Archiv für März 2011

Wochenend Rückblick 12 / 13 20elf

Das ist es wieder - mein Lieblingsboot
Mainuferfreude

Freitag Abend ging es in der kleinen Saint Clichy Bar in Sachsenhausen richtig rund. The Nitty Gritty Corner wurde mit 60s Funk & Soul fein beschallt. Hinter den Plattenspielern, denn es kam ausschliesslich Vinyl zum Einsatz, liessen die DJs Caroline M., Elviz und ptrk9000 die kleinen 7″– Singles niedrig fliegen, DJ Pure von Dynamic Super Soul schaute auch nochmal mit einem Karton seiner Lieblingsplatten vorbei, ich dachte erst, er wollte sie mir schenken, aber weit gefehlt, auflegen wollte der feine Herr. Na, da sind wir ja nicht so, es soll ja schliesslich Spass machen. Und weil es so fein war, machen wir das nach dem Sommer nochmal.
Am Samstag war ich für den Flohmarkt zu faulig, wollte aber auf ein wenig Gestöber nicht verzichten, also überquerte ich bei meinem Samstagsstrasserverkaufsasiaten die Fahrgasse und kehrte im Hinterhof zu Raus aus dem Keller ein. RADK ist nämlich nicht der Titel einer österreichischen Doku-Soap, sondern ein cleveres Flohmarktkonzept: Man mietet dort ein Regal und packt die Sachen rein, die man schnellstens verkloppen will, Tchibo-Geschenke von der Ex oder Airbrushbilder mit LEDs aus dem Import-Export – Laden um die Ecke beispielsweise. Der RADK – Betreiber bekommt einen kleinen Anteil am Verkaufspreis und gut ist’s. Auch wenn man nichts kaufen möchte, ist diese Lokation das beste „Inlive – Museum“ der Welt, es werden dort die unglaublichsten Sachen angeboten, ich für meinen Teil erstand ganz bieder eine DVD (District 9) für 4 Euro, da kann man weder meckern noch etwas falsch machen…
Wetterbedingt war es auf Konstimarkt knallvoll, deshalb hatte ich nicht allzu grosse Lust gehabt, mich dort herumzudrücken. Flohmarkt dito.
Am Abend musste ich unbedingt, na die Spatzen twittern es von den Dächern, in den Yachtklub, denn Onkel Hans und Onkel Thomasz haben das kleine Boot, also den Platz, an dem ich mich die nächsten 6 Monate herumdrücken werde, ach, was sage ich, wohnen werde ich da, vermiete meine Wohnung unter und schlafe in einer kleinen Kammer auf dem Boot, das klingt nach einem guten Plan, ich scheife ab…
Die Beiden haben die Bootspforten wieder geöffnet, und es war ein feines Wiedersehen, ich fragte mich wie schon so oft:„Was machen die eigentlich über den Winter?“ Einige sah‘ ich ja vor Wochen auf der Party in der Insel in der Schmickstrasse, aber ansonsten scheinen die meisten in ihren Lieblingshöhlen zu überwintern. Wie ich in der Alten Liebe. Achso, Krystyna hat im Yachtklub feinen Minimal House aufgelegt, aber das ist ja nix Neues: Krystyna + House = :-)
Weil ich es gerade erwähnte, ich war hinterher nochmal schnell in der ALi, dort hiess es „Wer nicht tanzt, ist Offenbacher“, und das will ja auch keiner wirklich sein :-) es wurde Reggæ und Artverwandets serviert, „isch glaab vom Herrn Bersch“. Also pfiffen wir uns noch ein paar Mexikana rein, übrigens eine der ALi – Kurzgetränk – Spezialitäten, bevor ich mich auf dem Heimweg machte, schliesslich wollte ich zuhause ja noch ‚District 9′ gucken. Krabbenchips dazu wäre cool gewesen, aber man kann ja nicht alles haben.

Am Sonntag wollten 93 Kreuze richtig plaziert werden, vor dem Wahllokal standen die mündigen Bürger Schlange, um ihren Beitrag zur Demokratie zu leisten (irgndwie muss ich bei diesem Satz grinsen), dann wartete ein kleiner Milchkaffee im Yachtklub darauf, von mir getrunken zu werden, vom Onkel höchstpersönlich zubereitet, da sagt man ja ungern nein. Eigentlich wollte ich zum Sunday Soul Picnic am Main, aber bis auf zwei Soulmen lagen wohl alle anderen Souldancer noch im Salz und hatten wohl mit der Umstellung auf die Sommerzeit zu kämpfen. Habe ich ja auch. Im Wohnzimmer ist schon alles umgestellt, in der Küche noch nicht. Ich lebe also gerade auf ca 50qm in 2 Zeitzonen. Das soll mir erstmal einer nachmachen.
Später hatte ich Immanu El, eine symphatische Schwedencombo in der sonntäglichen X wie Raus - Sendung auf Radio X, spielten diese doch hinterher im Arts – Club Sinkkasten, supportet von den sicherlich nicht minder netten Jungs von den Paper Planes.
Nach der Sendung habe ich einige XwR – Mitglieder zum Tatortgucken in der Alten Liebe verhaftet, und hinterher hab ich dort noch`ein paar Platten aufgelegt, hatte doch eine junge Dame ihren…hm … 25sten Geburtstag dort gefeiert. Dann hätte ich mir ein Flugzeug gewünscht, dass mich hätte nach Hause fliegen können, wenigstens eins aus Papier, aber nix klappt, wenn es braucht. Also zu Fuss heim, aber nicht, ohne noch bei Dolce Vita in der Dreieichstrasse einen kleinen Imbiss mit nach Hause zu nehmen. DV ist so ein frankfurt – typischer italienischer Pizzalieferservice, also Pizza, Pasta und Chinagerichte sowie Tex Mex und Schnitzel auf einer Karte, an der Theke spricht man russisch und mit dem Koch spricht man am Besten pakistanisch. Gut, bei Segmüller gäbe es auch vorteilhafteres Interieur, aber das ist ja auch ein Lieferservice nicht der Lohninger. Allerdings, and here comes the trick: Wenn man den Kram vorher telefonisch bestellt und selbst abholt, winken 50% Preisnachlass. Kann man mal machen, oder? Letztes Jahr war ich Picknicken am Main und die haben mir die Bestellung zwar nicht direkt an die Mainwiese, aber im Immerhin ans Lindner – Hotel gebracht und mich vorher angerufen, um mich zu informieren, dass der Fahrer jetzt losfährt. Ich spaziere schon wieder mit dem Kopf umher, ich weiß, aber wenn ich doch schonmal dabei bin…

//ptrk

Raus aus dem Keller – Flohmarktladen

Saint Clichy

Alte Liebe

Sinkkasten Arts Club

Immanu El – feinste Schwedenmusik

Dolce Vita


Noch ein kleiner musikalischer Livemitschnitt von den netten Schweden!

Wochenend Rückblick 11 / 12 20elf

Wer mit einem solchen Blick Apfelwein trinkt...
Das schweift er ab, der königliche Blick…

Dieses Mal war alles anders. Spontan entschied man sich zum X wie Raus – Betriebsausflug ins benachbarte Offenbach, nämlich in den Hafen2, wurde doch ein Rundum-Paket geboten aus Film, Konzert & DJ. Aufs Auge gab es „Walk the Line“ mit Juni Kater und Johnny Cash und afterwards auf der Bühne Louis Barabbas & The Bedlam Six. Die versprachen eine feine Unterhaltung und haben meine Erwartungen bei weitem übertroffen, denn das, was diese Combo auf der Bühne veranstaltet hat, hat mich fast rückwarts zurück nach Sachsenhausen gefönt… geschleudert … ge… mir fehlen die Worte.
So unbeschreiblich viel Energie, gebündelt in einer Art Mixtur aus Gypsy -Circus – Country – Jazz mit hinreissender Sängerin, einem zottelbärtigem Sänger, Trompter, Pianospieler und und und, die wirklich bei jedem Titel ALLES gegeben haben und den Anschein erweckten, als ob sie um ihr Leben spielten.
Ha! So eine Freude erlebt man nicht jeden Abend. Aber weit gefehlt, denn das hatte ich mir auch nur so gedacht. Nach dem Konzert ging es weiter zum FH – Cafe (Nibelungenplatz 1 – gegenüber der Shell Tankstelle) ins Nordend, wo u.a. D.K. Dent, Sven Ghouly,Konrad kenntnisreich Sounds der 60er im Rahmen ihrer Wild Music Party auf die Plattenspieler gepackt hatten (Garage, Beat, Psych, Funk etc), und, das sollte man an dieser Stelle extra erwähnen, die Jungs wissen, wie man eine Party fein macht, denn die Deko in Form von Tüchern, Lichteffekten und Projektionen machte den sonst eher kühl wirkenden Raum gemütlich und – yes indeed, die eigens dafür aufgestellten Sofas machten die Sache richtig rund. Denn dort konnte man gemütlich versacken, bei studentenfreundlich eingeschenkten Longdrinks, toller Musik und einem sehr angenehmen Publikum, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet war, dass man sich doch untereinander gut kannte und die Veranstaltung nicht mit der Riesentrommel beworben wurde. Aber irgendwann sah ich es als erforderlich an, schnellstens mit dem Taxi den Heimweg anzutreten, quasi den Abgang in Würde einzuleiten.
Am Samstag habe ich mich zuerst auf dem Flohmarkt am Museumsufer herumgedrückt, um hinterher ein Drittfrühstück auf dem Konstimarkt einzunehmen. „Schlagen im Vorübergehen“ nennt das wohl der passionierte Schachspieler.
Als der Tag zur Neige ging (nein, die Krümmung des Raum_Zeit – Kontinuums hat damit nichts zu tun, allerdings sind die Tage zwar schon gleich lang, aber wohl unterschiedlich breit, das ist aber sicherlich ein ganz anderes Thema…) machte mich im Programm der Landungsbrücke(n) folgendes neugierig: „Lesung aus „Die Apfelweinkönigin oder Der Himmel über der Humboldtstraße“ .
Guck an, Geschichten über den Genuss meines Lieblingsgetränkes in Kombination mit Nordendlobhudelei.
Na, das war ja klar, dass ich mir das mal anschauen wollte. Und, ich hatte es bereits weiter oben erwähnt, als ich dachte, das Wochenende könnte schon am Freitag nicht mehr getoppt werden, unterlag ich einem in seiner brachialen Gewalt nicht zu beschreibenden Irrtum, denn die gute Tine Köhl konnte (nicht nur mich) auf vielerlei Art begeistern, durch die Darbietung des Textes, die sie immer wieder zugunsten gekonnter gesanglicher Einlagen unterbrach, auch die Art des Vortragens und darüber hinaus inhaltlich (Nordend, Apfelwein, Männer… wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Und wie sie Apfelwein trinken kann, ein Traum :-) Wer kennt ihn nicht, den kleinen Bewegungsradius, wenn man in seinem Lieblingsstadtteil wohnt?
Gut, das Nordend, andere Mainseite… geschenkt. Mir hat es sehr viel Spass gemacht und ich hoffe mal, dass es klappt und wir die Dame vielleicht in die Alte Liebe locken können. Planungen sollen ja diesbezüglich im Gange sein. Unterstelle ich jetzt einfach mal rotzfrech. Streue Gerüchte. Generiere vollendete Tatsachen. Dann habe ich es nämlich beim nächsten mal nicht so weit.
Nach der Lesung hatte ich Lust auf …hm.. Apfelwein, Funk und Soul und ausufernde Tanzparties in dunklen Gewölbekellern. Was lag da also näher, der allseits beliebten Tighten Up! – Veranstaltung im Dreikönigskeller die Ehre zu erweisen, schliesslich konnte ich all‘ die Jahre dieser feinen Geschichte nicht persönlich (aber immer mit dem Herzen) bewohnen, war ich doch immer selbst an diesem Abenden mit dem Auflegen beschäftigt.
Aber ich hatte frei und konnte demnach den DJs Caroline M., Elviz und dem eigens aus Hamburg eingeflogenen Jean Chanson (dem man unterstellen könnte, dass es durchaus einen Sinn ergibt, mittags das St. Pauli – Spiel zu schauen und abends in Frankfurt fein aufzulegen) ihrerseits bei der musikalischen Gestaltung lauschen, was mir auch dieses Mal sehr viel Freude bereitet hat. Man servierte, man ahnt es bereits, 60s (Northern) Soul, Funk, Boogaloo und Artverwandtes, ich hatte immer ein wenig Angst, dass sich der Gast aus HH am niedrigen Keller die Birne verbeult, aber da ist zum Glück nix passiert.

Im Schein des Mondes fand ich den Weg unfallfrei nach Hause und hatte am darauffolgenden Sonntag (Warum eigentlich darauffolgend?) eine nette X wie Raus – Sendung auf Radio X, nach der ich dann noch…ich sag‘ nur: Alte Liebe und Tatort :-)

Aber zu dem Tatort – Abend möchte ich anmerken, so langsam füllt sich die ALi auch sonntags wieder, was auch an den mittlerweile angebotenen kleinen Speisen liegt, denn mal ganz ehrlich, so unter uns: wem überkommt denn an einem Sonntagabend die überbordende Motivation, groß zu kochen. Auch wenn die „Ich“ – Schreier in der Überzahl zu sein scheinen, mir egal, ich hab‘ dazu nämlich keine Lust. Muss ich auch nicht, denn es gibt ja die ALi.

Der Frühling hatte heute einen würdevollen Start, mein Lieblingsboot hat schon angelegt und am Freitag haben wir noch eine flotte Sause in der Saint Clichy Bar in Sachsenhausen. Alles in allem sehr sehr fein :-)

//ptrk

Hafen2

Landungsbrücken (Spielplan)

Die Apfelweinkönigin
oder Der Himmel über der Humboldtstraße

Louis Barabbas and The Bedlam Six


Relight My Fire by Louis Barabbas and The Bedlam Six

Wochenend – Rückblick 10 / 11 20elf

Yachtklub ohne Yachtklub

Und wieder haben wir hier einen sehr prägnanten Gegenstand versteckt. Finden sie ihn?

Der Freitag, der Freitag, ei war der Freitag lang. Begonnen haben wir, wie so oft, auf dem Markt am Friedberger Platz mit lecker Maultaschen und Pesto (Maultaschen vom Markt – Pesto mitgebracht), abgerundet mit einem schönen, kalten Export vom Kiosk, man hat ja schliesslich Stil. Nachdem ich mir von einigen Besucherinnen den einen oder anderen schmutzigen Witz angehört hatte, wusch ich mir die Ohren mit Kernseife aus und ging die Schnapskiste besuchen.
Das ist ja gar keine Kiste, werden die meisten nun unken, und sie sollen Recht behalten, wenigstens dieses Mal, denn die Schnapskiste ist die Wohnung von einem guten Freund, in der man sich am Freitagabend zu treffen pflegt, um für eine bessere Welt ein kleines Kurzgetränk zu sich zu nehmen.
Hinterher begab ich mich in die Frieda116, einer verschachtelten Kellerbar in der Friedberger Landstr 116, neben Avanti – Pizza. Hätte ich lieber ’ne Pizza gegessen, denn der Frieda-Laden hat eher den Charme eines Jugenzentrums für adolenszente Abhänger mit einer eher mäßigen Beschallungsanlage, aus der aber immerhin feine Musik waberte. Aber irgendwie war’s nicht so meins. Ich weiß aber, daß man es vor Ort besser kann… Also bin ich wieder auf die Friedberger, hab‘ nem Taxi ein Bein gestellt und ließ mich vom freundlichen Taxikutscher zum Affentorplatz fahren, wo man ab und an abends einen Eindruck davon gewinnen kann, wie die Welt aussehen würde, wenn ein nicht existierender Gott sich von ihr abwenden würde.
Ich hab‘ sie ja gern, diese ganzen Junggesellen/innen – Abschiede und volltrunkenen Kleinkinder, und ganz besonders freue ich mich auf dieses Fortbewegungsmittel für Hirntote, ihr wisst schon, man strampelt, trinkt und macht sich nebenbei zum Idioten. Auch wenn das die Leute, die sich damit fortbewegen, sicherlich anders sehen. Vielleicht sehe ich das auch zu pixelig.
Vom Affentorplatz aus schaute ich nochmal im Ponyhof bei der Tarantinoparty vorbei, und ich hätte fast gar nicht mehr hineingepasst, so voll war es bereits vor Mitternacht im Ponyhof. Nachdem ich dort einige weibliche Gäste belästigt hatte, machte ich leicht angeschlagen nach dem Ponyhof nochmal Rast in der Alten Liebe, wo die DJs Elviz, The Drifter & Special Guest Dominic N. aus dem nahen Darmstadt einen bunten Mix aus Early Reggae, Rocksteady, Ska, Northern Soul, R&B und Popcorn gaben. Aber irgendwie habe ich es dort nicht lange ausgehalten, weil mir auch launemäßig der vorangegangene Arbeitstag ein wenig die Petersilie verhagelte. Aber das hält ja zum Glück bei mir nie lange an, allerdings zog ich es doch dann vor, den gepflegten Rückzug anzutreten, so leicht kam ich mir dann doch nicht davon, ging nochmal über „Los!“ und nahm im Saint Clichy noch einen Scheidebecher güldenen Trankes zu mir.

Im Saint Clichy übrigens wird es am 25.03.2011 eine kleine Sixties – Sause geben, mit den DJs Caroline M., Elviz und Patrick Rumpf. Watch out for Flyers, sobald ich welche auslege, werde ich es schreiben. Oder facebookt euch ein Plätzchen, der Link steht unter diesem Text :-)

Am Samstag musste ich erst einmal ganz dringend bei meinem Lieblingsasiaten in der Fahrgasse frühstücken und zog dann weiter auf zum Flohmarkt im Frankfurter Osten. Eine Schallplatte mit slavischen Trinkliedern habe ich mal mitgenommen, man weiß ja nie, wozu man das mal gebrauchen kann. Wer kauft eigentlich HiFi – Geräte auf dem Flohmarkt, die sicherlich schon den ein oder anderen Tropenregen im Freien überstanden haben? Wozu? Vielleicht zur Dekoration?
Auf dem Weg zurück konnte ich mich an den freien Flächen ergötzen, die sich rund um die ehemalige Großmarkthalle breitmachen, was so ein kleiner Bankenneubau doch so alles bewirkt. Aus Ostend wird Nordend werden, schreibt euch das mit einem Edding hinter die Hörmuscheln…
Auf dem Konstimarkt notierte ich mir auf die Handfläche: „Bei schönem Wetter vor 12 Uhr den Markt besuchen“. Also Flucht nach Hause, um dann abends ins Kino zu gehen, allerdings war ich zu faul gewesen, Karten zu reservieren, und deshalb waren nur noch die Reihen 1 und 2 frei gewesen, was ich mir dann doch lieber ersparte, weil sonst hinter mir wieder das (Zwergen-) Gejammer losgegangen wäre. Anstatt dessen stattete ich den Kugellautsprechern im Moloko mal einen Besuch ab und wollte dann eigentlich in die Alte Liebe, aber Pustekuchen, denn dort hieß es: Geschlossene Gesellschaft! Nun denn, dummerweise ereilte mich das gleiche Schicksal auf vor dem Saint Clichy. So blieb man in, bzw eigentlich vor der CafeBar Brücke hängen, eine gute Alternative, um den Samstagabend würdevoll zu verbringen. Andere fahren ja extra nach Köln, damit sie tagelang verkatert sind.
Am Sonntag habe ich gefaulenzt und bin gegen Abend zu Radio X, damit ich meiner Mission, „X wie raus“ zu moderieren, nachkommen konnte. Ansonsten habe ich am Wochenende nix gemacht. Ich überlegte am Samstag noch , zu Smoove/Menzel ins Orange Peel zu gehen, aber irgendwie war ich einfach zu faul. Wobei, Smoove wäre sicherlich gut geworden, ich konnte mich davon schon einmal in der Stereobar vor Jahren überzeugen :-) Und Onkel Menzel geht ja eh immer! Aber für alle, die wie ich nicht da waren, hat der Onkel ein schönes Video gedreht, „Bamboo to go“ sozusagen, gute Laune für unterwegs, wenn schlechter HipHop aus Handypiezolautsprechern mal wieder den Genuß einer schönen S-Bahnfahrt, zum Beispiel nach …hm Offenbach oder so… trübt, kann man dieses Video einfach in seinem Kopf abspielen und alles wird irgendwie wieder gut!

//ptrk


Bamboo to go!

Links

60s Sause im Saint Clichy / Facebook – Event

Moloko am Meer bzw an der „Schönen Aussicht“

Flohmarkt am Schaumainkai oder im Osten? Hier steht es!

Wochenend Rückblick 8/9 20elf & 9/10 20elf

...dritter Zwischensnack ck in der Fahrgasse...

Es geht doch nichts über ein ausgewogenes Frühstück.

Stress, Krankheit und eine überbordende Demotivation in Kombination mit der Weltwirtschaftskrise und weil mein Imperialer Reiter (AT-AT – All Terrain Armored Transport) zur Inspektion in die Galaktische Republik musste, und wer Reisen-mit-Verspätung (rmv) kennt, hat vielleicht eine Ahnung davon, wie umständlich das alles sein kann, führten dazu, daß ich über eine Woche lang meinen Blog geschwänzt habe, was der Welt sicherlich keinen nennenswerten Schaden hinzugefügt haben dürfte. So einen Imperialer Reiter bedarf intensiver Pflege, besonders die Fußgelenke sind sehr störanfällig.
Gerade im Faschingstrubel ist so ein AT-AT in Lebensgröße schon von Vorteil, kann man sich doch recht komfortabel durch die tumbe Masse vollgesoffener Minusgehirne bewegen, Kollateralschäden erwünscht.

Am Freitag des Wochenendes 8/9 stattete ich dem kleinen Harmonie-Kino in Sachsenhausen einen kleinen Besuch ab, denn mir war nach Western, Cowboys und Schießeisen. True Grit von den Cohen – Brüdern sollte es sein, und ohne kinokennermässig hier herumzuberlinern, der Film macht trotz einiger Längen sehr viel Spaß, was sicherlich auch der grandiosen Leistung aller Schauspieler geschuldet ist, kommt aber an No country for old men nicht heran. Hinterher, denn das Gute liegt bekanntlicherweise sehr nahe, wollte ich den Film gedanklich bei einem Kaltgetränk im Saint Clichy verarbeiten, wurde aber in ein Gespräch verwickelt, in welchem mir hypothetisch unterstellt wurde, dass ich in einem meiner früheren Leben wohl eine Prinzessin gewesen sein könnte. Dem konnte ich nicht widersprechen, schliesslich kann ich mich an nichts gegenteiliges erinnern.
Da der Film aber immer noch verarbeitet werden wollte, bestieg ich meine Kutsche und ließ mich in die Alte Liebe klappern, denn dort spielte die Franz Fischer Revue - …hm, zum… Probekonzert auf. Franz Fischer, bestangezogenster Multi-Instrumentalist und Sänger (von The Gisberts) Frankfurts spielte kenntnisreich in seinem Solorevue-Programm Stücke von Hildegard Knef über Josef Hader bis zu – Der Plan, währenddessen seine Schergen skurille und bisweilen jugendfreigabefreie Webseiten auf die Wände projizierten, was parallel zum dargebotenen Programm zusätzlich für Erheiterung sorgte und die gelungene Veranstaltung zu einem feinen Erlebnis machte.
In der ALi will man wohl des öfteren auch kleine Liveacts präsentieren, eine gute Idee, um den bereits etablierten Laden über die Grenzen Sachsenhausens hinweg ein wenig bekannter zu machen.
Später hörte ich nochmal im Dreikönigskeller bei den DJs Kaiser L & Jake Walk vorbei, denn die gaben Jumpin‘… Jivin‘… Butt-Shakin‘ Rockin‘ Rhythm & Blues, und das vor handselektiertem Kennerpublikum, leider sind bei arktischen Temperaturen sind doch viele zuhause geblieben. Hätte ich vielleicht auch machen sollen, gesünder hatte mich das Wetter nämlich nicht gemacht. Auf dem Rückweg bin ich mit dem Auge noch an so einer kleinen Sause mit Livemusik in der Brückenstraße hängengeblieben, im Colekt, einem Designer-Laden mit allerei feinen Krams und leckerem Käsekuchen in der ehemaligen Carolus – Apotheke. War kürzlich nochmal da zwecks Chronometer – Erwerbs. Was an dem Abend dort genau gewesen ist, Gott, wenn er existieren würde, würde es wissen, aber ich habe es wohl hm… vergessen. In der Ecke Brückenstrasse / Wallstrasse hat sich seit den letzten 2 Jahren ein feines Netzwerk kleiner Läden mit tollen Design – Artikeln, Mode, Comics, Tonträgern sowie Sportschlappen etabliert, da gibt es eigentlich immer was zu entdecken. Wenn man zufällig sonntags in die Ecke gerät, sollte man sich in der Brückenstrasse das beste Frühstück Sachsenhausens gönnen, nämlich namentlich in der CafeBar Brücke. Aber ich schweife ab…

Am Samstag hatte der Imperiale Reiter Schnupfen und deshalb musste ich zuhause bleiben, Hühnersuppe kochen.

Mittwochs ‚drauf habe ich im Saint Clichy mit kleinem Setup aufgelegt, quasi the nitty gritty Corner im Rahmen der Beat me ’til I‘m blue - Reihe mit 60s und 70s Jazz sowie Library – Musik beschallt, was mir auch dieses Mal sehr viel Spaß bereitet hatte. Da werden wir auch am Ende des Monats nochmal eine schöne Veranstaltung machen -> Watch out for Flyers!
Im gleichen Areal, nur ein paar Meter weiter, haben wir als Dynamic Super Soul im Ponyhof am Freitag gespielt, was uns auch dieses Mal wieder grandios viel Spaß gemacht hatte.
Achso, wie ich oben bereits beschrieben hatte, wurde vor einer Woche die Generalprobe der Franz Fischer – Revue in der Alten Liebe gegeben, wohingegen an diesem Freitag im gleichen Theater das Hauptkonzert stattfand. Also habe ich den Sänger der Revue verhaftet und im Kofferraum zu Radio X gebracht, wo er in der beliebten Ausgehsendung X wie Raus einige seiner Titel mit unter zurhilfenahme seiner Gitarre, bei den XwR – Moderatoren Kristof und Matthias, zum Besten gab.

Am Samstag habe ich dann ein bißchen viel gebummelt und bin erst gegen Nachmittag auf den Konstimarkt, für einen Flohmarktbesuch konnte ich mich leider nicht so sehr begeistern. Man hat ja immer die Qual der Wahl fürs Erst- bis Drittfrühstück to go. Ich habe da ja so meine Favoriten:

- Cookie in the Box, schräg gegenüber vom Moloko
- Asia Supermarkt in der Fahrgasse (nur Samstags!!!!)
- Yildirim, türkischer Backwarenladen (aus Hanau) in der B-Ebene der Konstablerwache
- Konstimarkt

Abends nach Mitternacht begab ich mich ins rote Dunkel des Bahnhofsgebietes, und zwar dort ins Orange Peel zur That beatin‘ Rhythm - Party, welche kenntnisreich beschallt wurde von den DJs Ralf Gille, Christoph Geissler, Thommy Rinke, sowie von den Residents Atze Knauf und Stefan Umbach. Es war gut besucht und man erfreute sich an der feinen Musik.
Allerdings wurde ich noch charmanterweise in den Clubkeller eingeladen, was ich natürlich nicht ausschlagen konnte, obwohl ich eigentlich aus gegebenem Anlaß mich nicht mehr in die unterirdische Lokation begeben wollte. Sei’s drum, die DJs Caroline M. (endlich wieder unkrank) und Elviz luden ein zum Mod Ball im Rahmen der Clubkeller Sixties Lounge, und wurden dieses Mal tatkräftig unterstützt durch Guest – DJ Sonny Soul aus Kempten, so wurde der Mod Ball eine feine Tanzveranstaltung, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte!

Am Sonntag hatte ich die X wie raus - Radiosendung vorzubereiten, und dort kullerte mir Ena Wild in die Augen, ein ElektroPop – Act aus Berlin, der an diesem Sonntag im Orange Peel spielte, weshalb ich nach musikalischer Beweisaufnahme sogleich ein Telefoninterview mit der Frontfrau Ena einfädelte. Im Studio hatte ich des weiteren die Jungs von The Sky bleeds black, Trash-Metal mit pessimistischen Texten, was ja auch gut passt, denn Trash-Metal ist nicht gerade der Blümchensex unter den musikalischen Substilen. Die spielten übrigens im Nachtleben zusammen mit Rising Anger und Cold Skin Burning, wobei die Jungs sicherlich lieber auf das parallel stattfindende Kate Perry - Konzert gegangen wären, dessen bin ich mir ganz ganz sicher :-)
Nach der Sendung sowie kurzem Cookie in the Box – Intermezzo ging ich zum Tatort gucken in die Alte Liebe, aber irgendwie musste ich doch nochmal zum Ena Wild - Check zurück ins Bahnhofviertel, eine gute Entscheidung, wie sich herausgestellt hatte, denn das Konzert hatte wirklich Spaß gemacht und die Dame verstand es, nicht nur mit gekonntem Gesang, sondern auch mit süffisanten Kommentaren, ihr Publikum zu unterhalten.

Back to the Future:

Am kommenden Dienstag, dem 08. März, zufällig Faschingsdienstag und Weltfrauentag in Kombination, spielt DJ Kaiser L zu seinem 5jährigen Saint Clichy - Residenzjubiläum und hat mich dazu eingeladen. Heute abend also Hot Club de Saint Clichy, Anti Fasching mit 50s / 60s / 70s Jazz, Funk, Soul etc pp mit den DJs Kaiser L und ptrk9000.

HELLau!

//ptrk

Links:

Ena Wild

Alte Liebe rostet nicht…

Radio X

Colekt

Cookie in the Box – mjam mjam

Harmonie Kino in Sachsenhausen