Archiv für Juli 2012

Wochenend – Rückblick 30 / 31 – 2012

Gut aufgescheppert - Steryo CEM im Yachtklub - da wackelt der Halbmond
Gut aufgescheppert – Steryo CEM im Yachtklub – da wackelt der Halbmond!

Am Mittwoch haben wir schon einmal die lautstark herbeigewünschte Endphase der Woche eingeläutet, und erreichten zur blauen Stunde das Blaue Haus am Niederräder Ufer 2, es sei uns verziehen, dass wir das Konzert der frankfurter Songpoeten Høld & Nova ein wenig verpasst haben, aber immerhin haben wir die Musik der beiden schon gegen 18:20 Uhr bei x wie raus auf Radio X gespielt, wenn das mal nichts ist, ne ;-)

Fein entspannen konnte man dort am Mainufer, es wurde nach dem Konzert noch ein wenig elektronisch aufgelegt, man hat mittlerweile einen leckeren Apfelwein und man kann inmitten goldener Menschen dem Main beim Vorbeimurmeln zuhören, der dort an dieser Stelle nur manchmal mit vorbeirauschenden Zügen konkurrieren muss, aber so ist das eben, das Grundrauschen einer Stadt, das gehört eben dazu und mir würde ganz schön etwas fehlen, so ganz ohne Zug oder Meer.

Freitags wollte der Wald sportlich per pedes erkundet werden, denn ich sterbe bestimmt mal gesund. Nach einer erquickenden Waldlaufrunde begaben wir uns in den Grüneburgpark, denn die Dramatische Bühne lud zum Sommernachtstraum, und was soll man sagen? Kein Wort davon war gelogen, Sommer und Nacht war’s und traumhaft obendrein, es sei jedem einmal ans Herz gelegt, neben so schnöder Dinge wie Bäume pflanzen oder Nachkommen zeugen, mindestens einmal im Leben einer Aufführung der Dramatischen Bühne beizuwohnen. Aber bei einem Mal wird es nicht bleiben…merkt euch meine Worte, denn es macht schon irgendwie süchtig. Grandios aufgespielt haben sie, die Schauspieler waren oftmals in mehreren Rollen zu bewundern und hantierten gerne auch mal mit süffisanten Seitenhieben, so darf es sein, modernes, klassisches Theater mit Anspruch!

Danach haben wir uns die 36 gefangen und tuckerten zurück in den Destrict, nach Alt-Sax, dort wo sich die Junggesellenabschiede Gute Nacht sagen, und pilgerten zum Übergangsapfelwein erst einmal in die Alte Liebe und beratschlagten den weiteren abendlichen Fortgang. Es kam, was kommen musste, es sollte anstatt ins Zoom oder in den Ponyhof in den Clubkeller gehen. Es war ein komischer Abend, nichts hat uns so richtig angesprungen und auch das merkwürdige Wetter hat seinen Teil zur gefühlt fusseligen Ausgehstimmung beigetragen. Nun denn, man weiß ja, wie das oftmals endet, dort unten in tiefen Kellern. Also auf zum popshop! – dort gab es “ britpop:svenskpop:indiepop:folkpop“ mit DJane Miss Shapes & Seb McKracken auf die Ohren, aber zur fortgeschrittenen Stunde wollten wir dann doch auch mal „heim“, denn am Folgeabend hatte ich ja noch einiges vor!

Nachdem der Regen den Konstimarkt am Samstag von Unnützpublikum gereinigt hatte, und man entspannt einkaufen konnte, wollte ich auf’s Boot, nämlich in den Yachtklub, denn Steryo CEM und ptrk9000 gaben The seven Bridges of Bosphorus, eine Mixtur aus Sixties Funk, oldschool HipHop und türkischen rare Grooves. Fein war’s gewesen, aber manchmal konnte sich das Publikum nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen, das ist eben manchmal so, wenn eine Location bunt besucht wird, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, gut geschaukelt hat sie, die kleine Schaluppe. Ich glaube, nächstes Wochenende sind wir in gleicher Kombination als DJ-Unterstützung von Dieclause & Tunc Yomaclay im Alten Falter „dran“, watch out, ne.

So, genug Weihrauch geschwenkt, auf geht’s in den Wald und dann mit Li zu Radio X, x wie raus wartet auf euch, und es gibt einiges an diesem Sonntag, denn dies ist der Open Air Elektronik Sonntag ;-)

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

PS: Im August hat mir Frankfurt frei gegeben. Gehts aufs MUF, zum Stoffel (Montag: Tiefenrausch Klangkombinat!), Open Doors werden wieder sein, checkt Yachtklub und Blaues Haus und bei Mistwetter den Apfelwein in der Alten Liebe… ich frage euch im September ab…)

Wochenend – Rückblick 29 / 30 – 2012

Seth Faergolzia @ Waggon Offenbach
Seth Faergolzia @ Waggon Offenbach. Anti Folk – Kompetenz aus New York // Photo (C) Lisa Immensack

Unter der Woche hatten wir eigentlich nur das hehre Ziel, unseren sachsenhäuser Apfelweinbutzentest zu vervollständigen. Allerdings, wer glaubt, dass dies mit Thekenabhängerei bis in den Morgengrauen zu tun hat, der irrt in epischer Breite, denn auch zur eigenen Horizonterweitung ist eine lokale Sachkenntnis durchaus dienlich.

Dieses Mal begaben wir uns zu den Drei Steubern, und man darf mit Fug‘ und Recht behaupten, dass wir es hier mit einem der besten Selbstgekelterten südlich des Mainäquators zu tun hatten, dazu ist der Laden natürlich fein authentisch, kein Chichi – Kram, sondern nur ehrliches Interieur und betrieben von einem Wirt, der sich nicht zu Schade ist, einen kleinen Plausch mit seinen Gästen am Tisch zu halten, da kann man unter der Woche durchaus öfters mal vorbeischauen, denn am Wochenende bleibt der Laden traditionell geschlossen.

Freitags wollten wir uns einmal wieder ein wenig umgucken, und schauten erstmal, kaum aus dem Elfenbeinturm herausgepurzelt, im Saint Clichy vorbei, kann man ja mal machen, man mag die kleine Bar am Eck, die eigentlich jeder kennt und jeder auch schonmal „hinwollte“.
Auf dem Weg Richtung Meer kam ein Schlenker über die Alte Liebe gerade recht, der einzige Laden im Übrigen, der das flüssige Gold direkt aus Freigericht importiert. Derart gestärkt zogen wir ins Nachtleben zum lila Hasen, sie wird mir das Späßchen sicherlich verzeihen, die gute Miss Purple Haze, gerade frisch vergeburtstagt und guter Dinge hinter den Decks spielte sie feinen, ach was sag‘ ich, fetten (Darf man „fett“ wieder schreiben, oder ist das noch so pheinlich wie „phunky“ oder „phat“?) Dancehall und Ragga im Rahmen ihrer Dutty Friday – Reihe auf, und wer die Anlage im Nachtleben kennt, der weiß ja, wie einem die Basslinie die Locken vom Gemächt fönen kann. Und da hat die Luft gebrannt, alter Finne, das zauberte unserer Li, ihres Zeichens bekennende HipHop- und Dancehall – Expertin, schon ein breites Grinsen unter die Leuchtaugen, ‚damm war das gut!

Samstags hatten wir einmal wieder den Clubkeller im Beschlag, Dynamic Super Soul mit einem frisch erholten DJ Pure, unterstützt von ptrk9000, und da hat er wieder so einige Sixties – Raritäten aus seinem Set gezaubert, der Gute aus Darmstadt, und so hieß es wieder einmal mehr in dem kleinen Keller, in dem wir schon allzugerne versackten: Axt raus und Party on!
Das machen wir demnächst wieder, stehen doch auch noch einige Gastspiele im Yachtklub und im Alten Falter an.

Und deshalb hatte auch das Pelztier Verständnis, wenn am Sonntag das Frühstück erst eingenommen wurde, als die Sonne ihren Zenith schon längst durchschritten hatte, und gerade rechtzeitig schafften wir es zu Radio X, denn die grandiose Li und meine Wenigkeit hatten ja noch die x wie raus – Sendung zu moderieren, und wenn man schon mal an der Quelle abendlicher Veranstaltungen sitzt, begab man sich nach der Sendung ins malerische Offenbach, um sich im Vorübergehen noch eine Pizza (am Markt) reinzuwerfen, denn auf dem Weg zum Waggon Offenbach, schön verortet am Mainufer, kann man schon mal ein wenig Hunger bekommen.

Im Waggon spielte nämlich Seth Faergolzia, einflussreicher Sänger und Gitarrist aus der New Yorker Antifolk/Freak Folk/Experimental Art Rock Szene zwei schöne Sets, und das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen! Gut gebrüllt, Alligator, denn die gute Vorahnung hatte sich bestätigt, und so kann man einen schönen Sonntagabend verdient ausklingen lassen, fein am Meer unter nahezu wolkenlosen Himmel!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 28 / 29 – 2012

documenta13 - Das Tagesticket lohnt sich!
documenta13 – Das Tagesticket lohnt sich!

Am Wochenende hatte ich mal anderes vor, zum Beispiel ausserhalb von Frankfurt (hört hört) in Franken Silvaner trinken, wenn es schon keinen Apfelwein gibt, und deshalb hatten wir uns nochmal einiges im Laufe der Woche vorgenommen, denn wenn man schon mal nicht in den Datenbergwerken schuften muss, kann man doch den Tag sinnvoll verbringen, und damit meine ich natürlich nicht, vor dem Glotzonauten zu verschimmeln und Krimiserien mit Forensikern zum Opfer zu fallen, nein, nach dem Happening in der offenbacher afip am vorletzen Wochenende (wir erinnern uns) wollten wir einmal über die lokalen Grenzen hinaus schauen, um einen Eindruck davon zu gewinnen, was sich in Punkto Kunst andererorts so tut, und dafür eignet sich natürlich ein Besuch in Nordhessen.

Kassel sollte es sein, aber natürlich nicht wegen seiner malerischen Architektur, sondern zur Documenta13 wollte gepilgert werden, hatte ich mich doch schon das letzte Mal davor gedrückt, was soll man denn in Kassel, und dann muss man ja raus aus Frankfurt etc pp, das ganze Gejammer auf hohem Niveau eben, aber, so sei es in Stein gemeisselt, dem Ruf der Kunst ist unbedingt Folge zu leisten, sprach die Königin!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Documenta innerhalb eines Tages: Unmöglich. Ein wenig Vorplanung ist da schon von Nöten, denn die App, welche man zum Besuch der Ausstellungsräume auf seinen smarten Mobilbegleitern installieren kann, taugt insofern nicht besonders viel, als dass sie sich zwar auskunftsfreudig über Künstlerbiografien und Austellungsstandorte gibt, aber einem im Dunkeln rumtapsen lässt in Punkto Kunstwerke und Intention.
Das ist natürlich ein wenig schade, und so sei es jedem zukünftigen Besucher ans Herz gelegt, die 25 Euro für den Begleitkatalog anzulegen, ich kann euch flüstern, ich habe keinen Cent davon bereut!

Und so sind wir gemütlich durch die Ausstellungsräume geschlendert, immerhin im Documenta – Gebäude, im Fridericianum, in der Orangerie und im Ottoneum haben wir uns blicken lassen, ließen die Ausstellung auf uns wirken, ohne uns allerdings erschlagen zu lassen, denn, wenn man sich irgendwie unter Druck setzt, so ist es ja auch im richtigen Leben, dann wird’s oftmals nix und macht am Ende keinen Spaß! Spaß hatten wir allemal, und unaufgeregt gestaltete sich auch die Reise per Hessenticket, das kann man schon mal machen, gerade, wenn der frankfurter Sommer einem gehörig auf den Senkel geht!

Zurück in Sachsenhausen brannte uns eine ganz andere Fragestellung unter den Fingernägeln: Was können eigentlich die ach so tollen Apfelweinkneipen, die doch so berühmt sind für… ja, für was eigentlich? Also haben wir uns die Läden mal vorgenommen, und überraschenderweise hatten wir es mit einer recht überschaubaren Anzahl von Lokalitäten zu tun, in denen wir festzustellen gedachten, wie es denn so mit der Authentizität der Läden ausschaut, wie erträglich der Tourifaktor ist, ob man es überhaupt dort aushalten kann, und ja am Rande sollte vielleicht noch festgestellt werden, ob der dort ausgeschenkte Schoppen was taugt. Macht man ja net zum Spaß, ne!

Wo haben wir denn schon mal ins Glas geschaut? Hier:
Kanonensteppel, Apfelwein Dax, Eichkatzerl, Fichtekränzi, Atschel, Lorsbacher Thal, Affentor Schänke, Zum grauen Bock, Schreiber – Heyne’s Proletariat, Gemaltes Haus.

Fehlen bis jetzt:
3 Steubern, Wagner, Buchscheer, Feuerrädchen, Germania, Klaane Sachsehäuser, Schreiber – Heyne.

Ausser Konkurrenz:
Alte Liebe

Resultat:
There is much space left for improvement!

Überall gibt’s die Schoppe im 0,3er Glas, und die Leute waren immer recht freundlich, authentisch ist es allemal und auch das Angebot kann sich sehen lassen!

Bester Service in der Atschel, Proletariat und im Dax. Eigentlich waren sie überall gut. Im Thal ein bißchen patzig, naja, c‘est la vie. Man kann auch freundlicher sagen, dass die Küche in einer halben (!!!) Stunde schliesst. Das haben sie im Proletariat sehr freundlich gemacht!

Das Wichtigste:

Schoppe!

Fichte, Thal, Bock, Eichkatzerl, Affentor Schänke (ATS-> Trüb, der eine mags, die andere nicht…), Dax!

Die Alte Liebe ist kein AW – Lokal, sonst würde sie hier auch stehen!

Aber oft ist der Apfelwein zu warm, wahrscheinlich wegen der Faulenzer-Umschütterei.

In den anderen Läden war es auch nicht wirklich schlimm, aber man fragt sich schon, ob sie selbst Apfelwein trinken, wenn sich schon welchen ausschenken. Ich mag einfach keinen Schwefel rausschmecken. Da kann man besser einkaufen. Berate ja gerne.

Um es nochmal zu betonen, es wird hier keine Ranking – Liste erscheinen, denn jeder hat ja so seine eigenen Vorlieben, Spaß soll es machen, das ist die Hauptsache!

So kann man die Woche auch rumbringen, wenn man schon am Wochenende nicht in der Stadt am Meer sein kann, aber macht das doch auch mal: Schreibt euch doch mal ein paar Läden auf, nebst Kriterien, die euch wichtig sind, und zieht los. Es gibt einiges zu entdecken!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 27 / 28 – 2012

So fing alles an: Die afip vor einem Jahr, eine rasende Ruine, mitten im Auge des Orkans, der Lederstadt
So fing alles an: Die afip vor einem Jahr, eine rasende Ruine, mitten im Auge des Orkans, der Lederstadt

So ein Wochenende kann ja auch mal sportlich beginnen, indem man, wenn man denn den unsäglichen Drang verspürt, so etwas zu tun, voll motiviert 5 km um den Goetheturm joggt. Und dabei natürlich den ganzen Mist verflucht, der angeblich so gesund sein soll. Und den verdammten Wald gleich mit. Unnützes Gelump. Mein Auto fährt auch ohne Wald. Ich hasse Sport. Auch schon das bloße Zugucken (müssen). Aber hinterher denkt man sich schon: Ha, das war doch ein Klacks, mach‘ ich gleich morgen nochmal, lächerlich, das! Wie ich drauf komme? Naja, Spelunking ist ja nicht gerade die Gesundheitsförderung schlechthin, ein wenig Gegensteuern kann da schon mal helfen, aber es ist wie mit allen Sachen, die Spaß machen: Es macht entweder dick, ist unmoralisch oder verboten.

Ausserdem schmeckt der Belohnungsäppler hinterher gleich viel besser.
Und dann erst der Belohnungsäppler nach dem Belohnungsäppler. Leute, ich kann euch flüstern… Zu diesem Zwecke fand ich mich am Freitag ein wenig später zur Afterhour der Franz Fischer – Revue in der Alten Liebe ein, überschaubar aber hochqualitativ war der Kreis der Ausharrenden, denn, man muss es ja mal sagen, so ohne Klimaanlage ist’s manchmal schon ganz schön tropisch, aber da kommen wir ja wieder einmal zum Henne-Ei Problem: Keine Klima, keine Gäste, kein Umsatz, keine Klima, keine Gäste…etc pp, aber was soll’s, das wird schon wieder. Einst hatte ja mein Wohnzimmer im hinteren Teil auch noch Fenster, die allerdings nun hermetisch abgeschirmt wurden, um den Lärmschutzauflagen genüge zu tun. Man möchte sie ja nicht verschrecken, die lärmempfindlichen Nachbarn, die extra in den für seine Nachtruhe so bekannten, beschaulichen Luftkurstadtteil Sachsenhausen gezogen sind, und die nun erwarten, dass die Gesetzgebung genauso angewandt wird wie in Speckgürtelstadtteilen, in denen der Zweit-SUV würdevoll in der 30er – Zone vor dem Abbezahl-Reihenhaus thront, und in dessen Inneren eine vierköpfige Schwedenknast – Familie beim Salzteignamensschildchenbacken ihre mittelständische Biographie verrichtet. Da steht immerhin auch keiner vor der Hütte und raucht. Wo kämen wir denn dahin? Mich würde es nerven, das elende Zigarettengeknister.
So ging es mir durch den Kopf auf dem Weg zum Yachtklub, da wollt ich mal reinhörn, Sherm spielte auf, HipHop, Elektronik und Artverwandtes und ausserdem traf ich dort eine Menge bekannter Gesichter, auf dem Boot am Meer, der Mittagstisch-Insel am Ufer einer überschaubaren Metropole.
Aber es war mir too much, da hätte ich nochmal durch den Wald rennen können, ich wäre genauso fertig gewesen, wenn es sich tropisch anfühlt, ist es nicht my cup of tea.

Deshalb bin ich am Samstag vormittag zuhause geblieben, too much stress nix gut, um dann mittags ein wenig durch die Gegend zu kurven. Ich musste mir ja schon noch ein paar Gedanken machen, denn am Abend hab‘ ich in der akademie für interdisziplinäre prozesse, kurz afip, ein wenig mit dem iPad aufgelegt, allerdings gab es ein weitaus interessanteres Rahmenprogramm, wie so‘n Typen mi‘m iPad zu beobachten, ist ja auch genauso aufregend wie ein Laptop – Liveact auf einer 10m – Bühne. Es wurde nämlich zum 1-jährigen Bestehen der afip ein Happening abgehalten,ein riesiges Programm wurde geboten, u.a. Videoinstallationen, Liveperformances, Jazzbands, Vorträge und – lesungen und und und…
Dabei muss man ja auch nicht immer ein 1,5 Mio – Budget in die Tonne pusten, fein war’s, ich komme gerne wieder, immerhin ein Grund, mal nach Offenbach zu fahren, in das lederne Gesicht Frankfurts zu blicken und dabei schon das Gefühl zu haben: Ej, Offenbach ist eigentlich schon verdammt cool! Das Ganze war übrigens innerhalb des diesjährigen HfG-Rundgangs verortet, also auch das ganze Paket eine runde Sache!

Geradezu direkt aus der Coolness fuhr ich nochmal ganz kurz in die Alte Liebe, so quasi der Schlenker auf dem Heimweg, der sich ja immer einer stetigen Beliebtheit erfreut.

Sonntags wollte ich nicht raus, das macht kein Spaß, wenn die Stadt sich selbst verkleistert, egal, ob JP Morgan oder Ironman, warum bauen die sich nicht so einen Themenpark und lassen mich in Ruhe mit dem ganzen Sport – Quatsch! Dieses Mal schweife ich wirklich ab, vielleicht habe ich mein Hirn im Wasserglas neben dem Bett stehen gelassen, allerdings bräuchte ich es schon noch für die x wie raus – Sendung auf Radio X ab 18Uhr, aber so wie ich Frankfurt kenne, wird an diesem schwitzigen Sonntag eh nix los sein. Ausser Ironman.

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000