem Konstimarkt immer noch mit Abwesenheit. Ausserdem hatte ich soweiso Winterlaune, was ja auch kein Wunder ist bei dieser grauen Suppe, und so bin ich erstmal lieber zuhause geblieben.

Aber am Abend ging es dann doch mal in den Dreikönigskeller zu den Bumblebees, 3 nice Ladies are playing nice Music, so war es dann auch, ein feiner Sixties – Sound lag in der Luft, und so durfte der Abend gerne mal anfangen! Weiter ging es dann in der Elbestraße, denn in einem als Keller getarntem Labyrith wurde feine Musik gespielt, nämlich namentlich zum einen HipHop, und zum anderen, ein paar Räumchen weiter, elektronische Tanzmusik (House, Techhouse). Hinter den Decks standen Francesco Menduni, Amin Fallaha, Daniel Kilian sowie Daniel da Cunha, welche den elektronischen Part übernahmen, während Manuel Cutz und Old Shatterhand die HipHop – Platten aus den Kisten zogen. An der Tür, so wurde mir versichert, musste der allerbeste Friseur Frankfurts als Passwortgeber herhalten, was er sicherlich gerne tat.
Hier wurde sicherlich noch lange weitergefeiert, kein Wunder, denn hier hatte einfach alles gestimmt!

Irgendwann in tiefer Nacht wollten wir aber dann doch mal ins Bettchen, denn am Sonntag galt es, x wie raus zu moderieren und ein paar Informationen zusammenzutragen.
Kurzfristig im im Studio hatten wir übrigens den netten Jürgen Krämer, der später des Abends noch in der Chaplin’s – Bar in der Bergerstraße aufspielte. Einer der Tipps für den Sonntagabend schlechthin, indeed!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Dieses mal wieder mit Links:

Was wird denn mit den Plastiktüten – hier seht ihr’s!

Node13 – Forum for digital Arts (mit Workshops und Ausstellungen im Kunstverein – must see!)

Wochenend – Rückblick 2/3 – 2013

Tim mit Gitarre
Tim: Kein Facebook, aber dafür eine Gitarre

Das ist es nun, das neue Jahr. Es fühlte sich ja schon ein bißchen komisch an, mit dieser frankfurter Winterkarikatur. Gerade zum Glück, da ich über Silvester in Prag gewesen bin, damit ich mir mal ein Bild davon machen konnte, wie sich ein Winter anfühlt und wie gutes Bier schmeckt. Kann man ja mal machen. Zumal ich auch keine Lust hatte auf diese katastrophalen frankfurter Silversterveranstaltungen, von denen man sich eigentlich nur wünscht, dass sie schnell vorübergehen mögen. Weil man die meiste Zeit nur wartet. Auf Einlaß, auf Getränke, darauf, dass etwas passiert, auf gute Musik, auf’s Taxi. Egal, ich habe es ja gut überlebt, auf der Moldau. Ist fast so wie auf dem Main, nur ohne Apfelwein.
Vorletzte Woche hat sich das Schicksal beleidigt gerächt, ich weiß zwar nicht für was, aber irgendwas ist ja immer. Also musste ich mit einem „schweren Schnupfen“ im Orange Peel auflegen gehen und habe darüber hinaus nichts nennenswertes unternommen. Aber: Unsere Aktion „x wie raus sucht neue Moderatoren“ ist ganz gut angelaufen. Wir suchen nämlich bei Radio X neue Mitstreiter. Menschen mit ausgehgegerbten Gesichtern und maximaler Motivation zum Radiomachen. Ich wurde ja damals von Dr Schneider geshangheit. Hätte mir auch schlimmeres passieren können. Achso: Wer mitmachen möchte, kann einfach eine kleine Interessensbekundung an xwieraus ÄT gmx.de schicken. Und sich den 10. Februar freihalten. Aber das nur am Rande.

Donnerstag abends, am Rande des Wochenendes, um mal billig zu bleiben, habe ich mich mal, wie so oft, in die Alte Liebe begeben, denn dort hat sich mittlerweile eine illustre Donnerstagsrunde etabliert. Also versackten wir dort in Würde, aber ohne Fehl. Und mir wurde folgendes zugetragen: Am Folgeabend würde einer der Mitversackenden in einem sachsenhäuser Etablissement mit seiner Gitarre Gutes tun.
Nun gut, miaute Sputnik, unser Redaktionskater, nichts wie hin.
Also miaute, nein mäanderte ich mich durch District9 in Alt-Sachs, um dann endlich vor der Apfelweingalerie zu stehen. Kam mir irgendwie bekannt vor, die Ecke. Stimmt, bei der Frau Rauscher in der Klappergass‘ war ich da gelandet. Aber das war es nicht gewesen. Nein, die Apfelweingalerie befindet sich nämlich in dem Gebäude, auf dessen Treppenstufen man sich bei Todesstrafe nicht setzen darf, wenn man nach einem Konzert im Ponyhof eine kubanische Zigarre oder ein paar indische Bidis rauchen möchte, wohl, damit man mit seinem scharfkantigen Hinterteil die Treppenstufen nicht so abwetze. Nein, wahrscheinlich fühlen sich die Bewohner durch den Sitzlärm gestört, dort im beschaulichen Luftkurort Alt-Sachsenhausen. Aber ich schweife ab.
In der Apfelweingalerie wird man freundlich empfangen, bekommt flott sein gewünschtes Kaltgetränk serviert und, wenn man möchte, einen persönlichen Aschenbecher zugewiesen. Man kann sich beschäftigungsmäßig mit Dart, Billard oder Tischkicker über Wasser halten oder einfach ein Schwätzchen halten. Uh, Dart, Billard oder Tischkicker, ich höre schon das Raunen, aber weit gefehlt, es war echt gemütlich. Aber eigentlich bin ich ja wegen Tim dort aufgeschlagen, Tim ohne Künstlernamen, Facebookprofil oder myspace – Profil (Gibt es eigentlich noch myspace?), an sich schon eine sympatische Reduktion. Ich fand auch, dass an diesem Abend zwei Wandergesellen hereinschauten, die seit fast 3 Jahren auf der Waltz waren, und einiges zu berichten wussten, das passte irgendwie. Achso, Tim: Mit Akustikitarre bewaffnet gab der talentierte Tim sein Liedgut zum Besten, und dass er nach drei Sets noch mehrere Zugaben spielen musste, das spricht wohl für sich.
Danach fanden wir uns noch geburtstagsmäßig in der Balalaika ein, ihr wisst schon, der Laden, in dem die Betreiberin auch gerne mal selbst singt. Tatsache ist: Irgendjemand musiziert da immer – und: Bei dem vorherrschenden Schummerlicht lässt sich hervorragend zechen. Danach gaben sie immer noch nicht Ruhe, nein, in die Stereobar zu Dynamite wollte man, DJ Fuji ist ja in dieser Hinsicht immer eine sichere Bank, und das stellte er auch dieses Mal wieder unter Beweis. Aber irgendwann hatte die Nacht sie weich, und so ging es nach Hause, müde, müde und müde.

Der Samstag wollte zuhause bleiben, zumindest tagsüber, im Bett liegen und durch ein Tablettcomputerfenster in die Welt hinausschauen, um dann später in die Nacht zu schlüpfen. Durch klirrende Kälte mit Schuhen aus Blei bin ich dann erstmal in der Alten Liebe gelandet, hatte ich doch das Konzert von den Gorgo & Barbarellas verpasst, wurde aber immerhin von den Hinterher – DJs The three Christas kenntnisreich beschallt. Aber eigentlich wollte ich in den Dreikönigskeller, auch eine Qulitätsadresse in Punkto würdevolles Versacken, denn an diesem Abend hießes wieder: „Tighten up!“, gehostet von DJ Elviz & Ole, die sich dieses mal als Unterstützung die Plattenfee Kristen Aul aus New Orleans geholt hatten, und so wurde zu dritt 6t’s, Mod, Soul, Beat, Boo-Ga-Loo, R&B und Jazz auf die Plattenteller geschnallt, was mir einmal wieder mehr sehr viel Spaß gemacht hatte.

Am Sonntag galt es mit der grandiosen Lix wie raus“ zu moderieren und ansonsten war Qualitätschillen angesagt. Ausserdem muss ich Montag zum Zahnklempner, da konnte ich mich schon mal so in Qui Gong – Kugel – Manier vorbereiten. Wird bestimmt lustig…

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000