Archiv für Januar 2012

Wochenend Rückblick 4 / 5 – 2012

Feinstaub - Fein gefüllt
Feinstaub – Fein gefüllt und illuminiert von LSDirk

Essen, Essen, überall nur noch Essen. Es ist unglaublich, was sich derzeit alles ums Essen dreht. Ständig bekommt man Bilder via Facebook vorgehalten, mit – Essen. Jeder photographiert sein – Essen. „Die Krise, ach egal, komm‘, wir gehen erstmal was – Essen.“
Überall wird bekocht, DJs, Autoren, Schauspieler und Werauchimmer laden zum Kochen, pardon, zum Essen ein, beschallen, verlesen und spielen auf – während des – Essens.
So ein leichtes Hungergefühl sagt man mir ja auch immer nach, und gut Essen lässt sich ja durchaus mit anderen spaßigen Tätigkeiten vergleichen, wenn ich das mal so auf den Punkt bringen darf.
Am Wochenanfang las ich auf Timelinebook, dass das Chari Vari in der Bergerstraße (Ubahnstation Höhenstraße) neu eröffnet hatte, stimmt, Mitte des Monats sind mir da die Umbauarbeiten aufgefallen, und dann wurde mir zugetragen, dass dort an bestimmten Tagen auch kurdische Gerichte auf der Karte stehen, und neugierig, wie ich ja nun mal bin, habe ich mir das gleich mal angeschaut, obwohl der Laden ja auf der anderen Seite des Mains verortet ist, aber schließlich gibt es das ja selbst in Frankfurt nicht an jeder Ecke. Das Lokal wurde komplett umgestaltet, die Theke ist von der Längsseite an die Stirnseite gewandert, man sitzt an kleinen gemütlichen Tischen und eine nette Bleibe für das rauchende Volk gibt es auch. Man wird freundlich und unaufgeregt bedient und auch ansonsten ist die Atmosphere dort sehr entspannt.
Auf Empfehlung der netten Köchin entschied ich mich für kurdische Manti, mit Lammfleisch gefüllte, frisch ausgerollte Nudelteigtaschen auf Minze, geschwenkt in geschmolzener Butter nebst Salatbouquet. Man sagte mir, dass es allerdings einen Moment dauere, denn es wird alles frisch zubereitet, und ich muss sagen, das bißchen Warten hat sich gelohnt, jede Sekunde davon, zumal der Spaß für 8 Euro zu haben ist, das ist doch mal eine Ansage für ein kleines leckeres Gericht, dass so in Frankfurt (meines Wissens, ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren) ansonsten nicht zu bekommen ist. Mjam!

Am Freitag war ich erst später unterwegs, und habe mal kurz in die Alte Liebe reingeschaut, denn dort hat Northern Soul DJ Florian Heiberger (Northern Soul Polizei DA) mal mit der Faust auf die Gitarre getrommelt und laut gerufen: SO(UL) NICHT! Deshalb blieben die raren 7-Inch Sigles mal im Koffer und wichen schrillen Gitarren und anderen Verbrechen, dabei fein unterstützt von Freigänger DJ Alu (Stonheads SC). Und dann wollte ich nochmal kurz zum Wolf in den Ponyhof, denn dort haben sich die Jungs vom Swingers-Club mal verkleidet (Basso Continuo, Malte Stü, Stefan Gee) und gaben die ROARING ELECTRICS ² und somit elektronische 4/4 – Takt – Musik auf die Ohren, und damit meine ich nicht dumpfen Deppentechno, sondern melodischen Tech-House und entspannte Houseweisen, die manchmal ein wenig daherkamen wie 80er Disco, aber dann doch eher in der elektronischen, coolen Variante, Giorgio Moroder liess grüßen. Unaufgeregt begann die neue Veranstaltung, aber doch so langsam füllte sich der kleine Ponyhof und ich hatte den Eindruck, die Leute, die in dieser Nacht den Weg dorthin gefunden haben, werden es nicht bereut haben. Nach einem kurzen Schlenker in den Clubkeller, Gelegenheit macht Diebe (RRROCK – Nome est Omen mit den DJs Lui & Dose), der sich auch so langsam recht gut gefüllt hatte, wollte ich nur noch ein wenig an meiner Matrze horchen.
Die Raterepublik wurde am Samstagabend im Darling ausgerufen, hatte doch einmal wieder Guido Braun zum lustigen Musikratequiz eingeladen, unterstützt dieses Mal von DJ Daniel Zero, sogar eine für mein Musiksortiment passende 7-Inch habe ich gewonnen. Na, wenn das doch mal nix ist, ne.
Wenn ich schonmal in der Ecke bin, dachte ich mir, gehe ich doch mal ins Feinstaub zu Onkel Tamo, gab es doch dort ein Konzert zu bestaunen, denn im Rahmen der Moonshake – Partyreihe spielten The Rosary Brothers auf, djseitig begleitet von D.K.Dent, Konrad sowie CC-Rayder. D.K.Dent ist ja auch gleichzeitig (liebevoll abgekürzt LSD) LightShowDirk, der auch auf dieser Veranstaltung für die gewisse Lichtoptik mit diversen Ölscheiben-Projektoren und Lampen gesorgt hat, diese besondere Art der Deko lässt sich übrigens auch auf den in der Raumstation stattfindenden Wild Music – Parties bewundern, aber das nur am Rande. Gut gefüllt wars im Feinstaub, man hatte vorsorglich das Mobilar entfernt und so hatte man in dem kleinen Laden genug Platz. Die Band habe ich übrigens leider verpasst, weil ich bei Onkel Guido so getrödelt hatte, aber das hole ich noch nach.
Flugs gings danach mit der 18 rüber in den Destrict, wollt ich doch mal schnell in dem völlig überfüllten Anglo Irish Pub ein paar Geburtstagswünsche überbringen, um dann schnell in den Dreikönigskeller abzutauchen, denn die drei lieben Bumblebees legten feine Tonträger auf, 3 nice Ladies play nice Music, kein Wort ist im Übrigen davon gelogen, Sixties, Frenchpop und Indie wurden in gelungener Kombination aufgelegt, fein wars, nothing more to add!
Auf dem Heimweg nochmal schnell in der Alten Liebe vorbizuschauen, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, die Herrn Schuelke und Greipel spielten Kerschel und Zeusch, also eigentlich alles Mögliche und gern mit Gitarre. Irgendwann war es mir aber zuviel Gitarre (ist eben nicht meins) und nach einem kleinen Besuch beim Libanesen (L‘Amir) in der Dönerkurve wollte ich dann schon mal Heim, denn sonntags wartete bei Radio X schon x wie raus auf mich, und das will ja auch alles vorbereitet sein, ne ;-)

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Links gibts dieses Mal keine ;-)

Wochenend Rückblick 3 / 4 – 2012

Dunkle Gestalten in tiefen Kellern - Dynamic Super Soul
Dunkle Gestalten in tiefen Kellern – Dynamic Super Soul

Manchmal muss man einfach im Saint Clichy rumhängen, um mal einen anderen Laden zu besuchen, zum Beispiel Das Nord hoch 2 im Sandweg, denn im Clichy fassten wir am Donnerstag bei leckerer Pizza den Besuchsentschluß, zumal einer meiner Komplizen dort des letztens sein Spekuliereisen vergessen hatte. Und ich muß sagen, die Überquerung des Mains hat sich echt gelohnt, und ich will hier jetzt auch nicht einen auf Berliner machen, denn die kennen in ihrer Stadt auch nur die nächsten drei Straßen und nennen es Kiez, sondern ich mag ja Läden, die nicht eine Kopie einer Kopie sind, sondern für sich selbst einstehen können. Und das Nord hoch 2 kann das, ich habe sofort die indezente 50er – Jahre Wohnzimmerbarockmöblierung in mein kleines Herz geschlossen, die Mustertapete passt gut zu den Hirschgeweihen, man guckt hier ausserdem keine Eintrachtspiele, sondern eher Werder Bremen, St. Pauli oder den HSV und das Flens schmeckt hier doppelt gut, denn man darf in dem Laden rauchen, was ich sehr gerne und ausgiebig getan habe. Ausserdem steht und fällt so eine Bar ja auch mit dem Thekepersonal, gerade in Bornheim wird da ja sehr gerne eine „Da trink, bezahl‘ und hau‘ ab…“ – Mentalität an den Tag gelegt, im Nord ist man weit davon entfernt, charmant und flink wird das gewünschte Kaltgetränk serviert, während man liebevoll kleine Schälchen mit Knabbereien anreicht und Zeit für einen netten Plausch bleibt dabei auch noch. Würde ich noch in Bornheim wohnen, wäre das meine Alte Liebe.

Am Freitag wollte ich eigentlich mal in den Römerberg 9 zur xqm – Revue, dummerweise hatte ich die Verfügbarkeit meiner Zeitkonserven ein wenig unterschätzt, und konnte deshalb die Veranstaltung nicht wahrnehmen, allerdings, wie mir vertraute Häscher berichteten, wäre ich sicherlich nicht in der Stimmung gewesen für einen ermüdenden Marathon – Diavortrag, eine Art xqm – Pecha-Kucha wäre sicherlich sinnvoller gewesen, aber was soll ich mich da reinhängen. Ich hatte ja auch noch etwas anderes zu tun an diesem Abend, wollte ich doch im Darling ein wenig Musik aus meinem iPad schütteln. Fein war’s, denn unaufgeregt und lässig zurückgelehnt verbrachten wir dort einen schönen Abend, labten uns am Kaltgetränk und bliesen später am Abend anmutig kleine Rauchschwaden in die hohen Decken des Darlings.
Ich glaube, das mache ich öfters mal dort, ausserdem hat der Laden eine offene Struktur, und ist nicht von vorne bis hinten zugestellt mit Tischen, das mag ich sehr. Man man muss auch nicht unabdingbar den ganzen Abend auf seinem Platz festkleben, allerdings ist doch das große und gemütliche Sofa in Barnähe ein sehr begehrtes Sitzmöbel.

Auf dem Rückweg nahm ich noch einen Scheidebecher in der Alten Liebe, auch um dem traurigen Wirt noch einen guten Abend zu wünschen, der dort zusammen mit der lieben Jasmin (bekannt vom legendären Raucherbingo) unter dem Motto „Alte Liebe- neue Flamme“ elegant die Tonträger auf den Plattenteller segeln ließ.

Ein bißchen schlafen musste ich schließlich auch noch, denn die Samstagnacht sollte noch ein wenig länger dauern, haben doch DJ Pure und meine Wenigkeit als Dynamic Super Soul den Clubkeller in Sachsenhausen unsicher gemacht. Dunkle Gestalten in tiefen Kellern, genau mein Metier, und so haben wir 60s Funk & Soul, oldschool HipHop und indischen Bollywoodfunk, allerdings auch groovige Elektronik aufgelegt, ich glaube, mir ist da sogar auch ein Dubstep – Remix rausgerutscht, im berüchtigten Clubkeller ist das ja auch erlaubt, fein war es gewesen, zumal ja auch im Raucherraum, wenn es auf der Tanzfläche zu voll ist, spätestens nach 3 Uhr allerlei abstruse Konversation gepflegt werden will, ich sehe darin ja auch nichts verwerfliches.
Wobei, hätte ich am Samstag nicht aufgelegt, wäre ich auf Jeden zu den Mighty Mocambos ins Orange Peel gegangen, eine der besten Funk – Bands aus Deutschland, aber leider hat das ja auch bekannten Gründen nicht geklappt. Ein andermal vielleicht…

Wolkenverhangen war der Sonntag, als ich mich auf den Weg zu Radio X machte, x wie raus wollte moderiert werden, allerdings war an diesem Sonntagabend irgendwie kaum was los in unserer kleinen Stadt am Main, und so zog ich es vor, Tatortgucken zu gehen.

Geht raus, die Nacht ist schön!

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Links:

Das Nord hoch 2

Wochenend Rückblick 2 / 3 2012

Nordendlegenden: Jamal Tuschick und Tine Köhl bei x wie raus
Nordendlegenden: Jamal Tuschick und Tine Köhl bei x wie raus

Na, unter der Woche fand ich es ja eher mau, um nicht zu sagen, mau mau, deshalb bin ich mal ins E-Kino gegangen, und habe mir das amerikanische Remake von Stig Larssons „Verblendung“, quasi Vrblndg RMX, angeschaut, und ich muss sagen, ich habe mich keinen Moment während der 2 Stunden und 38 Minuten gelangweilt, wobei ich die in der Originalverfilmung agierende Noomi Rapace favorisiere, aber das ist ja auch irgendwo Geschmackssache, ich bin ja schließlich auch kein verdammter Filmkritiker, it’s just me, ptrk from the Block!
Danach war ich nochmal kurz in der Alten Liebe, denn Erich Schmitt, der Songpoet, spielte auf und wusste das handverlesene Publikum fein zu unterhalten, hinterher rauchte und versackte man noch fein zusammen. Es muss ja auch nicht immer spektakulär sein.

Am Freitag war ich mal kurz „drüben“, in Offenbach, um dem Neujahrsempfang der afip („akademie für interdisziplinäre prozesse“) beizuwohnen, wo unter anderem die Combo Baustelle 05 aufspielte, um nicht zu sagen, freejazzte und Eva Moll das Erst-Trimester sowie Inhalte des Studiengangs »zeitgenössische kunst | alle medien« des von ihr ins leben gerufene »künstlerseminar«s vorstellte.

„das studienangebot beinhaltet die praxisorientierte erforschung, forschung & lehre von zeitgemässen inhalten, künstlerischen vorhaben, denkprozessen, arbeitsabläufen und produktionsweisen sowie deren formung, vernetzung und erweiterung in aktionsräumen von kunst, leben und gesellschaft.“

Danach ging es mal ins Nordend zu Onkel Guido ins Darling (laut Vierbuchstabengazette „Kult-DJ“, und die müssen es ja wissen…), denn dort legte er interessante bis obskure Platten auf, und stellte Quizfragen zur Musik und wer die Fragen zuerst beantwortet, muss/darf einen Schnaps aufs Haus trinken.
Einige Kurzgetränke später fuhr ich mit der alten, nagelneuen 18 nach Sachsenhausen, um mich ein wenig bei DJ Elviz zu Vergnügen, der sich musikalisch in Sachen Early Reggae, Ska, Rockstead, Northern Soul, Rhythm & Blues sowie Popcorn von Dominic N. (Darmstadt) und Tobias Wenzel unterstützen ließ. Tobias hat hier übriges sein erstes DJ – Set ever abgeliefert, was von den Besuchern im Übrigen sehr begeistert und wohlwollend aufgenommen wurde. So etwas mag ich ja, vorbei sind die Zeiten der Neuzigerjahretechnodjarroganz, und das hat auch so zu bleiben ;-)

Sachsenhausen, der frankfurter Ortsteil mit der höchsten Dichte an Plattenläden und Sixties DJs kann dies nur dank der Eröffnung des Freebase Stores in der Brückstraße 36 zu Fug‘ und Recht behaupten, befindet sich der Laden doch in bester Gesellschaft (Nr 2 Records und Sick Wreckords) südlich des Maines. Ich muss nun zum Plattenkaufen nicht mehr über den Main, eine höhere Macht meint es sicherlich gut mit mir.
Abends trieb es mich erst einmal zum Dreikönigskeller, denn die in Szenekreisen geschätzte Rockabilly Combo The Boogie Twisters spielten auf, und das haben sich wohl auch viele andere gedacht, denn es war so voll, dass der liebe Jesse schon Gäste, die so wie ich nicht ganz pünktlich eintrafen, auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten musste. Also ging ich wieder einige Schritte zurück in die Alte Liebe, die Herrn Möser und Stift spielten einen feinen Mix aus harten Gitarren, oldschool HipHop, 80s Pop und Punk, normalerweise geht mir ja so Gitarrenkram auf die Nerven, aber in dieser Kombination hatte ich nicht nur mit der Musik viel Spaß, sondern auch mit dem reichlich vorhandenen Publikum, dass eine große Altersbandbreite abdeckte und ich habe den Eindruck, die ALi entwickelt sich langsam zu einem Geheimtipp, denn durch ihre versteckte Lage springt einem der Laden sicherlich nicht ins Auge, es sind wohl eher die Menschen, die sich hier einfinden, die Kombination von Musikstilen, bei deren Auswahl man sich einen Dreck um Hippness schert und das unkomplizierte, freundliche Personal, was zu dieser wachsenden Beliebtheit führt. Eigentlich wollte ich noch zur Moonshake - Party innen Ponyhof, aber mir hat der letzte Mexikana ins Ohr geflüstert, dass ich „Heim soll“.
Eine weise Entscheidung, denn ich hatte ja am blaubehimmelten Sonntag noch die x wie raus – Sendung auf Radio X vorzubereiten, hatte ich doch smarte lokale Studiogäste, nämlich die Apfelweinkönigin aka Tine Köhl und Nordendlegende Jamal Tuschick, die beide am gleichen Abend im Moksha aus ihren Schriften vorlasen, und da ich schon ein wenig durch war, ging ich noch zum Tatortgucken und dann heim zum Pelzgetier…

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Links:

afip – Klasse Moll


Verblendung Trailer

Wochenend – Rückblick 1 / 2 2012

Atze Knauf - Stephan Umbach -- Masters at work
That beatin‘ Rhythm im Orange Peel – Atze Knauf – Stephan Umbach — Masters at work

Orange Peel - That beatin' Rhythm - Fein war's...
Feine Party @ OP

Hui, da hat es mich, das neue Jahr! Ich konnte mich dem gar nicht entziehen, selbst wenn ich es gewollt hätte. Aber weshalb sollte man den Silvester- (Alte Liebe) oder Heiligabend (Penn & Diaz) posthum lobhudeln? Werfen wir also einmal einen liebevollen Blick zurück auf das letzte Wochenende, Aprilabende im Winter, mir soll es recht sein, Schnee ist nämlich in Frankfurt nur am ersten Tag schön, danach, verwandelt er sich in ein graues AugenAuaMonster, und das möchte man dann auch nicht mehr sehen.

Am letzten Mittwoch habe ich im Rahmen der Beat me ’til I‘m blue – Reihe in der kleinen Saint Clichy – Bar ein wenig Musik (Jazz, 60/70 Funk, Elektronik) aus meinem iPad geschüttelt, es sollten viel mehr DJs unter der Woche gechillte Auflegeabende etablieren, denn auch unter der Woche will die Ausgehkultur gepflegt werden und man kommt unter Leute, ist weg von der Staße etcpp. Und ich meine dabei nicht irgendwelche Tanzbefehl – Titel, sondern entspannte Musik, denn die nennt jeder Auflegerich ebenso sein eigen, auch wenn es oftmals beim ersten Hinhören nicht den Anschein hat.

Donnertags wollte ich eigentlich zum Garadi – Trio ins Mamoona (GARADI‘S Music Kitchen), aber kurz vorher wurde der donnertagabendliche Termin abgesagt, na dann gehe ich eben mal an einem anderen Donnerstag hin, denn sie werden die Reihe sicherlich noch ein Weilchen fortsetzen. Anstatt dessen gab es eben Nelsons Cocktails feat. Franz Fischer in der ALi, eine Reihe am Vorabend der monatlich stattfindenden Franz Fischer – Revue, man kann auch sagen: Ein Gin Fizz – Reinschliddern in den Freitag, liebevoll handgeshakt von Nelson van Heuvel und Franz Fischer, noch ein Geheimtipp!

Am Freitag war mir nicht so nach Clubbing, ich hatte auch nicht so den Eindruck, dass irgendetwas veranstaltet wurde, was mich sonderlich aus dem Schuhwerk gefönt hätte, also beschloss ich ein wenig Barzuhoppen, so wie früher, in Zeiten ohne Facebook und Internet. Wer kennt noch die Flyerpolizei (Radio X)?
Na, so ganz ungeplant war die Tour nicht, ich schaute mal kurz in der Plank! – Bar in der Elbestraße vorbei (cooles Video auf deren Webseite übrigens) und zog dann weiter in die Gute Stute, eine Kellergewölbekneipe im Gallusviertel, unweit der Knobbe (SIKS – Stadtteilinitiative Koblenzer Straße – ach stimmt, DA hätte ich Donnerstag auch hingehen können), und ich nehme an, es ist sicherlich der einzige Laden im ganzen Universum, in dem ein ausgestopftes Pferd steht. Anderslautende Informationen nehme ich gerne entgegen. Und wer gedacht hat, dass hier nur unwürdig alternde Thekenabhänger logieren, der irrt in epischer Breite, es ist ein gemischtes, junges Publikum, dass sich sichtlich an der Musik von den DJs der //mudanzas rotation// erfreute, denn die Buben spielen Indie und Punk, und das auf hohem Niveau! Ausserdem kann man in der Stute auf so tollen Barhockern sitzen, die wie kleine Schaukeln mit Ketten an der Decke festgemacht sind, der Apfelwein geht gut um die Kurve und der liebe Ivo gibt einem immer noch ein Kurzgetränk mit auf den Weg. Dieser Weg führte mich dann doch noch einmal in die Alte Liebe, zur Franz-Fischer – hmm – Afterhour, aber schon wenige Getränke trat ich schon den Heimweg an, obwohl ich ja kaum was unternommen hatte.

Der Samstag fing ja nicht so toll an, auf dem Konstimarkt haben meine Lieblingsstände gefehlt und zum Flohmarktbesucht fehlte mir mistwetterbedingt die Motivation, also habe ich zuhause mal ein paar Platten sortiert, denn am Abend ging es ins Orange-Peel zum Auflegen! Die Jungs der That Beatin‘ Rhythm - Crew hatten mich eingeladen, geplant war es ja schon seit letztem Jahr, aber manchmal sind eben die Zeitkonten nicht synchron, und so wurde die Einladung eben in 2012 realisiert. Mit Fug‘ und Recht kann man behaupten, dass es ein grandioser Abend gewesen ist, an den Decks Stephan Umbach, Atze Knauf, Florian Heiberger, Florian Lippmann und meine Wenigkeit. „The famous Five and that beatin‘ Rhythm“, abgesehen von der extremen Tanzbarkeit ist das Konzept auch inhaltlich interessant (50s / 60s Soul, Rock ‚n‘ Roll und Verwandtes), denn jeder legt ein wenig anders auf und so lernt man immer wieder Neues kennen. Deshalb laden sich die Jungs immer wieder andere Gäste ein, der Fokus der nächsten Veranstaltung wird dann eher auf Rock ‚n‘ Roll liegen, so wurde mir zugeraunt, that sounds quite interesting!

Geht raus, die Nacht ist schön!

//ptrk9000

Links:

Bar Plank!

//mudanzas rotation//

Die Gute Stute

That beatin‘ Rhythm auf Facebook