Archiv für September 2012

Wochenend – Rückblick 39 / 40 – 2012


Mannheimer Motown Mädels in der Fabrik: The Schogettes singen sich in die Herzen der Besucher… (Foto: Lisa Immensack)

Wer kennt sie nicht, die Post-Wochenend-Depression, die einem meist schon montagmorgens mit eisiger Axt die Rübe zerdeppert? Schon wieder vorbei, das Wochenende? Wo ist sie hin, die gute, freie Zeit, die nun der unguten, durch Lohnarbeit und Knechtschaft verunstalteten Zeit weichen muss? „Ding-Dong, guten Morgen, ich bin’s, die Unzeit…“ – „Ach so, ich habe gehofft, es wäre der Heiland, aber der pennt bestimmt noch…“.

Bei mir wird montagmorgens ja nur von Paketzustellern geklingelt, was sie auch durchaus dürfen, denn sie bringen das schwarze Gold ins Haus oder von Umfrageknechten, die sich keinen eigenen Telefoncomputer leisten können. Manche wollen auch nur mal „kurz rein“. Leichen abladen womöglich. Oder Umsonstzeitungen mit fragwürdigen redaktionellen Inhalten in die Briefkästen stopfen. Eigentlich sollte ich mein Namensschild gleich an die Altpapiertonne pinnen. Aber Umwege erhöhen ja bekannterweise die Ortskenntnis.

So genug über Klingelgangster geärgert. Es gibt Besseres im Leben.
Zum Beispiel ein Besuch in Spanien. Wie gerne wäre ich jetzt…na, fast oder so ähnlich haben wir uns das gedacht, als wir zum Montagskino pilgerten, denn montags zeigt man im „Instituto Cervantes Frankfurt“, dem spanischen Goethe-Institut, iberisches Filmgut, klar, auf spanisch. Nun, mein Spanisch ist genauso gut als wie mein Hochdeutsch, aber Bier bestellen und Zigaretten kaufen, das bekomme ich auf spanisch hin und somit wäre mein Überleben auf der Halbinsel gesichert. Man zeigte also im Original mit englischen Untertiteln „Abre los Ojos“, der als Vanilla Sky späterdings neu aufgelegt wurde. Im Übrigen gibt’s da montags in loser Folge noch weitere interessante FIlme zu sehen, der Eintritt geht ok, und man muss keine Werbung schauen. Wir hatten ja wieder getrödelt, und da haben sie extra auf uns gewartet, das fand ich total … galante!
Hinterher ging’s mal kurz zum Schreiber-Heyne, denn dort bekommt man flugs das Gerippte angetragen, sehr vorbildlich indeed!

Spanisch gings auch am Dienstag weiter, denn im Exknast Klapperfeld hielt eine Gruppe junger Spanier einen Vortrag über zivilen Ungehorsam, denn die Leute leiden sehr unter dem rigiden Sparkurs, den man in Spanien im Moment fährt und sehen darin wenig Sinn und noch weniger Nutzen. Wer aber denkt, dass es sich hierbei um schwarzangezogene Zerfetzties handelte, der irrt in epischer Breite, denn es ging ihnen hierbei um Aufklärung und nicht um Aufstand, und so waren es sympathische junge Damen, die sachlich über die Verhältnisse und das, was man tun kann, aufzuklären vermochten.

Bis zum Freitag hieß es arbeiten und chillen, erstaunlich, dass mir nicht die Fingerkuppen abfallen, während ich diese beiden Worte in einem Satz einsperre, aber es scheint dem Chillen nichts auszumachen, wenn es nebenan ums Arbeiten geht. Wie im richtigen Leben.

Am Freitag war ich mit Auflegen „dran“, nämlich in der Fabrik in Sachsenhausen, ein kulturnahes Gewölbekellerchen mit Restaurant und feiner Bühne, denn das frankfurter Lieblings – SingerSongwriter Paar Paul and Elisabeth spielten im Rahmen der „Super Soul Shake“ – Partyreihe auf, und Laiki wäre ja nicht gleichzeitig Herr Kostis, wenn er nicht noch einen weiteren Akt im Ärmel hätte, und so spielten sich die mannheimer Motown – Sisters, wie man sie hinter vorgehaltener Hand nennt, nämlich The Schogettes, innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Anwesenden. Später haben wir uns noch ein paar Platten gezeigt, denn DJ Sportwagen, bekannt von den Soulfood – Parties im English – Theatre schwang zusammen mit Men from O.R.G.E.L., der ja auch immer die richtigen Platten im Koffer hat, und meiner Wenigkeit noch ein wenig die kleinen schwarzen Dinger, und gut gelaunt ging auch dieser Abend zu Ende.

Am Samstag wollte auf dem Konstimarkt eingekauft werden, denn gut gestärkt geht man eben besser in den Samstagabend.
Den begannen wir in der Alten Liebe, mittlerweile ein Geheimtipp in Sachen Qualitätsspelunking, aber zuviel Worte wollen wir darüber auch nicht verlieren, sonst wird der Laden noch von planlosen Reichen aufgekauft. Die gute Stimmung im Inneren rührte bestimmt auch von der Musikauswahl der beiden Auflegeriche Charly & John, die gut Ausgesuchtes aus den Bereichen Ska, Reggae und Rocksteady spielten.
Von Tür zu Tür, zackzack wie in der Kuckucksuhrenfabrik, ging es dann gleich weiter in den Dreikönigskeller zu den Bumblebees, die drei verstehen es immer wieder, gekonnt Frenchpop, Sixties und Indie zu verbinden, allerdings glaube ich, die drei waren nur zu zweit, wenn meine Augen mich nicht übers Ohr gehauen haben.

Auf dem Weg zurück wollte ich mir mal die Neue anschauen, die Old Fashioned Bar, mitten in der Leber Frankfurts, im sachsenhäuser Apfelwein – Destrict gelegen, ganz in der Nähe vom Ponyhof. Kann man mal hingehen, rauchen darf man auch, man wird nicht genervt und das Barpersonal setzt sich aus frankfurter DJ – Größen zusammen.
Wenn man schon mal da ist, dachten wir uns, gehen wir ‚grad noch zu Onkel Laiki in den Ponyhof, auf ein paar Scheidebecher, versteht sich, The Moving Sounds hatten wir verpasst, aber zu den Lisbethbube Eviltones kamen wir genau richtig, spielten sie doch recht energetischen Garage Punk. Dass DJ Konrad, untersützt von DJ Peter Rosén aus Stockholm, die Gäste nochmal richtig durchgeschüttelt hatte, ja keine Frage, ne ;-)

Am Sonntag sollte die gesamte Wohnung gefühlt aus einem riesigen Bett bestehen, ein Bett, das bis zum Radio X – Studio reicht, denn x wie raus wollte auch noch zusammen mit der grandiosen Li moderiert werden. Dann hat es aber auch mal wieder geschickt. Sonntags wollte ich dann nur noch ein wenig rumasseln. Recovern. Bereits sein für den Montag. Aber was soll’s: Am Mittwoch wird ja aufgelegt im Clichy. Wegen der Einheit und so. Kennt man ja, wir leben ja auch in einer geteilten Stadt, hibbe wie dribbe…

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wochenend – Rückblick 38 / 39 – 2012

Alte Liebe - Das kleinste Strassenfest der WeltAlte Liebe – Das kleinste Strassenfest der Welt. Schon schwierig, Bier, Rauchwaren und Kamera gleichzeitig festzuhalten…

Unter der Woche abends aus dem Haus gehen? Filme gucken, Jazz hören und lokale Kaltgetränke geniessen? Niemals, wettert der gemeine Reihenendhausabbezahler und eilt in die Küche, hat er doch Angst, dass ihm seine Doppelnachnamensalzteignamensschildchen im Backofen anbrennen.
Auch der frankfurter Speckgütelbewohner winkt bräsig ab, während er noch einen Grappa auf seine ohnehin schon zerstören Geschmacksnerven kippt. Wo kämen wir auch hin, wenn das jeder machen würde? Nein, man sollte ja morgens fit sein, während man seinen ToGo – Kaffee im Kettencafe abholt und zum Karrieremachen eilt. Ausserdem, wenn man sich mittags schon auf der Fressgaß‘ betrinkt, wird das abends sowieso nichts. No have, no can do, wie wir Schlechtmenschen immer zu sagen pflegen. Und deshalb gehen wir weg, bevorzugt abends, denn abends ist es draussen bekanntlich am Schönsten.

Den Gutmenschen, die sich schöne ldeen lieber kaufen, als sich selbst was auszudenken, denen niederlegt man ab nächsten Jahr ein Boot zu Füßen. Wie Schweineperlen. Auch ein Stück weit „mein Boot“. Gefühlt zumindest. Jetzt kann ich sehen, wo ich nächsten Sommer bleibe. Können die sich nicht selbst was…ja das hatten wir schon. Jajaja, ich weiß, Business as usual, aber mit so einem Bündel Geld kann man einen schönen Ort ruckzuck kaputt machen. Schade!

Sehr gefreut dagegen hatte ich mich über die Einladung des Blauen Haus am Niederräder Ufer, denn am Mittwoch frage man im Rahmen des Blauen SalonsGentrifizierung oder Irrtum?“, indem der bekannte frankfurter FIlmemacher Stefan Huber einige Kurzfilme zum Thema zeigte und die Diskussion damit gehörig anzuheizen wusste. Dann war ich mit hinterherauflegen dran, ein wenig Jazz hatte ich mich aus dem iPad geschüttelt, man muss ja auch nicht immer tanzen wollen. Und so saß man noch ein wenig im Blauen Haus zusammen, ich ich in die Federn radelte.

Am Freitag war ich nochmal im Yachtklub, muss man ja jetzt ausnutzen, nächstes Jahr ist Schluß, ich hatte es ja weiter oben bereits indezent angedeutet.
Hannibal sollte später noch aufspielen, allerdings bin ich nicht so lange geblieben. denn ich wollte nochmal „kurz“ in die Alte Liebe, und mein lieber Herr Dings, der Laden war voll bis obenhin, war aber klar: Schliesslich ware sie alle gekommen zum Eintracht gucken. Naja, dann bin ich mal mitgesurft, auf der Eintracht – Erfolgswelle, man gönnt es den Jungs ja, und später trat ich dann den Heimweg an. Vermutlich.

Aber schon ein paar Stunden später, war ich am frühen Abend doch wieder dort anzutreffen, gab man doch bei der Alten Liebe traditionell Das kleinste Strassenfest der Welt im Fritschengäßchen, und alle waren gekommen, um zu gucken, sich an Kaltgetränken zu laben, und Livemusik gab es nochobendrauf: The Miss and the headless Chicken, The wild Pony Band und Multientertainer Franz Fischer gaben sich die Ehre und machten die Sache dann am End‘ so richtig rund. Aber so lange konnte ich gar nicht bleiben, ich hatte noch anderes zu tun.

Und so pilgerte am Sonntag Lisa mit mir zu Radio X, denn „x wie raus“ galt es zu bestreiten, aber dann hat es aber auch mal geschickt. Vielleicht doch mal Sofachillen? Kann man ja auch mal machen ;-)

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wochenend – Rückblick 37 / 38 – 2012

Baby, du siehst gut aus - Die amtierenden Luftgitarrenspielerlegenden Guido Braun und Simon Reverb. (Foto: David Simon)
Baby, du siehst gut aus – Die amtierenden Luftgitarrenspielerlegenden Guido Braun und Simon Reverb. (Foto: David Simon)

Warum will man abends nicht ins Bett und im Gegenzug morgens nicht wieder ‚raus? Ist man erstmal drin, verlässt man es eben nur ungern. Ist ja auch oftmals so schön kuschelig. Verhält sich auch so ähnlich, Achtung, jetzt kommt die Cheapo – Überleitung, mit dem Bett – Club. Wenn man erstmal da ist, dann will man nicht mehr weg. Und der Apfelwein schmeckt ja auch so gut.

Eigentlich wollten wir am Mittwoch pünktlich im Bett – Club erscheinen, aber man trödelt so gerne mit Weile, und so trafen wir zu spät, aber passend zu Konzertbeginn ein, spielten doch Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch gemeinsam auf, denn zusammen sind sie Captain Planet und da der Namen schon vergeben war, nannten sie sich kurzerhand Kid Kopphausen, das ging aber vollkommen in Ordnung! Und das dachten sich wohl auch alle anderen, die das Bett bis unter die Decke füllten, und so kuschelte man sich in die zum Teil nachdenklich-melancholischen Texte der Beiden, es blieb aber in Punkto Dunkelwolkigkeit dezent, der Tränenschwamm konnte also in der Tränenschwammtasche bleiben. Kann man mal machen an einem Mittwochabend, immer noch besser, als Krimiserien mit Forensikern zu schauen oder amerikanische Kopfgeldjäger zu begleiten, die Tiernamen tragen.
Und mit der Straßenbahn kommt man auch ganz gut wieder in die Stadt, hey, ist gar nicht so „schlimm“.

Am Donnerstag wollte ich mir mal ’ne Rundschau klau‘n geh‘n und begab mich ins Rundschau-Depot, nicht ohne Hintergedanken, denn man hielt das FR Stadtgespräch zum Thema nachhaltige Ernährung sowie vegetarische und vegane Produkte (so dachte ich zumindest) und man wollte sich mit der Frage beschäftigen, ob es immer Fleisch sein muss. Ich war ein wenig enttäuscht, beispielsweise von einer Argumentationsline, die wie folgt daherkam: Man kommt preiswerter davon, wenn 3 Biowürste gegrillt werden anstatt 2 konventionelle Würste aus einem 20er Pack, weil man die restlichen 18 ja sowieso wegwirft. Genau, ich rauche auch nicht mehr in meiner Bude, wegen der Tapete, klar. Dann wurde die CO2-Bilanz der einzelnen Produkte gegenübergestellt, Steak vs Frischkäse zum Beispiel. Parallel lagen Flyer zum Veggie – Day am 19.09. aus, was den Frischkäse sicherlich gefreut hat, wenn er schön mit Gelantine aufgepumpt wird.
Aber auch interessante Projekte wurden vorgestellt und ich hab mir noch ein wenig Infomaterial der Verbraucherzentrale eingepackt. Ich freu‘ mich schon auf den nächsten Marktbesuch. Die Leute geben 400 Euro für ein Handy aus, aber jammern ‚rum, wenn das Essen 4 Euro kostet. Schon manchmal merkwürdig. Aber ich schweife ab, und deshalb hab ich mich danach nochmal die die Alte Liebe geknäult, um mir nachhaltig ein paar Apfelwein, naja ihr wisst schon…

Freitags wollte x wie raus mit der grandiosen Lisa moderiert werden, und danach bin ich mal ‚rübergetapert zum Yachtklub, Stilbruch! hieß es dort, denn Tomo Polic, den man ja eher in die Balkantrompetenecke stopft, machte hinterm Mixer gemeinsame Sache mit der Engtanz – Stella, der frankfurter Expertin in Punkto Kuschelschnulzen, und sowas funktioniert bekannterweise im Yachtklub immer recht gut, ist das Publikum dort oftmals open-minded und für jeden Spaß zu haben. Aber ‚rüber in die Alte Liebe wollte ich dann doch nochmal, zum Onkel Elviz und seinem Disc-a-go-go-Club, wo er sich noch von den DJs Jimmy Jack & Michael O‘ Fox unterstüzen ließ. Auf die Ohren gab es Northern Soul und Ska, natürlich von der kleinen Seven Inch, da kennen sie ja nix, die Jungs.

Am Samstag hieß es mal wieder Dynamic Super Soul im Clubkeller, und da mein DJ – Co wieder mal geschwänzt hatte, holte ich mir die smarte Veruschka zur Hilfe, und die Dame hat den kleinen Keller erwartungsgemäß verdammt gut gerockt. Auch wenn mir das Messepublikum massiv auf die Eier geht. Können die sich nicht abends auf Fastfoodrestaurantparkplätzen herumdrücken, wie andere normale Idioten das auch tun? Überall wollen sie ihre schlechte Musik hören, das funktioniert aber so nicht, denn DJs sind keine Jukeboxen, auch nicht, wenn man sich schon vorher Mut angetrunken hat. Und Funk ist nicht Indie. Und auch nicht Michael Jackson. Nein, alles gut, mein Puls ist ein Gemäßigter, wir hatten schon unseren Spaß, die meisten von außerhalb sind ja liebe Menschen mit Herzen aus Gold.

Und so sollte sonntags ein bißchen länger an der Matraze gehorcht werden, eine erstrebenswerte Sache, das, aber nur dezent länger, denn der Radiosender rief, x wie raus wollte moderiert werden, zum Glück mit Lisa, denn allein hätte ich das mit dem Clubkellerhelm nicht überstanden. Ausserdem hatten wir ja noch Simon Reverb und den umtriebigen Guido Braun als Interviewgäste im Studio, denn die beiden spielten ja des Abends mit Ihrer Band im Nachtleben. Aber davor hatten sie noch einiges zu tun, schon klar, wenn man vorher extra in Las Vegas heiraten muss, schon, damit die Möpse nicht ohne Vater…ähm Mutter, was auch immer aufwachsen müssen und ausserdem will ja die ganze Stadt mit Pornokiller – Aufklebern versorgt werden. Einer muss es ja machen. Mal schauen, was da noch so kommt.

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Wochenend – Rückblick 36 / 37 – 2012

GEMA demonstrieren!
GEMA demonstrieren! Foto: (C) Guido Braun

Diese Woche war ich verdammt oft in der Alten Liebe. Bräuchte eigentlich gar keine Wohnung mehr in Frankfurt. Aber wenn jeder so denken würde, wären die Bürgersteige voller verhungerter Makler. Die Armen! Das will ja auch niemand, wenn so ein ehrenhafter Berufsstand…egal, ich weiß gar nicht, warum ich darauf komme. Nein, ich suche keine größere Wohnung mit Balkon (3 Zimmer, gern mit EBK und TGLB) in Sachsenhausen. Nein, echt nicht.

Mittwochs sind wir also versehentlich versackt in der ALi. Naja, gibt schlimmeres. Zum Beispiel als Makler…nein nein nein…

Am Donnerstags kann man sich das Abendessen auch mal auf dem Konstimarkt reinpfeifen, um dann zur Hauptwache zu pilgern, wenn man den Start der Anti-GEMA – Demonstration miterleben möchte. Ein feiner Umzug war es, und wenn sich schon die offiziellen Schätzungen auf 7000 Teilnehmer belaufen, dann kann man sicherlich von mehr ausgehen. Es war schön mit anzusehen, diese bunten Menschen mit goldenen Herzen, die fröhlich tanzend durch Frankfurt zogen, um ihren Unmut gegen die GEMA – Reform zum Ausdruck zu bringen. Demonstrieren macht durstig, das weiß man ja noch aus Startbahn – West – Zeiten, also zogen wir ein wenig mit den Wagen mit, um dann nach dem Schaumainkai in Richtung Alte Liebe zu pilgern, dem Wonhzimmer mit der heiligen Jukebox, denn dort gab es fein gemixtes Sours und Fizzes, wie immer traditionell am Vorabend der Franz Fischer – Revue, liebevoll handgeshakt von Nelson van Heuvel.

Eben diese Revue hatten wir am Freitag verpasst, denn wir kamen zu spät. Wahrscheinlich getrödelt. Oder aus der Dönerkurve geflogen. Der traurige Wirt war verwundert, dass es nach der Revue nochmals anzog, und junge, aufgeschlossene Menschen mit modischen Frisuren den kleinen Laden füllten. Zum Glück waren es keine Hipster. Und was haben sie die Jukebox abgefeiert, man glaubt es kaum. Werden einen Altar errichten müssen, darüber hinaus schreib‘ ich nix mehr über die Alte Liebe, das wird mir sonst zu voll da. Lauter Fremde, wo kommen wir denn da hin, ne ;-)

Samstags war ich mal im Umland auf den Flohmärkten, und ich wundere mich schon ab und zu, wie manche Gegenstände auf den Weg in die Tonne den Schlenker über den Flohmarkt, getarnt als Verkaufsgut, nehmen. Naja, manche Leute wollen sich eben beschäftigen, um sich dann hinterher von der örtlichen Betschwester trösten zu lassen, weil sie ihren Müll nicht verkaufen konnten. Nach dem Flohmarkt wird sich dieses Mal meine Spur verlieren, manchmal muss ja auch nicht jeder alles wissen.

Sonntags begab man sich nach einem stressfreien Chilltag zu Radio X, denn x wie raus war mal wieder „dran“, allerdings war es erstrebenswert und gut gewesen ist, sich nochmal sonnigst durch die Draussenwelt zu bewegen.

Geht raus, die Nacht ist schön!

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