Archiv für März 2012

Wochenend – Rückblick 12 / 13 – 2012

Gut eingeschenkt: Astrid und Nancy
Gut eingeschenkt: Astrid und Nancy (skeptisch) im Ponyhof. What else?

Was machen Männer im besten Alter, mannigfaltig gezeichnet vom Tatoostudio ihres Vertrauens, während sie in dunklen Kellern Rock ‚n‘ Roll hören, heimlich rauchen und lokale Kaltgetränke konsumieren? Sie verfeinern ihre ohnehin schon noble Existenz mittels kleiner Carrera-Rennwagen, mit denen sie auf dafür eigens aufgebauten Rennbahnen unterirdische Ralleys veranstalten. Man kennt sich untereinander, heisst aber auch neue Mitfahrer im Dreikönigskeller aufs herzlichste willkommen und weiht sie kenntnisreich in die Geheimnisse des Slot Car Racings ein, und da gibt es einiges zu berichten. Wer kein eigens Auto hat, bekommt eins geliehen, da sind die Jungs nicht so. Unidealerweise fliegt mein Mustang GT immer aus der Kurve, es liegt an den Reifen, orakeln die Boxenmechaniker, und so büsste ich schon meine Aussenspiegel ein. Aber wer parkt schon rückwärts ein mit nem Carrera-Auto?

Das war ja schon am Dienstag. So in the middle of something. Mittwochs war es elend grausam. Am Donnerstag waren wir mal zum Essen aus, ein Sachsenhausener 3 Gänge Menü sollte es sein, will meinen, Apfelwein, Frankfurter Schnitzel und Mispelchen, und da bot sich an, das Schreiber – Heyne – Proletariat mal auszucheckn, und da gehn wir auf jeden Fall mal wieder hin, denn man war freundlich, der Apfelwein läuft sehr gut bis ganz runter, Schnitzel und Mispelchen erfüllten vortrefflich ihren Zweck und so war der Donnerstagabend einer mit viel Sinn.

Am Freitag waren die Menschen sehr zufrieden. Zum einen diejenigen, welche rund um den Friedberger Platz ihre Ladengeschäfte zu Alkoholnotverkaufsstationen umfunktionierten, zum anderen die Besucher des Friedberger Marktes, auch wenn sich viele sicherlich subkulturell eher oberflächlich interessierte Lohnakademiker unter ihnen wähnten, denn es war gut besucht, eine homogene Menschenmasse zwischen Friedberger Landstraße und Harvey’s überflutete den Platz und wenn sich alle noch ein bißchen mehr zusammenreissen, dann wird das vielleicht auch was. Mehr kleine, orangene Häuschen würden da aber auch nicht schaden. Vom Markt, bevor die Flut es mir gleich tun sollte, pilgerte ich auf ein schnelles Export ins Feinstaub, wo Martina u.a. ihre Alternativ & Indie – Lieblingslieder auflegte und es sich dazu langsam aber sicher gut füllte. Ich hatte ja zuvor zusammen mit Fakir auf Radio Xx wie raus“ moderiert, und so wusste ich auch, dass man im Cafe1 an der FH ein ganz besondere Veranstaltung zelebrierte, das Electronic Beat Battle, entstanden aus der Battle – Tradition des schon seit gefühlt immer stattfindenden Frankfurter Poetry – Slams, nur hier ballert man sich nicht Worte, sondern Beats um die Ohren. Die Teilnehmer haben 10 Minuten Zeit, um entweder mit Laptop/Controller, Groovebox oder MPC (kleiner Sampler mit Pads) gegeneinander anzutreten, und das Publikum entscheidet über den Gewinner. Sinnvollerweise schwimmt diese Veranstaltung immer im Kielwasser der Musikmesse mit, und so schraubten erfahrene Musiker an ihren Kisten, als ob der Teufel hinter ihnen her wäre und begeisterten das Publikum, dass natürlich aus fachlich ebenso versierten Zuschauern bestand. Schon so ein bißchen elektrokartellmäßige Schrauber – Szene, aber ich mag das ja ;-)
Zurück mit der Line 18 gings in den Yachtklub, denn dort spielen die beiden „Double Diamond“ Feinstes aus ihren Radioarchiven, von Elektronik über Country und Sixties Funk was alles dabei, was Spaß machte, und Spaß machte es mir auch, wieder auf dem kleinen Boot zu sein, und so versackte ich dort in Würde.

Den Samstagabend startete ich auf meiner schwimmenden Aussenterrasse, dem Yachtklub, wo wir uns schonmal ein wenig warmgetrunken hatten, und zogen dann weiter in die Alte Liebe, dann es wurden Mexikana verlangt, und die Besten der Stadt gibte es eben nur in der ALi, liebevoll zubereitet von Thekenqueen Sigi. Von der der Queen ging es weiter zu den Prinzessinnen, nämlich namentlich zu Astrid und Nancy in den Ponyhof, die es vorzüglich verstehen, ihren Gästen jegliche Getränkewünsche von den Augen abzulesen, und damit die Leute sich nicht anflüstern müssen, engagiert man DJs, die die Luft mit Akustik füllen. Dieses Mal (Fonkey Donkey) waren DJ Fuji und Holger Menzel dran. A pro pos, ein Bild von den Prinzessinnen hab‘ ich auch gemacht. Auch wenn manchmal Skepsis vorherrscht, man könnte ja gesehen werden. Was in diesem Falle ja schon paradox anmutet ;-) Der Photograf war ja mit dem Auflegen beschäftigt.
Ich vergaß‘ es fast, im Dreikönigskeller war ich auch nochmal kurz, bei den jungen Wilden Malwin Hillier und Florian Lippmann, bekant auch aus Funk und Peel, und die spielten natürlich 60s / Beat / Rock ‚n‘ Roll / Surf und hatten zu Recht die Hütte voll. Die Party im Sportheim hatte ich mir mal gespart, ich wusste auch so, dass es dort sicherlich gut sein würde. Aber bei ländlicher Sozialisation ist eine Party in einem Sportheim nicht unbedingt die Besonderheit.
Dann hat es mir auch geschickt, auch wenn wir in einer bunten Clique unterwegs waren und uns unterwegs die M&Ms auszugehen drohten, ich hatte ja noch am Sonntag einiges vor, zum Beispiel Rhein rauswählen, im Yachtklub rumgammeln und später bei Radio X, dem Lieblingskuschelsender aller Frankfurter, x wie raus zu moderieren. Vorher hab‘ich aber noch Bühnenreif! gehört, das ist nämlich das einzige Theatermagzin in Frankfurt, und das läuft zufällig auf …na ihr könnt es euch ja denken ;-)

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Wochenend – Rückblick 11 / 12 – 2012

x wie raus - Stromgitarren - Experte Marcel mit Caracho
x wie raus – Stromgitarren – Experte Marcel mit Caracho

Donnerstags war ich abendlich ein wenig unterwegs, eher ziellos, denn manchmal will man einfach mal Urlaub fürs Gehirn, weil in den vorderen Programmen nur Mist läuft. In der Alten Liebe wars eher mau, im Clichy war es sogar noch ruhiger und bevor ich vor Langeweile in Ohnmacht zu fallen drohte, erinnerte ich mich, dass unser x wie raus E-Gitarrenexperte Marcel L. in der Sendung etwas von einem Konzert verkündete, welches im Ponyhof vonstatten gehen sollte, und so schlüpfte ich klappergassig in den kleinen Club zu Caracho, einer hamburger Electro-Punk – Kapelle, die mir fürstlich die Laune gerettet hat, da kam kein Auge trockenen Fusses über den Abend. Zum einen spielt die Band mit Hirschgeweihen, weissen Perücken und Plastikschnauzbärten in trägerlosen Feinrippunterhemden, zum anderen verspotten sie wirklich jedes Rockmusikcliché, und das mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz.
Ein Sänger, der wild mit den Augen rollt, während er mit dem Publikum spielt wurde nur kurzfristig getoppt von seiner Bandkomplizin, denn als diese mit einer Motor-Flex die Mikrophonstative bearbeitete, ja, da kam Stimmung auf. Wobei, es war eher so eine kleine Flex, für Notfälle, wenn man unterwegs ist und schnell mal was wegflexen muss.

Und so konnte ich frohen Mutes in den Freitagabend gehen, nämlich dort zu allervorderst ins Blaue Haus am neugestalteten niederräder Ufer, denn man gab Livemusik mit Hinterherdeejaying, es spielte das münchner Trio um den Multiinstrumentalisten Phil Vetter, das mal garnix von Stiltreue hält, nein, gemischt werden hier musikalische Strömungen, so wie andere das mit den Kurzgetränken beim Quartern halten, und die Zeit, mit dem Publikum den einen oder anderen Witz zu reißen, nahm man sich auch noch. Zum Auflegen (Jonas Punkt und LeMonsieurSchnuerschuh) musste ich aber leider weg in eine weitere feine Sube, nämlich ins Feinstaub, Perlen für die Ohren gab man dort, es spielten Anabell Pearl und Bumblebee Mariella (also auch Perlen für die Augen…) Sixties, Indie und Frenchpop auf, und vorher ängstigte man sich noch ob einer drohenden Leere, natürlich vollkommen grundlos, denn sehr gut gefüllt war es im Feinstaub, allerdings wurde ich von einer ansonsten recht charmanten Dame gefragt, ob ich denn Boris Rhein, wäre, was ich wahrheitsgemäß und nachdrücklich verneinen musste, und, ich glaube, so richtig enttäuscht war sie darüber jetzt auch nicht. Ausserdem hab ich die schönere Brille. Die Tram erbrach SchwarzWeißRote Fußball-One-Hit-Wonder, alle bereits mit dezenter Umdrehung versehen, bevor sie mich rüber brachte, auf die sichere Seite. Dort gings nochmal kurz in die Alte Liebe, denn DJ Stefan gab einen durchaus seltenen Einblick in seine Psychobilly – Plattenkiste, und da der Herr ansonsten einer der guten Geister des Yachtklubs ist, und das Boot am nächsten Tag eröffnen sollte, war eigentlich auch ein Großteil der Crew nebst Interieurgästen in der ALi, bis auf dem Käpt‘n himself.

Den habe ich am nächsten Tag mittags auf seinem Boot besucht, na klar, Hans Romanov in meiner schwimmende Aussenterrasse, dem Yachtklub. Das geht einiges dieses Jahr, watch Out! Zur Eröffnungsparty am Abend war ich nicht zugange, denn DJ Pure und meine Wenigkeit haben als Dynamic Super Soul den Clubkeller auseinandergenommen. Der eine oder die andere ist da sicherlich wenig würdevoll die rote Treppe hinaufgekullert. Vermute ich mal. Aber auch in einem Goldfischglas wird es ab und an mal dunkel, und die interessantesten Konversationen wollen sowieso nach 3 Uhr in der Raucherhöhle des kleinen Kellers geführt werden. Mit kurzen Getränkeholpausen natürlich. Das war ein Spaß, das machen wir mal wieder. In einem Monat. Vielleicht mit der smarten Veruschka aka Poco Loco. Mal schauen.

Der Sonntag war eher kurz, denn kurz nach dem Aufwachen ging es zu Radio X, um x wie raus zu moderieren, das hat mir dann auch mal gereicht.

Geht raus, die Nacht ist schön.

//ptrk9000

Links:


Phil Vetter fährt Auto…


Caracho – In Hamburg sagt man JaJa!!!

Wochenend – Rückblick 10 / 11 – 2012

Yachtklub
Yachtklub, meine Aussenterrasse, Spielplatz, Hort fragwürdiger Aktivitäten anderer…

Ab und zu macht man unter Woche abends nix. Ich muss ja auch mal an meinen Arbeitgeber denken, dem ich so gerne meine ansonsten sinnleer vor sich dahindümpelnde Zeit daherschenke, nur damit beim eigenen Vermieter nicht nicht irgendwelche Inkassobüros Hausbesuche machen müssen. Also bin ich mal zuhause geblieben und hab‘ den Fellwesenkater bespielt, der aber meistens nach einer halben Stunde wieder zurück auf Facebook will. Wobei, rein paralleluniversumsmäßig könnte ich ja gleichzeitig mit meinem Kater spielen, während er in einer anderen Parallele eben nicht mit mir spielt. Aber auf Schrödinger, dem Onlinefreund meines Katers, auf den werde ich später nochmal zurückkommen. Oder jetzt gerade, nur nicht hier. Egal.

So kam ich auch mal zum Aufräumen und zum Wegwerfen sämtlicher Printmedien, die sich so innerhalb der letzten 4 Wochen angesammelt hatten, weil man sie „später nochmal lesen“ will. Jackentaschen voller Flyer, leerer MundMs – Packungen (gelb) und Tabakkrümel. Auch das ist ja Ausgehen, der ganze Mist, den man nicht nur im Kopf mit nach Hause schleppt, Yin und Yang, je besser die Party, desto schlimmer der nächste Tag.

Auch so ein bißchen Vereinsmeierei wollte betrieben werden, denn Radio X ist nicht nur eine smarte Radiostation, sondern auch ein Verein, dem man beitreten darf, um sein sauer verdientes Geld in den Äther zu werfen. Und dort wäre es so gut aufgehoben. Ein neues Programmheft musste auch her und solche und andere Dinge müssen eben auch geplant werden. Da muss man das Spelunking eben mal bleiben lassen, aber es hat sich auch gelohnt. Ihr werdet es bald in euren Händen halten.

Am Freitag, endlich Freitag, wollte ich zuallervorderst ins Kino, in „Schilf – Alles, was denkbar ist, existiert“, eine Verfilmung des Debüt – Romans von Julie Zeh, und das konnte ja nur mindestens mal ganz gut werden, gut, vielleicht idealisiere ich das jetzt ein klein wenig, denn auch die Bücher „Corpus Delicti“ und „Angriff auf die Freiheit“ haben mir gut gefallen, was ja nicht heißen muss, dass der Film…nein, keine Angst, der Film macht Spaß, einander widersprechende Paralleluniversen, neumalkluge Kinder, der „geheimnisvolle Fremde“ und eine kreative Nutzungsmöglichkeit eines Drahtseils sowie ein Physiker, der dabei fast durchdreht, alles subtil kombiniert und so kam während der 90 Minuten keine Langeweile auf. Danach pilgerten wir ins Moloko, denn dort bekommt man auch, wenn es, wie an diesem Freitag, voll bis zum Anschlag ist, schnell und mit einem freundlichen Lächeln seine Getränkewünsche erfüllt, ich mag das ja. Siehe auch Cafe Kunstverein. Same same.
Nur die Begrifflichkeit „schöne Aussicht“ mag nicht ganz so zu dem Ort passen, denn die Stadt baut da ja überall zu unserem Wohl herum, wird bestimmt ganz toll. Hinterher war ich nochmal in der Alten Liebe beim Disc-a-go-go – Club, wo DJ Elviz, unterstützt von The Drifter, sich dieses Mal einen 60s Soul Szenehero ins Schaukelschiffchen geholt hat, nämlich keinen geringeren als Matt Fox, und dementsprechend war die komplette frankfurter Sixties -Familie vertreten, bis auf eine Kranke und eine Weggezogene.

Am Samstag vormittag lief mir mal wieder Aetschy über den Weg, wie so oft, bei einem kombinierten Konstimarkt – JunVin – Frühstück, aber der Gute wird ja wohl bald in der Orange Peel – Garderobe die Mauseohren an den Haken hängen, um nach Berlin zu gehen. Naja, lange wird er’s da ohne Frankfurt eh nicht aushalten, in der Vergangenheit habe ich das ja schon so oft bei anderen miterleben dürfen ;-)

Am Abend (Line 18 sei Dank!) wollte ich erstmal aus der Schokoladenkiste im Feinstaub naschen, Madame Angelique & Charly Reichelt spielten dort feine Leckereien auf (sorry für das Wortspiel…), aber ich war umtriebig und deshalb pilgerte ich ein paar Exportbiere später in den Ponyhof, denn es spielten dort im Rahmen der Moonshake – Veranstaltungsreihe die gießener Combo Brain of Furs sowie die Lisbethbuben Aunt Nelly musikalisches aus den 60ern, Garage und Mod Beat wurden geboten, und natürlich passend flankiert von den DJs Elviz (da war er wieder) und Konrad, der mal wieder ein besonders feines Outfit spazieren trug. Optical Percussion gab es von Dirk, auch liebevoll LSDirk genannt, der den Kampf mit den Projektoren erfolgreich ausgefochten hatte, und so füllte es sich langsam im Ponyhof, und gegen Mitternacht war es genau passed gefüllt für ein klasse Doppelkonzert. Da hat sich der Laiki wieder gefreut! Zwischendurch hab‘ ich nochmal im Dreikönigskeller reingelurt, denn dort haben Kaiser L und Quellenturm nach dem Apetone – Konzert aufgelegt, es war so gut gefüllt, dass mir schon beim Reingucken der Schweiß auf der Stirn stand, und so beschloss ich den Samstagabend im Ponyhof. Ich hatte nur meine Kamera zuhause vergessen, und so konnte ich die ganzen schönen Bilder nur in meinem Kopf abspeichern.

Am Sonntag gab es wieder x wie raus auf Radio X, gewählt werden wollte ja auch noch und später kam ja noch der Comedy – Tatort in der Alten Liebe. Und ein kleines Boot hat wieder am Mainufer angelegt (Foto, aus der Hüfte im Vorübergehen).

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

PS: Pssst! Die Singer/Songwriter Goldkehlchen Melanie Dekker gibt sich in der akademie für interdisziplinäre prozesse am Dienstag die Ehre. Vorher ab 18 Uhr auf Radio X!

Wochenend – Rückblick 9 / 10 – 2012

DJ Pure und Florian Lippmann
Turntable Rockers: Florian Lippmann (That beatin‘ Rhythm) und DJ Pure (Dynamic Super Soul)

Apps, das sind so kleine, dienstbare Geister, die in unseren mobilen Telekommunikationsgeräten wohnen, und von moderen, aufgeschlossenen Menschen genutzt werden, um sich das Leben ein wenig angenehmer zu gestalten. Die Bedienung dieser Endgeräte geht oftmals über ein Touchscreen vonstatten, und diese Variante des Bedieninterfaces nennt man NUI (Natural User Interface), die Variante der Mousebedienung bezeichent man hingegen als GUI (Graphical User Interface).
Alles klar? Eher nicht? Genau, und deshalb begab ich mich am Dienstag nach OF in die akademie für interdisziplinäre prozesse, denn dort fragte man im Rahmen der neuen Open SensoryCircle – Reihe „Was bedeutet NUI genau? Und ist überhaupt alles NUI, was wir da touchen?“. Die Beantwortung dieser Fragen, aber auch das Vermitteln von Grundlagen und Zielsetzungen, das gelang den Kreativen Julia Diehl und Benedikt Rausch mit ihrer informativen und abwechslungsreichen Präsentation überaus vortrefflich, was aber nicht verwundert, sind die beiden doch bei Sensory Minds zuhause, ein in Offenbach ansässiges Designstudio für neue Medien innerhalb digitaler Kommunikationsmittel. Leider war es in der afip interdisziplinär kalt, weil einige Tage zuvor die Heizungsanlage vor ihren Schöpfer trat, aber auch das hat eine Menge Interessierter nicht davon abgehalten, auch nach dem Vortrag angeregt zu diskutieren. Dazulernen kann so smart sein!

Am Mittwoch musste ich flüchten, denn allerortens wollten man der deutschen Mannschaft beim Verlieren zuschauen, und da traf es sich gut, dass der liebe Boo Hoo, der frankfurter Musiksuperheld in der New Yorker Antifolk – Szene (kein Witz, er hat sogar sein letztes Album dort aufgenommen, und ich hoffe, dass er mal wieder Phoebe Kreuz zum musizieren mitbringt) zusammen mit dem Singer-Songwriter Fred Erikson im Ponyhof ein Schaltjahr – Konzert gab. Das war quite nice und eine überaus noble Art, den Mittwochabend zu verbringen!

Freitags wollte ich einen Abend ohne Experiment und Überraschung verbringen, also war ich erst in der Alten Liebe bei der Franz Fischer Revue, immer wieder eine Veranstaltung auf gleichbleibend hohem Niveau, und danach habe ich die lieben Kaiser L und Thommy Rinke besucht, die im Dreikönigskeller im Rahmen der Jumpin‘… Jivin‘… Butt-Shakin‘ Rockin‘ Rhythm & Blues – Veranstaltung aufgelegt haben.

Der Samstag begann mit einem Flohmarktbesuch auf der richtigen Mainseite und eigentlich wollte ich dananch in die CafèBar Brücke zum Spätstücken, aber weil es mittlerweile auch andere gibt, die da so gerne hingehen, gab es keinen freien Platz mehr für uns, und so zog ich weiter Richtung Konstimarkt, denn auch an der schönen Aussicht ist der Ausblick derzeit alles andere als schön.
Am frühen Abend bin ich mit dem iPad mal zur Eröffnung einer Körperkunstanstalt gepilgert, dem (Tatoo-) Studio 23 in der Schweizerstraße (da war sie wieder, die 23!), denn man wollte zur Eröffnung auch ein wenig Beschallung haben. Ich habe ja nichts derart, und wenn ich mal in einem Gary-Oldmann-mäßigen Alter sein werde, werden mich junge Menschen mit Blicken der Bewunderung bedenken, ob meiner strahlend weißen Haut, dessen bin ich mir sicher. Vielleicht bin ich auch gerade noch nicht richtig wach. Wach war ich auf jeden Fall später im Orange – Peel, denn dort wurde mein Dynamic Super Soul – Co DJ Pure zu That Beatin‘ Rhythm eingeladen, und das hat er sich natürlich nicht zweimal sagen lassen, zumal er mit Florian Lippmann und Malwin Hiller in bester Gesellschaft war. So langsam füllte sich das Peel und es schickte sich an, eine flotte Sause zu werden. Aber so alt werde selbst ich nicht aller Tage, und so begab ich mich schon recht früh in Richtung Sachsenhause‘, guckte nochmal in der Alten Liebe vorbei und huschte dann nach hause.

Am Sonntag hatte ich wieder Radio (X) – Tag mit x wie raus und hinterher wollte ich nur noch Tatortguckengehn.

Geht raus, die Nacht ist schön!

Links:

Sensory Minds

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