Archiv für Juni 2012

Wochenend – Rückblick 25 / 26 – 2012

Wochenend – Rückblick 25 / 26 – 2012

Veruschka Chinaski hat einem Niederwald - Bigfoot das Auflegen beigebracht. Premiere war in der afip. Hier der einzig existierende Schnappschuss...
Veruschka Chinaski hat einem Niederwald – Bigfoot das Auflegen beigebracht. Premiere war in der afip. Hier der einzig existierende Schnappschuss…

Einmal wieder begann das Wochenende an einem Mittwoch, muss man sich doch von der frankfurter Sommerwetterplage ein wenig ablenken, damit einem das Gehirn nicht wie eine Roulettekugel in der Banazel herumschwirrt. Und so begab‘ ich mich, zusammen mit der Königin, im Auftrag einer großen Sache nach Offenbach, nämlich zur afip, oder auch lang: „akademie für interdisziplinäre prozesse“, denn die smarte Katja Kullmann wurde an diesem Abend zur Lesung geladen, hatte sie doch letztes Jahr eine Reise nach Detroit unternommen. Ihr Reisebericht erschien daraufhin im Suhrkamp – Verlag, und daraus wurden dem geneigten Publikum sehr interessante Paasagen von eben der Autorin höchstselbst vorgelesen, optisch untermauert mit Aufnahmen, die während der Reise entstanden sind. „Rasende Ruinen“, so der Titel, auch wenn Katja selbst sich eher mit einer Karikatur eines Sportwagens durch Motor City bewegte, eine Stadt, die sich gerade inmitten einer Transformation begreift, deren Richtung allerdings noch nicht richtig klar definiert zu sein scheint.
Der ehemalige Schlecker – Markt, in der dem die afip untergebracht ist, auch eine Art rasende Ruine, war voll bis unter die Decke, im Erdgeschoß mit feinem Publikum, im Keller mit feinem offenbacher Regenwasser, so ist es eben, das Kulturleben in einer Ruine, ne ;-)
Nach der Lesung wurde noch kenntnisreich detroitlastiges und Artverwandtes aufgelegt, Mowtown Soul, Disco, Elektro bis Detroit House wanderte durch die Hände von den DJs Weller, Veruschka Chinaski und ptrk9000 auf die Plattenteller und so wurde die Lesung noch zu einer amtlichen Sause! Am Ende war allen klar: Sowas machen wir mal wieder!

Donnerstags und Freitags wollte ich sanft ermatten und zog‘ einmal wieder mehr ein wenig Fußballperkussion dem drögen Indoor – Abhängen vor, denn im Yachtklub kann man ja so schön draussen und drinnen sitzen, und das gleichzeitig, und ja, auch der Samstag schwamm in der gleichen Bahn, wobei im Yachtklub noch das Minimal – TechHouse Dreamteam Krystyna und Daniel M. aufspielten!
Vor dem Yachtklub – Besuch gaben wir noch eine Ausgabe der x wie raus – Sendung, Lisa „Li“ vs ptrk9000, das war eine feine Sache!

So muss dass eben auch manchmal sein, zumal ich ja auch am Sonntag noch einiges auf dem Schirm hatte, zum einen die Bühnenreif! - Sendung auf Radio X ab 14 Uhr, wo Luna, Yvonne und ptrk9000 einmal wieder mehr bunte Gäste aus dem frankfurter Kulturleben eingeladen hatten, zum einen von der Dramatischen Bühne Thorsten Morawietz und Sarah Kortmann, die ja des Abends zum letzten Mal im Lola Montez den Prozeß von Kafka gaben, sehr sehenswert übrigends indeed, zum anderen Müjdat Albak, den umtriebigen Macher des Günes – Theaters im frankfuter Gallus (Teves Gelände), der das Theater und die nächsten Projekte vorstellte und Wissenswertes von der Geschichte des Günes – Theaters zu berichten wusste (Günes = Sonne).

Aber aus Gründen der Ablenkung hatte ich auch beschlossen, einen Radio X – Tag einzulegen, also blieb ich gleich im Studio, beziehungsweise, gerade in diesem Moment schreibe ich diesen Text in den X – Räumen, denn gegen 18 Uhr habe ich noch die tägliche Ausgehsendung x wie raus zu moderieren, allerdings ist dieser Sonntag – Abend auch eher ein gemächlicher in unserer Stadt am Meer, und so darf ich noch bis 23 Uhr warten, bis Bud Shaker aka Laiki Kostis und meine Wenigkeit im Rahmen der X-fade – DJ-Nacht einige Sixties – Scheiben durch den Äther segeln lassen. Kann man ja auch mal machen. Vielleicht geh ich zwischendurch nochmal in den Yachtklub zum Paellaessen, who knows?

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 24 / 25 – 2012

Das Tier lauscht dem Sound of Detroit
Das Tier (Sputnik) lauscht dem Sound of Detroit

Der frankfurter Sommer. Fast so schön wie der londoner Nebel. Sonnenschein im Regenpelz. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt, als ich zu Neujahr merkwürdigst erwachte.
Also musste ich wochentaglängs auf diverse Indoor-Aktivitäten zurückgreifen, aber so richtig erfrischend war das nicht. Der Tage war ich mal zu Besuch bei der zukünftigen Journalistenelite in spe und durfte Claus Kleber beim Schwitzen zuschauen, vom Boden aus, wie in einer durchschnittlichen Studentenlesung. Der Mann rät ja allen Ernstes dazu, etwas „handfestes“ zu lernen, wie BWL, VWL oder auch zum Jurastudium. Immer gut, sowas, den Finger am rasenden Puls der Zeit, besonders, wenn man so wohl behütet im Sattel sitzt, und zu einer Zeit ins Medium Fernsehen gerutscht ist, als sich die Auswahl noch übersichtlich gestaltete und das ARPA-Net, der Vorläufer des Internets, noch ein wohlgehütetes amerikanisches Geheimnis darstellte. Zum Glück gab es Wein.

Den gab es auch aus dem Apfel zum Fußballgucken am Mittwoch im Yachtklub. Fein familiär wars, ohne Zaungäste, nur Menschen aus Gold, da kann man auch ein Fußballspiel ertragen. Normalerweise schau‘ ich ja kein Sport. Aber jedes Kiosk mit ’nem Transistorempfänger auf dem Bierflaschenabstellbrettchen hatte ja an diesem Abend einen Fußball-Facebook-Event generiert, und so suchte ich mit eben die Stelle aus, an der ich das ganze Spektakel ohne nennenswerte Schäden hätte überstehen können, und das war eben das kleine Boot am Meer.

Freitags wollte ich ein wenig Zeit totschlagen und landete wieder im Yachtklub, wo man nebenher einmal wieder dezente Fußballperkussion gab. Es war im erträglichen Rahmen, und später wollte ich nochmal in Bornheim wo vorbeigucken, um dann später in Sachsenhausen sanft zu ermatten. Soviel wollte ich auch gar nicht machen, denn am Samstag hatte ich noch einiges vor.

Nachdem das Mistwetter am Samstag vormittag einem erträglichen gewichen war, musste ich natürlich erst einmal ein kleines Spätstück auf dem Konstimarkt einnehmen, so ein Regenguß reduziert die Minusgehirndichte auf dem Markt schon erheblich, und ausserdem wollte musste ja noch ausgecheckt werden, ob der Inder in der kleinen Markthalle was kann.
Ja, kann er, lecker war’s und nicht teuer. Auch für Vegatarier empfehlenswert, ich entschied mich für Blumenkohl-Kartoffelgemüse sowie Okraschoten. Die nicht zu mögen, ist ja eigentlich nahezu unmöglich. Leider ist der Platz zum Essen ein wenig limitiert, aber wo ein Wille ist…

Frisch gestärkt gings dann später zu Radio X, denn die samstägliche x wie raus – Sendung wollte von Lisa „Li“ und mir moderiert werden, und es war einiges los an diesem Samstagabend, wer nicht rausgegangen ist, ist selbst schuld und wird mit Privatfernsehen bestraft.

Später waren wir im Clubkeller als Dynamic Super Soul zugange, da DJ Pure einfach in den Urlaub abgehauen ist, hatte ich Cem Steryo eingeladen, den Macher der ältesten türkischen HipHop – Sendung im deutschen Radio (10 Jahre), „T-Rap“, natürlich auf Radio X.
Der Gute sammelt nämlich rare Sixties Fuzz / Jazz – Musik aus der Türkei, und da wackelt der Halbmond, das kann ich euch sagen! Gut gerockt haben wir den Keller, es war schon recht lange hell in Sachsenhausen, als ich die Plattenkisten ins Taxi geworfen hatte.

Am Sonntag wollte ich einfach nur chillen, da ich samstags schon über den Äther ging, hatte ich tatsächlich „frei“ und bin mal rausgefahren…zum Vorlesen lassen.

A pro pos vorlesen: Freut euch gefälligst auf Mittwoch, wenn die smarte Katja Kullmann in der offenbacher Akademie für interdisziplinäre Prozesse (afip) aus ihrem Detroit – Buch vorliest, denn es ist durchweg interessant, was die Dame zu berichten hat, glaubt es, denn ich hatte es bereits gelsen ;-) Nach dem Lesen wird noch Detroit-lastiges aufgelegt werden, Weller und Veruschka, und ich werde auch einige Platten beisteuern. Das Tier wollte auch mal reinhören (Foto)…

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 23 / 24 – 2012

Mal keck in die Linse geblinzelt - Paul and Elisabeth erobern die Herzen Frankfurts. Photo (C) C. Kaiser
Mal keck in die Linse geblinzelt – Paul and Elisabeth erobern die Herzen Frankfurts

Die letzte Woche war ja erfreulicherweise eine Kurze. Und so hatte ich auch diverses in Punkto Auflegen im Sinn, denn Schallplatten müssen raus, Nachtluft atmen und Vinyl wollte in freudiger Erwartung unsittlich berührt werden.

Allerdings habe ich für die Saint Clichy – Bar in Sachsenhausen das schwarze Gold noch ein wenig schlummern lassen, denn ich hatte eine neue Möglichkeit des iPad auflegens via Mobiltelefon-Vorhörens im Feld zu testen, was auch sehr zuverlässig funktioniert hat. Aufgescheppert mit Heavy – Jazz, Funk, und später ein wenig Elektronik, ei, das hat mal wieder Spaß gemacht, dort im Eck, unweit des Harmonie – Kinos, hau mich blau, oder, wie schon Alan Hawkshaw einen meiner Favorits nannte: Beat me ’til I‘m blue.

Donnerstags gings es geradewegs weiter in der kleinen Intimbar, unnah des Bahnhofs und käuflichen Liebe, und in dem kleinen Laden macht mir jedesmal die PA soviel Spaß, zusammen mit Sir Florian Lippmann gaben wir die Soul Hipsters!, und die sind sich nicht zu unhip, einfach nur alten Krempel aufzulegen, vornehmlich Sixties Funk und Northern Soul, wobei, es gibt ja auch zeitgenössische Bands, die diesen Sound authentisch und ultratanzbar aufspielen, der Tage erschien zum Beispiel die grandiose The – Excitements – LP, ein Killerhai im Goldfischglas, aber das sei ja nur am Tellerrande zwischen Reallife 1.0 und 2.0 erwähnt.
Nun, überfüllt war es nicht gerade, aber, so einen schillernden Punkt gab es doch, als nämlich Tobias ‚Papi‘ Dietermann mit den den Jungs von Vintage Trouble, welche am nächsten Abend im Zoom aufspielen sollten, reinschneite, und yes, coole, smarte Jungs, die werden bestimmt eine Menge Spaß im Zoom haben, und das werden sie uns sicherlich auch nochmal im Radio erzählen, denn sie fanden die Idee superextrafantastique, für x wie raus am Freitag ein kleines Interview zu geben, Kismet ist manchmal ein Zufallspuzzelspiel, des Nachts in Frankfurt, in dieser kleinen, überschaubaren Metropole am Meer.

Am Freitag verschlug es mich in den Alten Falter nach Borne-Heim, aber dazu musste ich nicht mehr den Main überqueren, denn ich habe mir eine Zentralstation auf dem Grund des Flusses errichten lassen, unweit der Alten Brücke, wo sie sich im Hauptgebäude einer geheimen Unterwassersiedlung befindet, eine konfortable 5-Zimmerwohnung in Form eines Seesterns. Sie liegt ungefähr 11 Meter unter dem Wasserspiegel, dicht neben der Tauchbootgarage.

Und so gelang ich flugs in den Falter, wo am Abend das frankfurter Singer / Songwriter – Duo Paul & Elisabeth auftraten, soulig schön, und immer zwei Fingerbreit im Tumbler, haben sich die Beiden doch bereits tief in die Herzen ihrer Zuhörer gespielt, und so geschah es auch an diesem Abend, und so hatten die DJs Men from O.R.G.E.L., der junge Wilde und gleichzeitig absolutes Talent Malwin Hillier, ptrk9000 sowie Bud Shaker ein leichtes Spiel mit dem geneigten Publikum. 60s&70s FunkSoul war die Mission und deshalb Programm, und wir schauen mal gespannt in die Zukunft, was sich der Falter -Betreiber noch so Feines einfallen lässt mit seinem neuen Laden.

Nach einem kleinen Schlenker über den Schaumainkai – Flohmarkt am Samstag vormittag wolten wir frühstücken und probierten so einen typischen Frankfurter Laden am Schweizer Platz aus, will meinen, Bedienung lahm, das Essen wurde allen Anschein nach vom Mond hergekarrt, mit einem Schlauchboot wohl, welches ich schon seit geraumer Zeit in meinem Seestern vermisse, aber das nur am Rande, und inhaltlich war es eher so mittel, was sich allerdings natürlich nicht im Preis niederschlug. Ach menno, eigentlich weiß man es doch vorher schon. Aber ein wenig geärgert hatte ich mich schon. Dann lieber nochmal einholen auf dem Konstimarkt und in der Kleinen Markthalle, ei, da war ich schon lange nicht mehr, sonst hätte ich schon längst gewusst, dass es dort im Inneren jetzt auch indisches Essen gibt, mjam, next time check‘ ich das mal aus.

Am Abend hatte ich eingentlich frei, naja, Pustehandkäs, dem Moonshake – Laiki ist ’ne Band für den Ponyhof ausgefallen, und so haben wir einfach die Paul & Elisabeth – Sause vom Alten Falter im Ponyhof wiederholt. Dreist, ne ;-) Aber wenns doch so schön gewesen ist, hohes Gericht, da gibts mal ncihts zu rütteln, zu den DJs gesellte sich noch Konrad „The Soulcat“, da der liebe Malwin anderweitig hilliert gewesen ist. Und ich muß sagen, es hat eingeschlagen wie ’ne Bombe, der Laden voll bis unter die Decke, nur tanzende Menschen, Crowd Control, ei, für ne spontane, 5 Stunden vorher angekündigte Party doch janz jut, wa? Gut, „das Spiel“ mussten wir noch abwarten, aber danach, schipp schnapp, waren sie alle da. Und dann einmal wieder Paul & Elisabeth auf der Bühne, ein Traum! Und ich würde mich ja beeilen, die beiden jetzt noch vor die Linse und auf die Ohren zu bekommen, ich meine, dass da schon andere Läden auf die Beiden aufmerksam geworden sind, und die nehmen dann Preise ohne mit der Wimper zu zucken, ne.

Ach fein war’s das Wochenende, auf zu Radio X und hinnerher innen Yachtklub, entspannte Housemusic wartet dort auf mich, aufgespielt von Thorsten Hamann und Jürgen Reichel, ich konnte schonmal reinhören, als sie Beiden letzte Woche die Anlage gecheckt hatten und ein wenig „auf Probe“ aufgelegt hatten – ich freu mich drauf!

Geht raus, die Nacht ist schön!!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 22 / 23 – 2012

<img src=\"http://ptrk9000.blogsporWilde Hunde zu ihren Füssen - Steryo Cem und ptrk9000, unsichtbar auf dem Bild: Tomo Polic
Wilde Hunde zu ihren Füßen – Steryo Cem und ptrk9000, unsichtbar auf dem Bild: Tomo Polic

Am Mittwoch war das Wetter fein und so wollte in charmanter Begleitung das Blaue Haus und anderes erkundet werden. Dort sitzt man da, fein am Main und schaut dem kleinen Fluß beim Verrichten seiner Inselbegabung zu, dem Fließen, trinkt am Blauen mal was Rotes, manchmal ist eben nicht mehr erforderlich. Parallel handmusizierten Johanna und Katharina mit Streichinstrument, Querflöte und anderem, und erzeugten ein wenig Pracht im klassischen sowohl als auch im jazzigen Gewande. Auch Lotti und Jonas Punkt warfen hinterher ihre Tonträger in die Waagschale, und so wurde die Sache eine Runde. In sync hat man ja noch die Gelegenheit, die Videoinstallationen von Bianca Stich und Jan Brand Elvenhein ins Katzenauge zu nehmen, ich verrat nix, schaut es euch einfach mal an.

Donnerstag ging’s mal von der Traufe in den Regen, nämlich vom Mausschubsen zum Konstimarkt, naja, ist ja Sommer in Frankfurt, da regnet es gerne mal, aber man lässt sich vom Regen ja nicht den Apfelwein verhageln, soweit kommt es noch. Abends gings nochmal kurz in die Alte Liebe, und das sollte es auch mal gewesen sein.

Freitags gab es noch einiges vorzubereiten, denn schließlich ging es einen Tag später ins Tanzhaus West, zum anderen stehen für kommende Woche noch einige Dinge an, und die wollen ja auch vorbereitet werden. Ausserdem hatte ich noch einige ptrksachen zu tun, und deshalb war ich eher drinnen als draussen an diesem Freitagabend.

Samstags wollte sich zu aller vorderst qualifiziert gestärkt werden, und ab und zu sollte man seine Gewohnheiten ändern, und so gabelspätstückten wir in der CafeBar Brücke in der Brückenstraße, dem ehemaligen Tannenbaum, und schreibt es euch mit Grünensoßen-Edding hinter die Ohren, dort gibts das beste Frühstück von ganz Sachsenhausen, what else, und auch im gesamtstädtischen Vergleich würde die Brücke sicherlich ganz weit vorne liegen, nahezu obenauf sozusagen.

Dann wollten Platten sortiert werden, denn in Radio X – mäßiger Mission galt es im Tanzhaus West, ein als Club getarntes Labyrith, in dem selbst erfahrene, halb verhungerte vegetarische Minotauren über ihre Wollfäden straucheln, die Tonträger zu schwingen, 14,7 Jahre Radio X gab es zu feiern, und da hat der Sender mal eine amtliche Sause abgeliefert! Einen Querschnitt durch die tanzelektronische Vielfalt des kleinen, frankfurter Kuschelsenders, aber nicht nur Elektronik spielte man auf, denn als Floorbeauftragter im Cafe International hatte ich anderes im Sinn, ein kleines Reich, mitten in der großen Sache, und so steuerten wir ein wenig entgegen, denn anstatt Techno, House, Dubstep und Drum and Bass wie andererorts im Tanzhaus an diesem Abend spielten wir im Café Sixties Funk, Bollywood Tracks, rare türkische Jazzmusik aus den 60ern (Ja ihr habt richtig gelesen, das gibt’s!), Oldschool HipHop sowie, um es mit einem Begriff zusammenzufassen, Balkan Beats, und zu diesem Zwecke, versammlten sich Tomo Polic, Steryo Cem und ptrk9000 hinter den Decks, aber Tomo musste leider früher weg, Balkangrippe wohl, wir wünschen auch auf diesem Wege nochmal eine gute Besserung!
Fein war die Stimmung und später ließ ich mich noch von einem mürrischen Mauren, der in Wirklichkeit sicherlich der Prinz eines großen orientalischen Reiches ist und die Bezahldroschke nur zu Tarnzwecken steuert, sicher zum Elfenbein chauffieren, denn wozu brauchts am Südmain schon ein eigenes Gefährt?

Nach ausgiebigen Aufwachen am Sonntag gings nochmal zu Radio X, denn es wollte ja auch mal wieder x wie raus moderiert werden, und während ich den Text schreibe, müssen andere draussen in der Innenstadt Beachvolley/Wasser – Ball spielen, naja, nicht jeder Sender hat soviel Glück mit dem Wetter, Kismet, würde der Taxiprinz dazu sagen!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000