Archiv für September 2011

Wochenend Rückblick 37 / 38 / 39

Teves - Aussen Welt - Numero Bruno - - - Flyer
Teves – Aussen Welt – Numero Bruno – – – Flyer

a plates coutures - Feinstoffliche Gestalten
a plates coutures – Feinstoffliche Gestalten

a plates coutures - Abhängen mit gutem Stoff
a plates coutures – Abhängen mit gutem Stoff

Hui, natürlich hatte ich keine Zeit gefunden, für jedes Wochenende etwas zu schreiben, deshalb habe ich einmal wieder die letzten beiden zusammengefasst.

Vor dem obigst namentlich genannten Wochenenden lud man mich charmant in den Mousonturm ein, zur Vernissage der a plates coutures – Ausstellung, Art Brut aus Belgien, und hier wurden textile Installationen sowie Collagen aus Gestricktem und Gesticktem ausgestellt, Stricklieseln auf LSD hätte sicherlich auch gut gepasst, nee, ich habe mich köstlich amüsiert über die ausgestellten Objekte, und das im positiven Sinne. Die beiden großen Stoffpuppen hätte ich mir gerne ins Wohnzimmer gesetzt, falls mal die schwarzen Schergen der Staatsgewalt einfallen, um mich zu verhaften, hätten sie sicherlich gleich den richtigen Eindruck, wen sie da vor sich hätten (siehe Bilder oben).

Am Freitag des vorletzten Wochenendes war ich einmal wieder auf dem Wasser, nämlich, Yes, im Yachtklub, beim HIGH FIDELITY‘S FREESTYLE CIRCUS feat. Funkdooby & Stupid Deep #2, die beiden spielten allerlei Funk, Soul, Disco Edits, Old School Hip-Hop und Mashup-Bootlegs, und während Funkdooby schonmal den Ofen anheizte, hatte sich der liebe Stupid Deep unters Volk gemischt, socializing und so, und das ist auch absolut richtig. Ich mach das ja auch so gern, mit den Leuten reden. Vorbei sind nämlich (zum Glück) die Zeiten der NeunzigerJahreTechnoArschlochDJ-Arroganz, wo sich DJs nur in den eigenen, inneren Zirkeln bewegten. Gerne unterhält man sich mit den Gästen, tauscht Musiktitel und Gossip aus und teilt liebvoll Sportzigaraetten, DJs wie du und ich eben, nur so kann eine Szene / Community heutzutage funktionieren, denn gerade Networking Applications wie Facebook machen es möglich, heute ganz andere Wege zu gehen, wenn es darum geht, als Besucher Veranstaltungen und Künstler zu bewerten.
Auch Künstler haben manchmal seltsame Vorstellungen, so wollte ich kürzlich für ein anderes Veranstaltungskonzept diverse, alt – etablierte Elektronik-Künstler buchen, aber die Jungs hatten so dermaßen unrealistische Gagenvorstellungen, dass ich die Sache in der Form gleich mal wieder gecancelt habe. Sollen sie doch weiter diese Unsummen nowadays in irgendwelchen Technoentwicklungsländern kassieren, dann können wir wenigsten mit den Leuten vor Ort feiern, das ist mir sowieso lieber. Think global-drink local!

Am darauffolgenden Samstag haben wir mal wieder als Dynamic Super Soul den Clubkeller auseinandergenommen. DJ Pure und ich haben beschlossen, stricly 60s/70s – Sound (oder Zeitgenössisches in diesem Stil) zu spielen, weil wir festgestellt hatten, dass wir zum Teil ganz schön viel HipHop gespielt hatten, und das ist ganz klar nicht unsere Intention. Klar, es ist so schön einfach, kennt jeder, tanzt jeder drauf. Sure shot, easy going. Man muss sich mal anschauen, wieviel „erfolgreiche Künstler“ diesen Weg gehen, und wieviele Weichbirnen da mitziehen und das auch noch gut finden. Wir freuen uns über die Menschen, die auch die Arbeit zu schätzen wissen, die man da investiert, ich erinnere mich gerne an die junge Dame, die ganz erhitzt vom Tanzen, die sich „etwas von Lefties Soul Connection“ wünschte, denn dann kann man sicher sein, man ist auf dem richtigen Weg.

Sonntags hatte ich wie gewohnt die x wie raus Sendung auf Radio X moderiert, aber die Clubkeller – Nacht hatte mir soviel Energie entzogen, dass ich mir den Tatort in der Alten Liebe mal gespart hatte.

M – T – WTF

Am letzten Freitag, na ratet mal ;-) Drop Out Boogie Night im…genau, im Yachtklub. Eigentlich ist es ja auch vollkommen legitim und darüber hinaus ausserordentlich geschickt, eine parallel gelagerte, dem Sommerbetrieb angepasste Lokation zu betreiben, die es ermöglicht, erprobte Clubkonzepte temporär dorthin zu übertragen. Was würde ich ohne dieses Boot machen? Jetzt ehrlich? In Biergärten rumhängen und 30 Minuten auf meine Bestellung warten, die mir dann von schlecht gelaunten und mit zu recht unterbezahlten Studentinnen auf den Tisch geklatscht wird? In Parks – Outdoor trinken ist wieder IN übrigens, fällt mir grad so ein. Oder? Das war doch noch vor 10 Jahres absolutes Assitum, aber heutzutage en vogue. Wobei, ich kann das auch irgendwo verstehen. Aber ich schweife einmal wieder ab, back to the topic, Mr 9000!
Am besagten Freitag Abend gaben sich die DJs SirFlo und Dietermann die Ehre, sie selbst nennen ihren Mix ganz präzise: „Kiloweise Soul Music, Jazz Music, Guitar Music, Jamaican Music, Blues Music, Punk Music, Old Music, New Music! Dance Music! Dropout Music!“ – Damit auch keine Unklarheiten aufkommen ;-)
Auf dem Heimweg habe ich nochmal schnell beim Franzosen Abend in der Alten Liebe vorbeigeschaut, denn ich hatte dem traurigen Wirt hierfür eigens einen bestimmten Tonträger an Land gezogen. Aber da ich schon dezent müde war und ich mich ein wenig dem setup inkompatibel fühlte, begab ich mich alsbald auf den Heimweg.

Am Samstag hatte ich das übliche innerstädtische Programm, musste aber schnell wieder nach Hause, denn ich wurde vom lieben Jonas Punkt miteingeplant, und da lasse ich mich natürlich gerne vereinnahmen. Außen Welt – Numero Bruno schallte es allerortens durch die Gassen, ich stiftete einen meiner 1210er, und dann wollte auf dem Hinweg noch eine nicht geringe Menge an Kaltgetränken eingeholt werden und parallel wartete noch der liebe x wie raus – Komplize Marc Rodrigues auf sein Telephoninterview. Also hübsch was zu tun Vorfeld, aber gelohnt hat sich aller Aufwand allemal, denn es wurde ein interessantes Programm, ein Mix aus Lesung, Auflegen und Liveperformance, geboten, und die Aufmerksamen unter euch werden es schon erraten haben, das Veranstalterteam kann man durchaus dem Umfeld des Blauen Hauses zurechnen, womit sich wohl auch dieses hohe Maß an Kreativität erklärt. Achso, hm, die Keyfacts: Außen Welt – Numero Bruno fand auf dem Teves – Gelände statt, dort, wo sich das Günes – Theater befindet, es spielten auf: Dirdy Brew & Punkt (HipHop & Oldschool), Monsieur Schnürschuh (Balkan Beatz) (- hierzu wurde er, tres chic, live während des Auflegens von der smarten Sigune an der Geige, welche man übriges sehr gekonnt elektronisch abgenommen hatte, so dass man diese passend ins Klangbild integrieren konnte, eine technische Finesse, die ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte, begleitet, ein Spaß für Ohr und – mit Fug und Recht- Auge), paul&schokolade (Elektronische Weltmusik), Schimanski (Techhouse), Tobi & Hila (Minimal House), bird¥ (dubstep, grime, bass, shlomp), Björn Mulik (Deep House) und zu guter Letzt Felix Ruprecht (Darkhouse). Dieses Riesen – line up verteilete sich auf zwei Floors, wobei ich mich eher auf dem Äusseren herumtrieb, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich dort aufgelegt hatte, aber nein, es gab feine Lichtinstallationen auf dem Aussenfloor und darüber hinaus noch eine Raunkunstinstallation in einem Raum nebenan, der nur von aussen erreichbar war. Und natürlich grandios: Die Faust hoch 3 Lesung von Niklas Fiedler, wobei er die Bilder seiner Zeichnungen gekonnt als Rückprojektion einsetzte und das Publikum in seinen Bann zog, was man dem Künstler mit tosendem Applaus,vollkommen zu Recht, dankte.
Lecker veganes Essen gab es übrigens auch noch, und ja, lecker und vegan hat sich in diesem Falle nicht einander ausgeschlossen ;-)
Wahrscheinlich habe ich viele der Details vergessen, aber es war eine klasse Sause, dort auf dem Teves Gelände, weitab von lärmempfindlichen Nachbarn (Hallo Alte Liebe).
Ich bin aber ein wenig früher weg, weil ich im Yachtklub nochmal bei Krystyna vorbeigucken wollte, dort erfreute man sich auch an der guten elektronischen Musik, die dort geboten wurde und nach ein paar Kaltgetränken schaut ich nochmalbei der Alten Liebe vorbei, denn es sollten ja Cappelluti & Balluff auflegen, aber ich war da wohl schon zu spät, die Beiden hatten Spaß an der Theke und liessen musikalisch unpassende DJ Mixe laufen. Vielleicht flog vorher ja die Kuh, als ich eintraf, war wohl die Luft schon raus, weshalb ich dann auch nach Hause schlurfte, denn, wohlgemerkt, ich hatte ja einen Rucksack mit ca 50 Platten dabei, ne ;-)

Am Sonntag dann x wie raus und hinterher nixe Tatort, sondern Schnitzelreinpfeifen war die Ansage. Und dann war es ‚rum, das Wochenende. Schade!

//ptrk

Mousonturm – a plates coutures

Faust hoch drei


Das Lieblingslied des traurigen Wirtes

Wochenend Rückblick 35 / 36 / 37

Leere Stadt - Freiluft Theater am Blauen Haus
Leere Stadt – Freiluft Theater am Blauen Haus

Hey hey hey, wieder einmal muss ich zwei Wochenenden zusammenfassen, weil mir einfach dieZeit wie Quarzsand durch die Finger rinnt.
Freitags begab ich mich zum Blauen Haus, theatergucken wollte ich, Leere Stadt wurde gegeben, ein Stück des mazedonischen Autors Dejan Dukovski, in dem sich zwei ungleiche Brüder als Soldaten gegnerischer Truppen in einer evakuierten Stadt wiedertreffen. Am Morgen findet die entscheidende Schlacht statt, mit dem Wissen, dass sie zwischen den Fronten keinerlei Überlebenschance haben, feiern und prassen die beiden miteinander, im Casino, im Theater und auch im Bordell, später allerdings wollen auch alte Rechnungen beglichen werden…
Das Ganze war eine tolle Open Air Veranstaltung mit eigens dafür errichteter Bühne, vor dem Blauen Haus am Mainufer, das Wetter hat mitgespielt und die beiden Schauspieler Jonas & Jean Paul Baeck haben mir wirklich Spass gemacht. Kurzum: es war also wirklich alles fein am Blauen Haus, hinterher wurde noch akustisch gejammt und als der Abend so langsam am ausfaden war, drahteselte ich nochmal zur Alten Liebe, wo man zuvor die Franz Fischer Revue gab, was sicherlich auch eine gute Alternative gewesen wäre, wenn am Blauen Haus „nix“ gewesen wäre. Stimmt, ich vergass es, zwischen BlaHa und ALi war ich nochmal schnell im 3kk, wo Kaiser L einen eher chilligen Abend hatte, waren doch die üblichen Verdächtigen beim Konzertbesuch der Montesas im Orange Peel.
Am Samstag, ganz klar, Kiez ist Kiez, hiess es: Auf zum Brücken- und Wallstrassenfest in Sachsenhausen, wohl eines der schönsten Strassenfeste südlich des Mains. Nachdem pünktlich um 22 Uhr die Musik verstummte (es ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, denn die Leute sind mit oder ohne Musik noch auf der Strasse, es wird geredet, abgebaut, geraucht und getrunken…), taten die beiden Fat Funk Fuckers einiges dafür, damit in der Alten Liebe noch bis tief in die Nacht hinein eine bunte 60s Mixtur auf die Plattenteller wanderte, naja, eigentlich war es der liebe Kaiser L von den FFF, und meine Wenigkeit, die mit ein paar Platten unterm Arm aushalf, denn die andere Hälfte des Teams war noch in diverse After-Strassenfest Tätigkeiten eingebunden, so dass dieser dann nicht mehr zum Auflegen kam.
Am darauffolgenden Sonntag habe ich eine, sagen wir es einmal so, eher katerlastige x wie raus - Radiosendung auf Radio X gegeben, und mit Katzen hatte das sicherlich nichts zu tun.

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Am letzten Freitag haben der liebe Frank Rox (bekannt aus der Biancalani – Bar und vor allem dem Lola Montez) und ptrk9000, (na wer wird das wohl sein, ne…) im Rahmen von 9000 ROX eine feine Sause im Yachtklub gegeben, wir haben ausschliesslich 60s und 70s Funk & Soul gespielt, und nicht nur wir hatten unseren Spass dabei, wie man dem tanzenden Publikum anmerkte.
Onkel Menzel schaute mit Doctor Stereo, seinem Samstagsgast im Orange Peel im Rahmen seiner Bamboo - Reihe, vorbei, weil er dem Gast aus Argentinien einmal die frankfurter Höhrenswürdigekeiten präsentieren wollte. Ich habe ihn kurzerhand noch in die Alte Liebe geschickt, denn dort hat im Rahmen des Disc – a – go – go - Clubs unter anderem die smarte Veruschka aufgelegt, und man munkelte hinter vorgehaltener Hand, dem Doc hat die ALi gut gefallen und er wünschte sich den Laden nach Argentinien, was er natürlich knicken kann, denn mein Wohnzimmer bleibt gefälligst in Sachsenhausen :-)
Den guten Dominic N. aus Darmstadt wollte ich aber bei der Disc – a go – go - Auflegerei nicht unterschlagen wollen :-)
Am letzten Samstag wollte icheinfach nur im Yachtklub rumgammeln, den Double Diamonds auf dem Vorderdeck (Ralf Barthelmes und Kirstin von der Heydt, beide Radio X) lauschen und sanft ermatten. Hat auch gut geklappt :-)

Sonntag, wie gehabt, x wie raus plappern auf Radio X und hinnerher in der Alten Liebe Tatort gucken, das war quasi eins, und es war schön voll in meinem Wohnzimmer, Kontinuität zahlt sich also aus :-)

//ptrk